Seitenansicht eines weißen Hongqi HS3 SUVs mit schwarzen Felgen vor einem Bürogebäude
Der neue Hongqi HS3 AWD. (Foto: hongqi-auto.de)

Hongqi kommt: Zwei SUVs für Deutschland

AEC wird offizieller Importeur für Hongqi in Deutschland. Den Anfang machen der kompakte HS3 und der größere HS5. Beide kommen mit Allradantrieb. Die Marke will eigenständiges Design, Komfort und Technik zeigen. Für Kenner ist genau das der interessante Teil: Hongqi tastet sich nicht mit einem einzelnen Modell heran, sondern besetzt gleich zwei relevante SUV-Segmente. Das sieht nach langfristiger Sache aus, nicht nach Testballon.

AEC übernimmt den Deutschland-Start von Hongqi

Zwei Männer geben sich vor einem Präsentationsbildschirm bei einer Vertragsunterzeichnung die Hand, Hintergrundtext zeigt Beginn der Vertriebskooperation in Deutschland.
Offizieller Start der Vertriebspartnerschaft zwischen FAW Europe BV und AEC Automotive Systems BV für Hongqi in Deutschland, symbolisiert durch einen Handschlag zwischen zwei Unternehmensvertretern. (Foto: hongqi-auto.de)

Die Meldung kam am 28. Oktober 2026 aus München. AEC Automotive Systems BV ist jetzt offizieller Importeur für Hongqi in Deutschland. Das Unternehmen kennt sich aus mit Markteintritt, Fahrzeugimport, Homologation, Logistik und dem Aufbau von Händlernetzen.

Bei einer neuen Premiummarke entscheidet genau dieser Teil. Ein Auto kann noch so ansprechend wirken – ohne tragfähige Strukturen bei Vertrieb, Service und Ersatzteilen wird der Alltag für Kunden schnell zum Ärgernis. AEC will hier eine professionelle Basis schaffen, die lange hält. Zum Start setzt man auf ausgewählte Vertriebs- und Servicepartner.

Hongqi HS3 und HS5: Zwei Größen, ein Ziel

Im ersten Schritt kommen der HS3 und der HS5. Kompakt beim einen, deutlich größer beim anderen. Zusammen decken sie zwei gefragte SUV-Segmente ab. In Deutschland funktioniert das Konzept immer noch: erhöhte Sitzposition, variabler Nutzwert, tauglich für Stadt und lange Strecken.

Allradantrieb als gemeinsamer Nenner

Beide Modelle stehen mit Allradantrieb da. Die finalen technischen Daten für Deutschland sind noch nicht raus, doch die Auslegung als AWD-SUV verrät schon einiges über den Charakter. Allrad passt zu Fahrzeugen, die Souveränität und Reserven vermitteln sollen. Wer sein SUV nicht nur als Stadtfahrzeug sieht, sondern bei Nässe, Schnee oder zügiger Landstraße klare Reserven will, bekommt hier zumindest auf dem Papier das Richtige.

Design, Komfort und Technik im Fokus

Hongqi will mit HS3 und HS5 zeigen, wie die Marke Design, Komfort und Technik umsetzt. Die genauen Ausstattungsdetails für Deutschland folgen später. Die Richtung ist aber klar: Die Autos sollen über eigene Identität überzeugen, nicht nur über Größe oder Herkunft.

Das ist kein Selbstläufer. Der deutsche Markt verlangt bei Verarbeitung, Bedienung, Service und Langstreckentauglichkeit ein hohes Niveau. Hongqi bringt Geschichte mit – gegründet 1958 als erste Premiummarke Chinas. Heute stehen Limousinen und SUVs im Programm, mit Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybriden und reinen Elektroautos.

Verbrauchswerte: Was die ersten Daten verraten

Die offiziellen WLTP-Werte liegen schon vor. Der HS3 AWD kommt auf 8,6 l/100 km kombiniert. CO₂-Emissionen: 235 g/km, Klasse G. Der HS5 AWD liegt bei 11,0 l/100 km und 245 g/km CO₂, ebenfalls Klasse G.

