Vier Meter lang, Schrägheck, rein elektrisch. Der firefly setzt genau da an, wo viele Stadt-SUVs zu schwer und zu breit werden: bei der Alltagstauglichkeit auf kleinem Raum. „small. electric. buzzing with energy“ trifft den Punkt. Wendigkeit, ordentliches Raumgefühl und aktuelle Technik schließen sich bei ihm nicht aus. Die Form bleibt freundlich, fast verspielt. Dahinter steckt aber ein ernster Ansatz – kompakte Abmessungen, reiner E-Antrieb, brauchbare Variabilität und ein Sicherheitskonzept, das auch im realen Crash relevant wird.
Design mit Gesicht: drei Lichter als Signatur

Vorn machen drei Leuchten zusammen mit der ovalen Fläche das Gesicht aus. Hinten taucht die gleiche Lichtsignatur wieder auf und gibt dem Kleinen eine ruhige, geschlossene Optik. Die Seitenlinie steht satt da, die Silhouette ist aerodynamisch, der Schwung in der Schulter suggeriert Bewegung – auch wenn er nur parkt.
Die Farben heißen lavender, lime, marble, sand, graphite und lava stone. Sie passen eher in die Stadt als auf den Dienstwagenparkplatz. Wer das optionale Panoramadach nimmt, bekommt UV-gefiltertes Licht in den Innenraum. Der firefly wirkt dann trotz der kompakten Außenmaße nicht beengt.
Der eigentliche Zauber liegt im Innenraum

Das entscheidende Detail ist weder der große Bildschirm noch die Ladeleistung, sondern das Raumkonzept. Vorn sitzt man auf einer Bank mit flachem Boden. Zuerst klingt das nach netter Spielerei. In der engen Parklücke merkst du den Vorteil sofort: einfach rüberrutschen und auf der Beifahrerseite aussteigen. Solche Lösungen zeigen, dass klein auch klüger heißen kann.
Flexibilität statt bloßer Literzahlen
Hinten haben bis zu drei Personen Platz, Kopf- und Beinfreiheit fallen großzügig aus. Die Rückbank ist 40/60 teilbar. Kofferraum startet bei 404 Litern, mit umgelegten Sitzen sind bis 1.253 Liter möglich. Vorn gibt es zusätzlich einen 92-Liter-Frunk mit Haken, variabler Unterteilung und Ablaufstopfen. Für einen Kleinwagen ist das praktisch umgesetzt.
Viele kleine Fächer, ein großer Alltagsnutzen

Der firefly denkt Stauraum nicht nur in Kofferraumgrößen. Unter den Vordersitzen finden Sneaker oder Tablet Platz, im Fond kommen bis zu 29 Liter zusätzlich. Die Armlehne schluckt Brille oder Geldbörse, die Mittelkonsole hat einen festen Smartphone-Slot und eine Schublade. Magnetische Befestigungspunkte vorn und hinten warten auf passendes Zubehör.
Bei den Materialien wird bewusst über dem üblichen Kleinwagen-Niveau angesetzt. Es gibt Kombinationen aus veganem Leder, dem nachhaltigen firefly-Stoff und hochwertiger Mikrofaser. Die Interieurwelten heißen pine, plum und obsidian. Recycelte Materialien sind eingearbeitet. Das Ergebnis wirkt nicht nach Öko-Show, sondern nach sorgfältiger Abstimmung von Haltbarkeit, Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
Digital, aber nicht nur Bildschirm um des Bildschirms willen

15,24 Zentimeter große digitale Instrumente und ein 33,53 Zentimeter großer zentraler Touchscreen bilden das Cockpit. Der große Monitor kennt Google-POIs und taugt für Entertainment. Die Bedienung läuft über Multi-Touch-Gesten – zwei Finger reichen für Temperatur, Lautstärke oder Gebläse. Die Oberfläche reagiert schnell und ist gegen Blendung, Fingerabdrücke und Reflexionen optimiert.
Licht, Klang und Spiegelbild
Die Ambientebeleuchtung bietet 256 Farben, drei Atemmodi und acht voreingestellte Themen. Das Audiosystem kommt mit 14 Lautsprechern, 7.1-Klang und Dolby Atmos. Besonders praktisch ist der digitale Innenspiegel: Er zeigt das Bild der Heckspoiler-Kamera und bleibt auch bei voller Beladung nutzbar. Per App lässt sich das Auto entriegeln, der Innenraum vorheizen oder vorkühlen.
Heckantrieb und kleiner Wendekreis: die Fahrer-Seite

