Eine Person fährt die Honda WN7, ein elektrisches Naked Bike, auf einer Straße, seitliche Ansicht
(Foto: honda.de)

Honda WN7: E-Motorrad mit 68 PS & 100 Newtonmetern

Die Honda WN7 ist kein lauter Auftritt. Sie ist das erste vollwertige Elektromotorrad der Marke und genau das spürt man. Sauber gebaut, schlank, technisch klar. Emotional genug, um nicht nur als reine Mobilitätslösung zu enden.

„Be The Wind“ passt. Sofortiges Drehmoment, leise Leistungsentfaltung, handliches Fahrverhalten. Als Naked Bike ohne mechanische Geräuschkulisse eines Verbrenners. Das nimmt dem Motorrad nichts. Es macht es nur anders – reduzierter, direkter, oft näher an der Straße.

Ein elektrisches Naked Bike mit eigener Haltung

Frontansicht der Honda WN7 mit beleuchtetem LED-Tagfahrlicht und blinkenden LED-Blinkern
Detailaufnahme der Vorderseite der Honda WN7 mit aktivierten LED-Blinkern und Tagfahrlicht (Foto: honda.de)

Optisch geht Honda eigene Wege. Kompakte Doppelscheinwerfer vorne mit horizontalen Tagfahrlichtern geben ihr ein präzises Gesicht. Schwarze Flächen stehen für technische Klarheit, goldene Akzente setzen Kontrast, Grau beruhigt die Optik. Erhältlich unter anderem in Graphite Black und Pearl Deep Mud Grey.

Sie hat gleich zwei echte Designpreise eingefahren: den iF Gold Design Award 2026 und den Red Dot „Best of the Best“ Award 2026. Passt zu einem Bike, das klassische Honda-DNA mit selbstbewusster elektrischer Identität verbindet. Die Form wirkt nicht nachträglich futuristisch, sondern so, als wäre das Elektro-Thema von Anfang an in der Silhouette drin gewesen.

Schmaler Körper, ruhige Linien

Honda WN7 Elektro-Naked Bike in schwarz, seitlich geparkt auf hellem Untergrund.
Seitenansicht der neuen Honda WN7, dem ersten vollelektrischen Naked Bike von Honda, präsentiert in Graphite Black. (Foto: honda.de)

Die schlanke Verkleidung und die klare Linienführung sind mehr als Design. Sie unterstützen den neutralen Charakter und sorgen dafür, dass die WN7 im Alltag genauso selbstverständlich funktioniert wie auf einer längeren Ausfahrt.

Der Antrieb: sofort da, aber nicht grob

Detailansicht des schwarzen Rahmens mit Honda-Logo und goldenen Akzenten an der Honda WN7.
Nahaufnahme des eleganten Rahmens und Logos der Honda WN7, dem ersten vollelektrischen Naked Bike von Honda. (Foto: honda.de)

Herzstück ist der wassergekühlte Elektromotor. In der starken Version liefert er 50 kW – 68 PS – und 100 Nm Drehmoment. Honda ordnet die Leistung auf 600er-Verbrenner-Niveau ein, das Drehmoment in die Nähe eines 1000ers. In der Praxis heißt das: Zugkraft von null, ohne Anlauf, ohne Schaltunterbrechung, ohne Drehzahltheater.

Daneben gibt es die 11-kW-Version für A1- oder B196-Fahrer. 15 PS, Spitze 120 km/h. Die starke Variante läuft bis 129 km/h. Der Sprint von 0 auf 50 Meter gelingt in 3,9 respektive 5,0 Sekunden.

Riemenantrieb als faszinierendes Detail

Riemenantrieb und Hinterrad der Honda WN7, Elektromotorrad
Detailansicht des innovativen Riemenantriebs am Hinterrad der Honda WN7 (Foto: honda.de)

Der Riemenantrieb statt Kette passt perfekt. Er läuft leise, braucht keine regelmäßige Schmierung und trägt zum ruhigen Gesamteindruck bei. Natürlich muss man ihn kontrollieren. Im Alltag ist das aber deutlich entspannter als eine Kette. Zusammen mit dem lautlosen Motor entsteht ein Bike, das Kraft nicht über Lärm definieren muss.

Rekuperation, Modi und echte Alltagshilfe

5-Zoll-TFT-Display der Honda WN7 zeigt Geschwindigkeit und Fahrmodus an
Das übersichtliche TFT-Display der Honda WN7 mit Fahrdatenanzeige und verschiedenen Fahrmodi. (Foto: honda.de)

Vier Fahrmodi stehen zur Wahl: Sport, Standard, Rain und Econ. Sport schärft das Ansprechverhalten, Standard passt zum normalen Betrieb, Rain gibt bei Nässe mehr Stabilität, Econ hilft beim Stromsparen. Dazu kommt eine einstellbare Motorbremskraft. Auf der Autobahn nimmt man sie zurück, auf kurvigen Strecken sorgt eine stärkere Stufe für deutliche Verzögerung beim Gas-zu.