Klare Verbrenner mit Allradantrieb also. Für Interessenten wird entscheidend sein, wie sich Ausstattung, Komfort, Raumangebot und Preis später zusammenfügen. Elektrifizierte Modelle – batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride – sind angekündigt.

Händlernetz wird Schritt für Schritt aufgebaut

Parallel zum Produkt läuft der Aufbau des Vertriebs. AEC setzt zunächst auf ausgewählte Partner, die Verkauf, Service und Aftersales stemmen sollen. Das Netz wächst schrittweise.

Mögliche Standorte in großen Städten

AEC prüft Partner in München, Frankfurt, Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf. Konkrete erste Standorte und Details zu den Vertriebs- und Servicepartnern kommen mit den weiteren Vorbereitungen. Die deutsche Website listet HS3 und HS5 bereits auf. Dazu laufen die offiziellen LinkedIn- und Instagram-Kanäle von Hongqi Deutschland mit Neuigkeiten zum Marktstart.

Marktstart mit Geduld statt Schnellschuss

Homologation, finale Spezifikationen für Deutschland und die Vorbereitung der ersten Partner müssen noch abgeschlossen werden. Danach folgen Preise, Bestellstart, Lieferbeginn und konkrete Händlerstandorte.

Genau das macht den Ansatz interessant. Hongqi drängt nicht einfach zwei Modelle auf den Markt, sondern legt erst die Grundlage. Für Kunden ist das oft wichtiger als das Auto selbst. Vertrauen entsteht im Service, bei der Ersatzteilversorgung und wenn man einen vernünftigen Ansprechpartner hat.

Der Preis für den Hongqi HS3 und den Hongqi HS5 in Deutschland steht noch nicht fest. Er wird erst bekanntgegeben, sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen und die Vorbereitungen für den Marktstart abgeschlossen sind.

Bilder: Hersteller

FAQ

1. Warum startet Hongqi in Deutschland gleich mit zwei SUVs?

Weil sie damit von Beginn an zwei relevante Klassen abdecken. Der HS3 spricht Fahrer an, die ein kompaktes SUV für Alltag und Stadt suchen. Der HS5 richtet sich an die, die mehr Platz und Präsenz wollen. Gleichzeitig zeigt die Marke damit, dass sie es ernst meint. Statt mit einem einzelnen Modell in einer Nische zu starten, geht sie breit in den Markt. Das kann Aufmerksamkeit bringen und verschiedene Kundengruppen erreichen. Es ist ein klares Signal für längerfristige Ambitionen.

2. Was müssen Interessenten vor einem möglichen Kauf besonders beachten?

Geduld. Noch fehlen Preise, vollständige Ausstattungslisten, Lieferzeiten und die finalen Händlerstandorte. Mindestens genauso wichtig ist, wie stabil das Service- und Aftersales-Netz am Ende wirklich steht. Bei einer neuen Marke in Deutschland entscheidet nicht nur das Auto, sondern ob Wartung, Ersatzteile und Ansprechpartner zuverlässig funktionieren. Wer den HS3 oder HS5 ernsthaft in die engere Wahl nimmt, sollte neben Design und Technik vor allem die Alltagstauglichkeit des gesamten Pakets prüfen.

3. Welche Herausforderungen hat Hongqi auf dem deutschen Markt?

Der Markt ist hart, besonders für neue Premium-Anbieter. Hongqi muss gegen etablierte Marken bestehen und gleichzeitig Vertrauen aufbauen. Kunden hier erwarten saubere Verarbeitung, intuitive Bedienung, hohen Komfort und einen Service, der hält, was er verspricht. Dazu kommen die Verbrauchswerte von 8,6 und 11,0 l/100 km – Effizienz und Elektrifizierung haben hier hohe Priorität. Am Ende wird sich zeigen, wie schlüssig die Marke positioniert ist, ob Preis und Ausstattung stimmen und ob das Händler- und Servicenetz wirklich trägt. Daran misst sich der Erfolg.