Man sieht ihn stehen und merkt sofort: Das ist keiner von der Stange. Der Bestune B70S besetzt eine Lücke, die in Europa noch immer existiert – Coupé-SUV mit kräftigem Zweiliter-Benziner, umfangreicher Ausstattung und einer Optik, die eher kantig als zurückhaltend wirkt. Bestune gehört zur FAW Group aus Changchun. Seit 2006 bauen sie dort Autos, früher unter dem Namen Besturn. Genau das merkt man. Er kopiert nicht. Er hat eigenen Charakter.
Ein Coupé-SUV mit klarer Haltung


4,555 Meter lang, 1,850 Meter breit, 1,515 Meter hoch. Radstand 2,750 Meter. Das ergibt gestreckte Proportionen. Dazu 19-Zoll-Räder im Format 245/45 R19 rundum. Leergewicht 1.535 Kilogramm, zulässiges Gesamtgewicht 1.910 Kilogramm. Die Zahlen erklären, warum er nicht wie ein weiteres Kompakt-SUV wirkt. Er hat Präsenz. Vor der Haustür fällt er auf.
Form trifft Alltag
Fünf Sitzplätze bleiben trotz der dynamischen Linie erhalten. Die Rückbank lässt sich 60:40 umklappen und sorgt für die nötige Flexibilität. Elektrische Heckklappe, Dachreling und Beleuchtung im Kofferraum zeigen, dass hier nicht nur Design im Vordergrund stand. Praktikabilität wurde mitgedacht.
Der Motor passt zum Auftritt


Unter der Haube arbeitet ein Zweiliter mit 1.989 cm³. 160 kW, 218 PS, 340 Newtonmeter Drehmoment. Dazu ein 6-Gang-Automatikgetriebe und Frontantrieb. Für diese Fahrzeuggröße eine selbstbewusste Kombination. Die Leistungsentfaltung reicht für zügige Autobahnetappen, das Drehmoment für entspanntes Mitfließen im Verkehr. Spitze bei 230 km/h. Der Tank fasst 50 Liter. Werksverbrauch kombiniert 8,2 Liter, 194 Gramm CO₂ pro Kilometer. CO₂-Klasse G, Euro 6.
Kein Blender, sondern ein Reisewagen
Wer klassischen Verbrennercharakter schätzt, liegt hier richtig. Der B70S setzt nicht auf künstliche Sportinszenierung. Er liefert souveräne Leistungsdaten mit gelassener Kraft. Das passt besser zu langen Strecken als aufgesetzte Dramatik.
Die 360-Grad-Kamera als heimlicher Star


Bei dieser Breite und der coupéartigen Linie ist die 360-Grad-Kamera kein Nice-to-have, sondern echtes Alltagswerkzeug. Enge Parkhäuser, hohe Bordsteine, unübersichtliche Einfahrten – alles wird deutlich entspannter. Einparkautomatik und Sensoren vorn wie hinten ergänzen das Paket. Der B70S spielt seine Größe nicht gegen den Fahrer aus.
Genau das braucht es bei solchen Modellen. Markant aussehen, aber beim Rangieren keine Geduldsprobe werden.
Keyless Start, Keyless Entry auf der Fahrerseite, Zweizonen-Klimaanlage und Luftausströmer hinten gehören dazu. Das Panoramaglasschiebedach lässt Licht in den Innenraum und nimmt der flachen Dachlinie optisch etwas von der Enge.
Innenraum mit Komfortanspruch


Weiches, teilweise geschäumtes Kunstleder mit Alcantara-Einsätzen. Der Innenraum soll nicht nur funktional sein, er soll auch angenehm wirken. Sitzlüftung vorn, Fahrersitz sechsfach elektrisch verstellbar, Beifahrersitz vierfach manuell. Mittelarmlehne mit Ablage, Becherhalter, Brillenfach, Ambientebeleuchtung und elektrische Fensterheber mit Einklemmschutz rundum. Das Komfortniveau stimmt.
Digital, aber nicht überladen
Radio, Bluetooth, WIFI, Carbit Link, sechs Lautsprecher und ein 7-Zoll-LCD-Kombiinstrument. Solide digitale Ausstattung für den täglichen Einsatz. Kein Technikfeuerwerk, sondern das, was man wirklich nutzt.
Sicherheit breit aufgestellt
Die Assistenzsysteme lassen wenig aus. ABS, elektronische Bremskraftverteilung, Bremsassistent, hydraulischer Bremsassistent, Antriebsschlupfregelung, ESP, elektrische Parkbremse und Auto-Hold sind serienmäßig. Dazu kommen Frontkollisionswarner, adaptiver Tempomat, Berganfahrhilfe, Spurverlassenwarner, Spurhalteassistent, Stauassistent und Totwinkelassistent.
Airbags für alle relevanten Plätze, Reifendruck-Kontrollsystem, Gurtwarner, automatische Türverriegelung, Kindersicherung und ISOFIX vervollständigen das Paket.
Ein spannender Außenseiter mit Preisansage
Der Bestune B70S ist nichts für Leute, die nur Bekanntes wollen. Er spricht die an, denen ein Coupé-SUV mit eigenständiger Herkunft, kräftigem Benziner und breiter Ausstattung gefällt. In Deutschland wird er als Bestune B70S 2.0T Automatik angeboten. Preis: 31.995 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen eignet sich der Bestune B70S besonders?
Für Fahrer, die kein x-beliebiges SUV wollen. Wer markantes Design, 218 PS aus einem Zweiliter-Benziner und eine umfangreiche Ausstattung sucht, ohne gleich deutlich mehr Geld auszugeben, findet hier eine echte Option. Fünf Sitzplätze, 60:40-Rückbank, elektrische Heckklappe und moderne Assistenzsysteme sorgen dafür, dass er im Alltag funktioniert. Wer eigenständigen Charakter und solide Reisetauglichkeit sucht, sollte ihn sich genau anschauen.
Wie alltagstauglich ist der Bestune B70S trotz seiner coupéhaften Form?
Besser als die Optik vermuten lässt. Fünf Sitzplätze, 60:40 umklappbare Rückbank, Dachreling, Kofferraumbeleuchtung und elektrische Heckklappe machen ihn vielseitig. Besonders die 360-Grad-Kamera zusammen mit Parksensoren und Einparkautomatik nimmt die Angst vor engen Situationen. Der B70S bleibt trotz sportlicher Linie ein vernünftiges Auto, das Stil und Nutzwert halbwegs unter einen Hut bringt.
Was macht den Bestune B70S im Wettbewerbsumfeld besonders interessant?
Die ungewöhnliche Kombination aus eigenständigem Auftritt, 218 PS, breiter Sicherheits- und Komfortausstattung und dem Preis von 31.995 Euro. Er unterscheidet sich deutlich von den üblichen europäischen, japanischen oder koreanischen Angeboten. Diese Andersartigkeit hat Reiz. Dazu kommt, dass er bei Assistenzsystemen, Innenraumkomfort und Langstreckentauglichkeit mithalten kann. Wer offen für neue Marken ist, bekommt hier viel Auto fürs Geld.



