Jeep Compass 4xe fährt durch Schnee auf winterlicher Teststrecke vor verschneiten Bäumen.
Der vollelektrische Jeep Compass 4xe beweist seine Traktion und Kontrolle auf verschneiter Straße in Arjeplog. (Foto: media.stellantis.com)

Bewährungsprobe im Schnee: Unterwegs mit dem Jeep Compass 4xe

Arjeplog am Polarkreis. In der letzten Folge der „Jeep Capability Stories“ mit dem Titel „Master the Impossible“ schickt Jeep den vollelektrischen Allrad-Compass 4xe auf Schnee, Eis und rutschigen Untergrund. Hier zählt nicht die reine Zahl auf dem Papier. Entscheidend ist, wie kontrollierbar das Auto bleibt, wenn die Fahrbahn plötzlich keinen Grip mehr bietet.

Der Jeep Compass 4xe sucht den Ernstfall

Jeep Compass 4xe fährt auf schneebedeckter Straße am Polarkreis bei winterlichen Bedingungen.
Der neue Jeep Compass 4xe demonstriert seine Wintertauglichkeit auf verschneiten Straßen in Arjeplog. (Foto: media.stellantis.com)

Der neue Compass 4xe soll genau die Werte zeigen, für die Jeep steht: Freiheit und Abenteuer abseits befestigter Straßen. Folge vier der Reihe verlegt den Schauplatz bewusst in eine winterliche Extremkulisse statt ins urbane Umfeld. Schnee, vereiste Passagen und wechselnde Haftung fordern jedes Fahrzeug. Der Compass 4xe setzt auf Allrad, die 4xe-Technologie mit zwei E-Motoren und das Selec-Terrain-System, um in diesen Bedingungen Traktion und Kontrolle zu liefern.

Die Botschaft ist alltagsrelevanter, als die Polarkreis-Kulisse vermuten lässt. Starkregen oder vereiste Landstraßen können jede bekannte Strecke schnell zum Problem machen. Genau dann zeigt sich, ob ein Auto seine Kraft sauber dosiert.

Zwei E-Motoren für kontrollierte Kraft

Jeep Compass 4xe fährt bei Schnee durch ein skandinavisches Dorf am Polarkreis
Der vollelektrische Jeep Compass 4xe demonstriert seine Traktionsfähigkeiten auf verschneiten Straßen in Arjeplog. (Foto: media.stellantis.com)

Entscheidend ist die Verteilung des Drehmoments. Die 4xe-Technologie arbeitet mit zwei separaten, elektronisch abgestimmten E-Motoren. Vorne 157 kW (213 PS) und 345 Nm, hinten 132 kW (179 PS) mit 232 Nm. Systemleistung: 276 kW (375 PS).

Leistung ist hier nicht Selbstzweck

Die Werte klingen sportlich. Im winterlichen Einsatz geht es aber nicht um brutale Beschleunigung, sondern um beherrschbare Kraft. Der elektrische Antrieb erlaubt es, Drehmoment blitzschnell und präzise an die Achse mit Grip zu schicken. Auf Glatteis entscheidet genau diese Dosierung, ob das Auto bleibt oder wegrutscht. Beim Compass 4xe steht die Kontrolle klar im Vordergrund.

Selec-Terrain als faszinierendes Detail

Jeep Compass 4xe fährt auf Schnee und Eis in winterlicher Landschaft.
Der vollelektrische Jeep Compass 4xe demonstriert seine Offroad- und Wintertauglichkeit auf verschneiter Teststrecke bei Arjeplog. (Foto: media.stellantis.com)

Das interessanteste Bauteil ist das Jeep Selec-Terrain-System. Fünf Modi stehen zur Wahl: AUTO, SPORT, SAND & MUD, SNOW und 4WD LOCK. Über den Drehschalter passt man das elektronische Traktionsmanagement an Wetter, Strecke und Untergrund an.

Der SNOW-Modus zeigt am deutlichsten, worum es geht. Getriebe, Drosselklappe und Allradsystem werden so kalibriert, dass Traktion maximiert und Durchdrehen der Räder verhindert wird. Gleichzeitig gibt das System nur 80 % der maximalen Leistung frei. Das klingt nach Verzicht. In der Praxis ist es eine kluge Abstimmung: Die progressive Drehmomentabgabe sorgt für deutlich mehr Ruhe und berechenbares Verhalten.

