Ohne Krach, aber mit Wumms. Beim Falcon Pro kommt die Spannung aus sofort anliegendem Drehmoment, schlankem Aufbau und dieser Mischung aus Mountainbike-Handling und Motocross-Stand. Genau das Bike für Fahrer, die den Trail lesen – Kurven, Kanten, loses Erdreich, kurze Anstiege, schnelle Richtungswechsel.
79BIKE positioniert es als Elektro-Motocross ab 18 Jahren. 19-Zoll-Offroad-Reifen im Format 70/100-19, Vollfederung und 83 Zentimeter Sitzhöhe. Das wirkt nicht wie Spielzeug, sondern wie ernsthaftes Sportgerät fürs Gelände – und je nach Version auch für die Straße.
Ein Dirtbike zwischen Trail und Alltag

Die Aufteilung in zwei Varianten ist der eigentliche Clou. Die Offroad-Version mit 10 kW und LED-Lichtleiste ist für den Wald gemacht. Die Road Edition läuft als S-Pedelec, bringt vordere Blinker, größere hintere Blinker, Rückspiegel und Kennzeichenhalter mit. Dazu COC-Papiere, die die Zulassung erleichtern. Führerschein und Nummernschild sind Pflicht. Wer zwischen Waldweg und Stadt pendelt, muss sich für eine der beiden entscheiden.
Der Reiz des einfachen Fahrens

Keine Kupplung, keine Gänge
Das stärkste Argument ist nicht die Spitzenleistung, sondern wie zugänglich sie ist. Keine Gänge, keine Kupplung. Der Kopf bleibt bei der Linie, der Körperhaltung und der Traktion.
Im Gelände zahlt sich das aus. Über Wurzeln, Stufen oder Geröll muss man schnell reagieren. Der direkte Antrieb ohne Schaltpausen macht das Fahren intuitiver. Das selbst entwickelte FOC-System soll mehr Kontrolle, weniger Fehler und höhere Geschwindigkeit über Hindernisse bringen. In der Praxis bleibt der Fokus stärker auf dem Untergrund.
Kraft aus der Mitte, Akku im Herzen

Mittig sitzt ein bürstenloser Permanentmagnet-Motor. Die Geländeversion liefert bis 10 kW Spitzenleistung, die Straßenvariante bleibt bei 4 kW. Das passt zur Ausrichtung: maximaler Punch abseits der Straße, reglementierter Einsatz im Verkehr.
Der Akku ist mit 72 Volt und 35 Ah aus LG-Zellen aufgebaut, inklusive BMS, mehreren Temperatursensoren und stabiler Stromversorgung. Der Hersteller verspricht hohe Belastbarkeit und längere Lebensdauer. 75 Meilen Reichweite stehen im Datenblatt – gut 120 km. Im schweren Gelände bei harter Gangart sieht die Realität deutlich anders aus.
Fahrwerk, Gewicht und das Gefühl fürs Gelände

Fastace-Federung für harte Wege
Bei einem elektrischen Dirtbike entscheidet das Fahrwerk mindestens so viel wie der Motor. Fastace 2.0-Gabel vorne, passender Fastace-Stoßdämpfer hinten. Zusammen mit den 19-Zoll-Reifen klar auf Offroad ausgelegt.
59 kg Fahrzeuggewicht sind für ein 72-Volt-E-Dirtbike ein guter Wert. Jedes Kilo weniger spürt man beim Umsetzen in engen Passagen, beim Anbremsen vor Kehren und beim Herausbeschleunigen aus Spurrillen. Zuladung maximal 136,1 kg. Personenmitnahme ist nicht vorgesehen – reines Einpersonen-Gerät für fokussiertes Fahren.
Display, NFC und kleine moderne Kniffe




Das vergrößerte Display liefert mehr Infos und wirkt hochwertiger. Neutral-Modus erleichtert das Schieben beim Parken. Der Lichtsensor wechselt automatisch zwischen Tag- und Nachtmodus – praktisch bei wechselnden Bedingungen im Wald oder bei Dämmerung.
Die NFC-Entriegelung per Smartphone ist bei einem Dirtbike kein reines Gimmick. Sie zeigt, wie klassische Offroad-Härte mit moderner Elektrotechnik zusammengeht. Genau diese Mischung macht den Reiz aus.
Tempoangaben mit genauer Einordnung
Bei der Höchstgeschwindigkeit gibt es unterschiedliche Werte. Die technischen Daten nennen 28 mph, also rund 45 km/h. In der Kurzbeschreibung taucht 56 mph auf – etwa 90 km/h. Immer die konkrete Version und Konfiguration prüfen.
Klar ist der Performance-Anspruch: 410 Nm Drehmoment, 3,5 Stunden Ladezeit, 72-Volt-Akku und bis 10 kW in der Geländeversion. Das liegt weit über dem, was man von üblichen E-Bikes kennt. Ein elektrisches Dirtbike für alle, die Staub, direkte Leistungsentfaltung und Technik mögen.
Der Preis liegt bei 4.319 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
1. Für wen eignet sich das 79BIKE Falcon Pro besonders?
Für Fahrer, die ein sportliches, direktes Elektro-Dirtbike mit geringem Gewicht und spontanem Drehmoment wollen. Ohne Gänge und Kupplung bleibt der Fokus komplett auf Linie, Balance und Untergrund. Es ist kein Alltagsrad für gemütliche Runden, sondern klar auf dynamisches Offroad-Fahren und aktive Fahrweise ausgelegt.
2. Worin unterscheiden sich die Gelände-Version und die straßenzugelassene Variante?
Die Gelände-Version liefert mit 10 kW maximalen Punch auf losem Untergrund. Die Road Edition ist als S-Pedelec zugelassen, hat dafür weniger Leistung, aber alle nötigen Teile für den Straßenbetrieb: Blinker, Spiegel, Kennzeichenhalter und COC. Wer legal auf der Straße fahren will, nimmt diese. Wer nur im Gelände bleibt, greift zur reinen Offroad-Version. Die Wahl hängt vom tatsächlichen Einsatz ab.
3. Welche Rolle spielen Reichweite, Ladezeit und Gewicht in der Praxis?
Die 120 km Reichweite sehen auf dem Papier gut aus, schrumpfen aber bei harter Beschleunigung und schwerem Gelände spürbar. 3,5 Stunden Ladezeit sind alltagstauglich. Das Gewicht von 59 kg ist ein echter Vorteil: In engen Passagen, technischen Stellen und beim aktiven Umsetzen lässt sich das Bike deutlich besser kontrollieren. Diese drei Werte entscheiden am Ende, wie viel Spaß das Falcon Pro wirklich macht.



