Mit der MC-E 2 richtet sich GASGAS an Kinder mit einer Körpergröße von 90 bis 130 Zentimetern und trifft damit eine Zielgruppe, die im Offroad-Bereich oft nur wenig passendes Material findet. Das kleine Elektromotorrad ist auf den Nachwuchs zugeschnitten, ohne den Anspruch an Technik und Fahrgefühl zu vernachlässigen. Gerade das macht dieses Modell interessant: Es nimmt junge Fahrer ernst und übersetzt klassische Motocross-Tugenden in ein handliches, gut kontrollierbares Format.

Auffällig ist der Auftritt. Die Karosserie ist komplett in Rot gehalten, die Grafiken sind im In-Mold-Verfahren integriert und damit unempfindlich gegen Abblättern oder Ausbleichen. Das wirkt hochwertig. Dazu kommen ein kindgerecht geformter Lenker mit schmalerer Breite, geringerem Griffdurchmesser und schlanken ODI-Lock-On-Griffen. Das sorgt für mehr Sicherheit, weil kleine Hände das Fahrzeug besser kontrollieren können.
Technik, die den Einstieg leicht macht

Im Zentrum steht ein Elektromotor mit 0,75 Kilowatt Nennleistung und bis zu 1,8 Kilowatt Spitzenleistung. Er sitzt direkt in der Hinterradnabe. Der Verzicht auf Kette und Ritzel reduziert den Wartungsaufwand, läuft nahezu geräuschlos und macht die Maschine robust. Für Familien, die sich nicht ständig mit klassischer Antriebstechnik beschäftigen wollen, ist das ein Vorteil.
Drei Modi für kontrolliertes Lernen
Über ein Smart-LED-Display stehen drei Fahrmodi bereit. Blau bedeutet langsam, Weiß mittel, Grün schnell. Im schnellsten Modus sind bis zu 33 Kilometer pro Stunde möglich. Das schafft eine sinnvolle Lernkurve: Anfänger tasten sich behutsam heran, mit wachsender Routine darf es zügiger werden. Gleichzeitig zeigt das Display den Batteriestand an.

Die Lithium-Ionen-Batterie BLi300 liefert bis zu 100 Minuten Fahrzeit pro Ladung. Mit dem externen QC500-Ladegerät sind 80 Prozent in 35 Minuten und eine Vollladung in 60 Minuten möglich. Bei sonnigen Bedingungen soll der Betrieb über den Tag hinweg nahezu durchgehend möglich sein.

Passform, Sicherheit und Offroad-Nutzen
Bei jungen Fahrern zählt nicht nur Leistung, sondern vor allem Ergonomie. Die Sitzhöhe liegt serienmäßig bei 470 Millimetern und kann auf 500 Millimeter angepasst werden. Auch die Fußrasten lassen sich in zwei Höhen montieren. So wächst das Motorrad ein Stück weit mit und bleibt länger passend.

Robuste Basis für kleine Offroad-Fans
Der Rahmen besteht aus extrudiertem Aluminium, das Heck aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Vorne arbeitet eine hydraulische WP-Gabel mit 90 Millimetern Federweg, hinten ein Federbein mit 70 Millimetern Federweg und einstellbarer Vorspannung. Geschmiedete Aluminiumteile und eine Aluminium-Schwinge mit definierter Steifigkeit zeigen, dass hier nicht an entscheidenden Stellen gespart wurde. Gebremst wird vorne wie hinten mit hydraulischen Scheibenbremsen im Format 140 Millimeter.

Zum Sicherheitskonzept gehören eine Handgelenksleine, die den Motor stoppt, sobald die Hand den Lenker verlässt, sowie ein Überschlagsensor, der die Leistung unterbricht, wenn das Motorrad nicht mehr aufrecht steht. Mit 27 Kilogramm Gewicht, 10-Zoll-Alurädern und geländetauglichen Kenda-Reifen ergibt sich ein stimmiges Gesamtpaket für den Einstieg ins elektrische Motocross. Der Listenpreis beträgt 2.599,00 Euro inklusive Powerpack, Ladegerät und 19 Prozent Mehrwertsteuer, zuzüglich 245,00 Euro Überführungs- und Nebenkosten.
Bilder: Hersteller



