Gelber Tonka Gladiator 2 von der Seite, mit großen Mickey-Thompson-Reifen und hochgeklappter Heckklappe; daneben steht ein Mann.
Der Tonka Gladiator 2 steht auf Reifen und Felgen von Mickey Thompson – er ist ein Einzelstück auf Basis des Jeep Gladiator. · Foto: autorini.de

Tonka Gladiator 2: Einzelstück mit 6,7-Liter-Cummins-Diesel

Den Namen Tonka kennen die meisten aus dem Kinderzimmer, von robusten Spielzeug-Lastern aus Stahlblech. Auf der SEMA Motorshow 2026 in Las Vegas trägt ein echter Pickup diesen Schriftzug: Der Tonka Gladiator 2 ist ein Einzelstück – Limited Edition 1 of 1 – und hat einen 6,7-Liter-Turbodiesel von Cummins an Bord.

Ein Lkw-Diesel im Spielzeug-Look

Heck des gelben Tonka Gladiator 2 mit schwarzer Warn-Elite-Stoßstange, rotem Bergungsseil und Schäkeln auf der SEMA Motorshow 2026 in Las Vegas.
Die Stoßstange des Tonka Gladiator 2 stammt aus der Elite-Reihe von Warn; am roten Bergungsseil hängt das Etikett von Factor 55. (Foto: autorini.de)

Die Spielzeugmarke Tonka gehört seit Jahrzehnten zum Spielwarenkonzern Hasbro. Beim Gladiator 2 wird sie zum Leitmotiv eines Umbaus, den man als Spielzeug im Maßstab 1:1 verstehen kann. Basis ist ein Jeep Gladiator, der Pickup aus der Wrangler-Familie.

Der wichtigste Eingriff betrifft den Antrieb. Der Cummins-Reihensechszylinder mit 6,7 Litern Hubraum ist in den USA vor allem aus den schweren Pickups von Ram bekannt, also aus Fahrzeugen, die für schwere Anhänger und Dauerlast gebaut sind. Ein solcher Motor bringt viel Drehmoment aus niedrigen Drehzahlen mit, im Gelände ist das ein Vorteil. Er ist aber auch deutlich größer und schwerer als die Motoren, die ab Werk in einem Mittelklasse-Pickup sitzen. Wie sich das Mehrgewicht auf der Vorderachse auf das Fahrverhalten abseits der Straße auswirkt, könnte nur eine Probefahrt zeigen.

Warn, Factor 55 und ARB: Ausrüstung für den echten Geländeeinsatz

Offenes Staufach an der Ladefläche des gelben Tonka Gladiator 2 mit rotem Bergungsseil, ARB-Gerät und Mickey-Thompson-Reifen.
Am Tonka Gladiator 2 hängt das rote Bergungsseil von Factor 55 im Staufach unter der Ladefläche, darüber sitzt das ARB-Gerät. (Foto: autorini.de)

Rund um den Antrieb setzt der Gladiator 2 auf Teile von Herstellern, die in der Offroad-Szene einen Namen haben. Die Stoßstange stammt aus der Elite-Reihe von Warn, dem US-Spezialisten für Seilwinden und Bergungstechnik. Am roten Bergungsseil hängt das Etikett von Factor 55, einem Hersteller von Bergungszubehör. Unter der Ladefläche ist ein Gerät von ARB verstaut, dem australischen Ausrüster für Expeditionsfahrzeuge. Der Wagen steht auf Reifen und Felgen von Mickey Thompson.

Am Fahrwerk sitzt ein Antirock-Offroad-Stabilisator. Dieser Stabilisator von Currie Enterprises ist so ausgelegt, dass die Achse im Gelände möglichst viel Verschränkung behält, der Wagen auf der Straße aber trotzdem nicht übermäßig schaukelt. Für einen Pickup, der durch den schweren Diesel kopflastiger wird, ist das ein sinnvolles Bauteil.

Unser Urteil: Showtruck mit ernst gemeinter Technik

Nahaufnahme des Vorderrads am Tonka Gladiator 2 mit grobem Mickey-Thompson-Reifen, schwarzer Felge und Antirock-Stabilisator darüber.
Der Tonka Gladiator 2 steht auf Reifen und Felgen von Mickey Thompson; am Fahrwerk sitzt ein Antirock-Offroad-Stabilisator. (Foto: autorini.de)

Kaufen kann man den Tonka Gladiator 2 nicht, denn es gibt ihn nur einmal. Deshalb ist er vor allem als Ideengeber interessant. Er zeigt, wie weit sich ein Mittelklasse-Pickup mit einem Diesel aus der Schwerlastklasse und Markenausrüstung treiben lässt. Die Teileliste ist stimmig, weil Warn-Stoßstange, Bergungsseil und Verschränkungs-Stabilisator zum Geländeeinsatz passen und nicht nur der Optik dienen. Offen bleibt, ob der große Cummins in diesem Format mehr ist als ein Statement. Wer sich für Motorumbauten und Overland-Ausrüstung interessiert, findet hier Anregungen; wer ein Fahrzeug für den Alltag sucht, nicht.

Quelle: eigene Recherche vor Ort, SEMA Motorshow 2026 Las Vegas, Tonka