Fahrerin auf einer Zero XB Elektromotorrad im Gelände bei Staubentwicklung
Die Zero XB überzeugt im Gelände durch ihr leichtes Gewicht, Offroad-Fahrwerk und emissionsfreien Direktantrieb. (Foto: zeromotorcycles.com)

Zero XB: E-Enduro für lose Pisten

28,6 Kilo Leergewicht, herausnehmbarer Akku und Direktantrieb ohne Kupplung. Die Zero XB ist das Gegenstück zu allem, was im Gelände sonst nach Zweitakt, Hitze und Kupplungsfummel riecht. Sie packt ein elektrisches Konzept in ein extrem reduziertes Format. Weniger Mechanik zwischen Handgelenk und Hinterrad, fast keine Wartung, nur noch Linie, Untergrund und Traktion. Für mich ist sie kein Motorrad im klassischen Sinn. Eher ein sehr fokussiertes elektrisches Fahrgerät.

Zero XB und der Reiz des direkten Antriebs

Zero XB Elektromotorrad mit Fahrer beim Sprung in einer Offroad-Landschaft
Fahrer springt mit der Zero XB über eine Geländestrecke (Foto: zeromotorcycles.com)

Elektrische Ruhe, mechanische Klarheit

Das entscheidende Detail ist der Antrieb. Cypher II steuert den reinen Elektro-Powertrain mit kupplungsloser Direktübertragung. Kein Kuppeln, kein Schalten, kein Hochdrehen. Die Kraft liegt sofort am Hinterrad. 42 Nm Nutzdrehmoment, laut Blatt 373 Nm am Rad. In einem nur 28,6 Kilo schweren Fahrzeug wird diese Direktheit zum prägenden Charakterzug – besonders bei langsamen Passagen, kurzen Anstiegen oder engen Richtungswechseln auf losem Grund.

Fahrwerk, Bremsen und Räder für den Dreck

Zero XB Elektro-Motorrad mit Fahrer im Offroad-Einsatz vor hügeliger Landschaft
Fahrer auf der Zero XB Elektro-Enduro auf unbefestigtem Gelände (Foto: zeromotorcycles.com)

Ein Paket für unbefestigte Wege

Serienmäßig kommt die XB mit Offroad-Rädern und passenden Reifen. Vorn und hinten 48,3 Zentimeter Durchmesser, also 19 Zoll. Die Federwege sind üppig: 195 Millimeter Gabelweg und 200 Millimeter Radweg vorn, hinten 76 Millimeter Dämpferweg bei 176 Millimeter Radweg. Alles komplett einstellbar. Im Gelände ein Muss, weil Gewicht, Tempo und Untergrund ständig wechseln. Die Bremsanlage ist auf dosierte Kontrolle ausgelegt – 220-Millimeter-Scheibe vorn, 203 Millimeter hinten, beide hydraulisch. Dazu ein Bosch ABS der neunten Generation.

Reichweite, Laden und Alltagstauglichkeit

Nahaufnahme der Zero XB mit entnommenem Akku im Vordergrund
Der herausnehmbare Akku der Zero XB ermöglicht flexibles Laden und hohe Alltagstauglichkeit. (Foto: zeromotorcycles.com)

75 Kilometer bei 50 km/h

Bei konstant 50 km/h stehen 75 Kilometer Reichweite im Datenblatt. Der Akku fasst 2,4 kWh. Das externe 800-Watt-Ladegerät braucht 2,5 Stunden bis 95 Prozent am normalen 220-Volt-Anschluss. Besonders praxisnah ist der herausnehmbare Akku. Kein fester Ladepunkt am Stellplatz nötig, einfach mit ins Haus nehmen. Sitzhöhe liegt bei 88,1 Zentimetern. AM- oder B-Führerschein reicht. Damit bleibt sie zugänglich, ohne den harten Geländefokus zu verwässern.

Einordnung mit einem wachen Blick auf die Daten

Cockpitansicht mit digitalem Display und Bedienelementen der Zero XB
Das digitale Display der Zero XB mit Lenkersteuerung und Anzeigeelementen im Detail. (Foto: zeromotorcycles.com)

Starke Werte, aber nicht völlig widerspruchsfrei

Die offiziellen XB-Daten nennen 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und 373 Nm Hinterrad-Drehmoment. Für den Käufer zählt weniger die einzelne Zahl als die klare technische Richtung: leichtes Elektro-Konzept, Direktantrieb, Offroad-Ausstattung und minimale Wartung. Fünf Jahre Garantie auf den Power Pack ohne Kilometerlimit. Der unverbindliche Preis liegt bei 4600 Euro.

Bilder: Hersteller