Der firefly steht auf einer neuen, reinen BEV-Plattform. Der Antrieb sitzt hinten, die Hinterachse ist als Fünflenkerachse ausgeführt. Für Liebhaber kleiner Autos eine interessante Kombination: kompakte Abmessungen, Hinterradantrieb und ein Wendekreis von 9,4 Metern bei 4,7 Metern Radius. In der Stadt entscheidet genau das, ob du entspannt durch enge Gassen, enge Parkhäuser oder mit einem schnellen U-Turn kommst.
WLTP-Reichweite bis 330 Kilometer. AC-Laden mit 7 kW einphasig oder 11 kW dreiphasig, an DC-Schnellladern bis 100 kW Spitze. 10 auf 80 Prozent in 29 Minuten. V2L ist ebenfalls an Bord – externe Geräte können direkt aus dem Auto versorgt werden.
Sicherheit: klein heißt hier nicht einfach

Der firefly ist auf fünf Sterne bei C-NCAP und Euro NCAP ausgelegt. Serienmäßig sind mehr als 30 aktive Sicherheitssysteme und Assistenzfunktionen an Bord. Dazu gehören Parkassistenten für Quer- und Längsparken, aktiver Spurwechsel auf der Autobahn unter definierten Bedingungen sowie mehr als 20 Sensoren und Kameras.
Bis zu neun Airbags
Passiv sind bis zu neun Airbags verbaut, darunter ein zweikammeriger Center-Airbag zwischen den Vordersitzen, der Fahrer und Beifahrer bei einem Seitencrash voneinander fernhält. Der lange seitliche Kopfairbag schützt auch die Fondpassagiere, erkennt Überschläge und hält den Innendruck länger. Die Batterie sitzt in einem leichten Aluminium-Strukturrahmen, hat eine verstärkte wassergekühlte Bodenplatte, einen Kollisionsschutzträger und getrennte Wasser- und Stromkreise.
Update 2026: mehr Leistung, mehr Details
Seit dem 14. April 2026 ist das aufgewertete Modell angekündigt, die Auslieferungen begannen am 8. April 2026. Es brachte mehr Leistung sowie neue Ausstattungs- und Designdetails. Dazu kamen eine neue Außenfarbe, zweifarbige Leichtmetallräder im „Star Trail“-Design, matte schwarze beziehungsweise gesprenkelte graue Unterboden-Akzente, direkte Reifendruckkontrolle, automatische Spiegelabsenkung mit Memory-Funktion und smarte Fahrindikatoren.
Die Spitzenleistung liegt jetzt bei 120 kW. Von 0 auf 100 km/h schafft der firefly im Sportmodus 7,9 Sekunden. Mit BaaS geht es ab 79.800 RMB plus 399 RMB monatlich. In Deutschland ist er aktuell noch nicht erhältlich.
FAQ
1. Für wen ist der firefly im Alltag besonders interessant?
Für alle, die ein kompaktes Auto für die Stadt wollen, aber nicht auf vernünftigen Stauraum, Komfort und aktuelle Technik verzichten. Der Wendekreis von 9,4 Metern, die durchdachte Innenraumgestaltung und die überschaubaren Außenmaße spielen genau dort ihre Stärken aus, wo enge Straßen und enge Parkhäuser Alltag sind. Pendler, kleine Familien oder Vielfahrer in der Stadt treffen es gut. Gleichzeitig zeigt der firefly, dass ein Kleinwagen nicht spartanisch sein muss. Er verbindet praktischen Nutzen mit freundlichem Design und digitalen Funktionen, die den täglichen Einsatz spürbar erleichtern.
2. Was macht das Innenraumkonzept des firefly so besonders?
Der flache Boden vorn in Verbindung mit der bankähnlichen Sitzlösung. In engen Parklücken rutschst du einfach rüber – das ist kein Gimmick, das ist Alltag. Dazu kommen die vielen durchdachten Ablagen, der 404-Liter-Kofferraum plus 92-Liter-Frunk, umklappbare Rücksitze und bis zu 29 Liter zusätzlicher Stauraum im Fond. Das Paket wirkt trotz der kompakten Karosserie erstaunlich vielseitig. Genau das ist der Punkt: Der Innenraum ist nicht nur schön, er schafft echte praktische Vorteile im täglichen Einsatz.
3. Kann der firefly auch über die Stadt hinaus überzeugen?
Ja. Die WLTP-Reichweite von bis zu 330 Kilometern, die 100-kW-Schnellladefähigkeit und das moderne Infotainment machen ihn auch für Pendelstrecken und Ausflüge tauglich. Dazu kommen die umfangreichen Assistenzsysteme, der solide Sicherheitsstandard und ein Innenraum, der mit guter Lichtstimmung, kräftigem Sound und sauberer Bedienung punktet. Natürlich bleibt der Schwerpunkt der kompakte Elektro-Kleinwagen. Genau das ist aber sein Reiz: kein aufgesetztes Statussymbol, sondern ein intelligenter, vielseitiger Begleiter für unterschiedliche Einsatzzwecke.
Bilder: Hersteller