Für enge Garagen und Parklücken gibt es eine Rangierfunktion vorwärts und rückwärts mit maximal 5 km/h. Bei 217 kg fahrfertig kein unwichtiges Detail. Der Selectable Speed Limit Assist hält eine gewählte Geschwindigkeit und entlastet besonders in der Stadt und vor Schulen.

Batterie und Laden: fest verbaut, zentral platziert

Die Lithium-Ionen-Batterie ist fest verbaut und zentral im Fahrzeug platziert. Kapazität 9,3 kWh bei 349,44 Volt. Die Position soll die Gewichtsverteilung ausbalancieren und die Fahrdynamik unterstützen. Die 50-kW-Version schafft 140 km nach WMTC2-2 bei 80 Wh/km Verbrauch. Die 11-kW-Version kommt auf 154 km nach WMTC2-1 bei 75 Wh/km.

Geladen wird per Typ 2 oder CCS2. Von 20 auf 80 Prozent soll es in etwa 30 Minuten gehen. Per Mode 3 ist eine Vollladung von 0 auf 100 Prozent in unter 2 Stunden 30 Minuten erledigt. Das Konzept richtet sich an Leute, die Elektro im Motorradformat wirklich nutzen wollen.

Klar ablesbar, clever vernetzt

Das 5-Zoll-TFT-Display arbeitet mit Optical-Bonding-Technologie gegen Spiegelungen. Die Oberfläche passt sich den Modi an und bleibt bei Regen oder direkter Sonne gut ablesbar. Über Honda RoadSync kommen Navigation, Musik, Nachrichten und Telefonate per Bluetooth aufs Bike. Bedient wird das Ganze über einen beleuchteten Multifunktionsschalter am linken Lenker.

Technik, Sicherheit und der Preis der Honda WN7

Die Details stimmen. Blinker stellen automatisch zurück, starke Verzögerung löst das Notbremssignal aus, unter der Sitzbank sitzt ein USB-C-Ladeanschluss. LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht, LED-Rücklicht, Smart Key und Wegfahrsperre gehören dazu.

Vorne arbeitet eine 43-Millimeter-Upside-down-Gabel mit 120 Millimeter Federweg, hinten ein einstellbarer Monodämpfer mit ebenfalls 120 Millimeter. Sitzhöhe 800 Millimeter, Radstand 1.480 Millimeter. Gebremst wird mit 296-Millimeter-Doppelscheibe und Vierkolben-Sätteln vorn sowie 256-Millimeter-Scheibe und Zweikolben hinten.

Als Zubehör gibt es unter anderem eine Soziussitztasche von 15 auf 22 Liter sowie ein Mode-3-Ladekabel. Am Ende bleibt die WN7 ein ungewöhnlich klar gezeichnetes Elektro-Naked: leise, technisch sauber und mit eigenem Charakter. Preis ab 14.780 Euro. Laut Honda liegt die UVP inklusive Überführung bei 15.409 Euro.

FAQ

Für wen eignet sich die Honda WN7 im Alltag am meisten?

Für Fahrer, die ein modernes, leises Motorrad für Stadt, Pendeln und entspannte Landstraßen suchen. Das sofortige Drehmoment macht den Stadtverkehr einfach und gut dosierbar. Die Modi lassen sich passend einstellen. Die Rangierhilfe entlastet bei 217 kg spürbar. Wer regelmäßig lange Touren fährt, muss die Reichweite genau checken. Für die meisten typischen Alltagswege ist das Konzept aber praxisnah.

Wie alltagstauglich sind Reichweite und Ladezeiten der Honda WN7 wirklich?

Das hängt stark vom Einsatz ab, fällt aber insgesamt ordentlich aus. Honda gibt für die 50-kW-Version 140 Kilometer an, für die kleine 154 Kilometer. Im Stadt- und Mischbetrieb reicht das für viele, besonders wenn man regelmäßig laden kann. CCS2 macht 20 auf 80 Prozent in rund 30 Minuten möglich. Eine Vollladung per Mode 3 bleibt unter zweieinhalb Stunden. Für tägliche Strecken und spontane Kurztrips ein klarer Pluspunkt.

Was unterscheidet die Honda WN7 von einem klassischen Verbrenner-Motorrad?

Kein Schalten, keine Vibrationen, keine typische Geräuschkulisse. Stattdessen direkte, gleichmäßige Kraftentfaltung und einstellbare Motorbremskraft. Der Riemenantrieb läuft leise und braucht weniger Pflege als eine Kette. Das Fahrgefühl wird konzentrierter, fast klinisch. Die WN7 will kein Verbrenner-Ersatz sein. Sie ist ein eigenständiges Konzept mit eigenem Charakter.

Bilder: Hersteller