Motorradfahrer auf der Royal Enfield Bear 650 Road Scrambler, aufgenommen bei Sonnenuntergang.
(Foto: royalenfield.com)

Royal Enfield Bear 650: Scrambler mit Herz für Staub

Road-Scrambler mit Wüstenblut

Royal Enfield Bear 650 Road Scrambler, Startnummer 249, Seitenansicht in Bewegung, Motorradfahrer mit Lederjacke.
Die Royal Enfield Bear 650 mit Startnummer 249 bei einer Probefahrt, im typischen Scrambler-Look der 1960er Jahre. (Foto: royalenfield.com)

Die Startnummer 249 sitzt schon auf dem Tank. 1960 hat der 16-jährige Fast Eddie Mulder damit die Big Bear Run in der kalifornischen Wüste gewonnen – auf einer Royal Enfield. Genau diese Geschichte steckt im Blech der Bear 650. Kein Perfektionismus, sondern ein Motorrad mit Ecken und Kanten.

Royal Enfield nennt sie Road Scrambler mit Sechziger-Jahre-Appeal. Das passt. Sie wirkt nicht poliert, sondern bewusst robust. Schwarzes Premium-Finish am Motorgehäuse, die Startnummerntafel, der aufrechte Stand und die flache Scrambler-Bank geben ihr echte Präsenz.

650er-Twin für Straße und leichte Abwege

Royal Enfield Bear 650 Road Scrambler Motorrad mit Startnummer 249, Seitenansicht
Royal Enfield Bear 650 im klassischen Scrambler-Design mit Startnummer 249 (Foto: royalenfield.com)

Bekannter Motor, anderer Charakter

Im Zentrum arbeitet der bekannte 649-cm³-Parallel-Twin. Luft-öl-gekühlt, SOHC, Sechsganggetriebe. Die Werksangaben nennen 34,6 kW bei 7.150 U/min und 56,5 Nm bei 5.650 U/min.

Für den Alltag zählt vor allem die Abstimmung. Der Twin ist deutlich drehmomentlastiger als die anderen Modelle auf der Plattform. Das ergibt Sinn, wenn das Motorrad nicht nur auf sauberem Asphalt, sondern auch auf schlechten Wegen und leichten Offroad-Passagen funktionieren soll.

Das spannendste Detail: die 2-1-Anlage

Seitliches Detailfoto der Royal Enfield Bear 650 mit Startnummer 249 und Scrambler-Sitzbank
Ausschnitt der Royal Enfield Bear 650: Sitzbank, Rahmen und Startnummerntafel (Foto: royalenfield.com)

Mehr als nur Klang

Die 2-1-Auspuffanlage ist das interessanteste technische Detail. Sie sieht nicht nur richtig aus, sie soll auch die Leistungsentfaltung verbessern. Laut Werksangabe bringt das Layout acht Prozent mehr Spitzendrehmoment gegenüber den Zweitopf-Modellen derselben Plattform. Gleichzeitig spart der kompakte Einzelschalldämpfer mit Katalysator und Edelstahlkrümmern Gewicht.

Die Masse rückt näher zur Fahrzeugmitte – das soll die Agilität spürbar verbessern. Praktisch ist auch, dass der tief montierte Schalldämpfer Softgepäck einfacher macht und deutlich weniger Hitze ans rechte Bein abgibt. Scrambler-Logik statt reiner Optik.

Fahrwerk, Ergonomie und Ausstattung

Royal Enfield Bear 650 Scrambler von vorn mit Scheinwerfer und Tank in Petrol Green
Frontansicht der Royal Enfield Bear 650 mit Tank und Scheinwerfer (Foto: royalenfield.com)

Die Bear 650 steht auf einem Stahl-Doppelrohrrahmen. Vorne arbeitet eine 43-mm-Upside-Down-Gabel mit 130 mm Federweg, hinten zwei Stoßdämpfer mit 115 mm. Sitzhöhe 830 mm, Bodenfreiheit 184 mm, fahrfertig 214 kg. Tankvolumen: 13,7 Liter.

Digital trifft klassisch

TFT-Display mit Navigation der Royal Enfield Bear 650 im Cockpit
Modernes rundes TFT-Cockpit mit Navigation in der Bear 650 (Foto: royalenfield.com)

Im Cockpit sitzt ein rundes 10,16-cm-TFT-Display mit Telefonverbindung, vollständiger Kartennavigation und Mediensteuerung. Dazu gibt es LED-Scheinwerfer, LED-Rück- und Bremslicht, LED-Blinker und eine USB-C-Buchse mit 5 V und 2 A.

Reifen, Farben und Preis

Vorne rollt ein 100/90-19 M/C 57H, hinten ein 140/80R17 M/C 69H. Die breiten Dual-Sport-Reifen sollen auf losem Untergrund Grip bringen und auf Asphalt noch brauchbar bleiben. Schlauchlose Reifen gibt es für die Bear nicht.

Die Farben heißen Petrol Green, Wild Honey, Golden Shadow und Two Four Nine. Verfügbar soll sie ab Februar/März 2025 sein.

Preis: Es wird eine unverbindliche Preisempfehlung inklusive Überführungskosten genannt. Ein konkreter Euro-Betrag liegt nicht vor.

Bilder: Hersteller