Warum der SNOW-Modus zählt

Im SNOW-Modus bleibt der Allrad dauerhaft aktiv. Beide Achsen arbeiten mit ausgewogenen, konservativen Schlupfschwellen. Ein Testfahrer nennt ihn die erste Wahl auf vereisten und rutschigen Fahrbahnen. Die progressive Drehmomentabgabe minimiert Radschlupf und erleichtert die Kontrolle. Wer regelmäßig bei schwierigen Bedingungen unterwegs ist, spürt hier den Unterschied sofort.

Mehr Sicherheit auf glattem Untergrund

Jeep Compass 4xe fährt auf verschneiter Straße am Polarkreis mit winterlicher Landschaft im Hintergrund.
Der vollelektrische Jeep Compass 4xe bewältigt eine verschneite Straße in Arjeplog, Schweden. (Foto: media.stellantis.com)

Der neue vollelektrische 4xe bildet das technische Spitzenmodell der Compass-Baureihe. WLTP-Reichweite bis 606 km, kombiniert 19,5–20,7 kWh/100 km, null Gramm CO₂, CO₂-Klasse A.

Zur Sicherheitsarchitektur gehört ein hochpräziser Drehzahlregler für den Elektromotor. Er regelt Beschleunigung, Verzögerung und Drehmomentverteilung, erkennt Radschlupf in Echtzeit, passt das Drehmoment an die aktuelle Belastung an und dämpft Schwingungen im Antriebsstrang. Gleichzeitig arbeitet er eng mit ABS und ESP zusammen. Auf nassen, vereisten oder rutschigen Offroad-Passagen ist diese Systemvernetzung wichtiger als jede einzelne Leistungsangabe.

Alltag statt Showeffekt

Die Extrembilder aus Arjeplog dienen keinem reinen Marketing-Zweck. Die Technik muss genau dort funktionieren, wo Haftung knapp wird – im Winter, bei Regen, auf rutschigen Wegen oder wechselndem Untergrund. Für ein geländegängiges Elektroauto ist das entscheidend. Reichweite allein reicht nicht. Der Fahrer braucht Vertrauen, wenn die Fahrbahn unberechenbar wird.

Bestellbar, aber ohne Preisangabe

Der im Video gezeigte neue Jeep Compass 4xe kann europaweit bestellt werden. Die letzte Folge „Master the Impossible“ liegt auf den europäischen Jeep-Websites sowie auf den YouTube- und Instagram-Kanälen der Marke.

Der Compass 4xe positioniert sich als vollelektrisches Allradmodell, das seine Qualitäten vor allem über kontrollierte Traktion, variable Fahrmodi und wintertaugliche Abstimmung definiert. Einen Preis nennt die Pressemitteilung nicht.

Bilder: Hersteller

FAQ

1. Warum ist der SNOW-Modus beim Jeep Compass 4xe so wichtig?

Der SNOW-Modus passt Getriebe, Drosselklappe, Allrad, Traktionskontrolle und ESP gezielt auf Situationen mit geringer Haftung an. Auf Schnee und Eis entscheidet nicht die volle Leistung, sondern wie fein das Auto seine Kraft auf die Straße bringt. Mit nur 80 % der Maximalleistung und progressiver Drehmomentabgabe reduziert er Durchdrehen spürbar. Das Ergebnis ist ruhigeres Fahrzeugverhalten und deutlich mehr Kontrolle – genau das, was man bei winterlichen Verhältnissen braucht.

2. Was zeigt die Wintererprobung in Schweden über den Charakter des Fahrzeugs?

Die Tests in Arjeplog zeigen den Compass 4xe unter realem Stress. Schnee, Eis und wechselnde Untergründe zeigen schnell, ob Allrad, die beiden E-Motoren und die Fahrmodi wirklich zusammenarbeiten. Hier wird sichtbar, ob das Auto berechenbar bleibt und Drehmoment sauber verteilt. Die Wintererprobung unterstreicht den Anspruch, dass Freiheit und Abenteuer nicht nur über Design, sondern über funktionierende Technik im Ernstfall entstehen.

3. Für wen ist der Jeep Compass 4xe besonders interessant?

Für alle, die ein Elektroauto wollen, das nicht nur in der Stadt sauber läuft, sondern bei Regen, Schnee oder rutschigen Wegen echten Mehrwert liefert. Wer Traktion, variable Modi und kontrolliertes Fahrverhalten schätzt, findet hier passende Technik. Man muss kein Hardcore-Offroader sein. Schon im normalen Winteralltag oder bei nasser Fahrbahn machen die Systeme den Unterschied. Elektrische Effizienz kombiniert mit Allradkompetenz und präziser Regelung – das ist der Kern.