Lincoln Navigator 2027 als großes SUV auf einer Landstraße in Fahrt, Seitenansicht
(Foto: lincoln.com)

Lincoln Navigator 2027: Luxus-SUV aus den USA

5,33 Meter lang, fast zwei Meter hoch und breit. Der Lincoln Navigator 2027 gewinnt seinen Auftritt durch schiere Größe und ruhige Präsenz. Drei vollwertige Reihen, bis zu acht Plätze, 533,4 Zentimeter in der Normalversion, 563,6 beim L. Seit dem Modelljahr 1998 steht der Name genau für diese Mischung aus amerikanischem Luxus und ausladendem Format. Kein Wagen für enge Altstadtgassen – sondern für lange Strecken und Menschen, denen Raum kein Kompromiss ist.

Ein großes SUV mit ruhigem Auftritt

Frontansicht des Lincoln Navigator 2027 auf einer Landstraße bei Sonnenuntergang
Der neue Lincoln Navigator 2027 – SUV für den großen Auftritt. (Foto: lincoln.com)

Der 2027er bleibt dieser Linie treu. Stattlich, aber nicht plump. 198,9 cm Höhe, 203,2 cm Breite ohne Spiegel, 311,2 cm Radstand. Beim Navigator L wächst der Radstand auf 334,0 cm – vor allem der Stauraum hinter der dritten Reihe profitiert spürbar.

Premiere, Reserve und Black Label

Die Palette umfasst Premiere, Premiere L, Reserve, Reserve L, Black Label und Black Label L. Schon die Premiere-Version bringt Lincoln Split Gate, Lincoln Digital Experience, dritte Sitzreihe im 60/40-Format, Lincoln Connectivity Package, Lincoln BlueCruise und das Lincoln Security Package. Reserve legt Lincoln Rejuvenate mit Digital Scents, ein Revel Ultima 3D-Audiosystem mit 28 Lautsprechern, elektrisch ausfahrbare Trittbretter, Premium-Leder in den ersten beiden Reihen und das Panoramic Vista Roof obendrauf.

Das Split Gate ist mehr als eine Heckklappe

Geöffnete Split Gate-Heckklappe eines Lincoln Navigator 2027, großer Kofferraum und dritte Sitzreihe sichtbar.
Geöffnete zweiteilige Heckklappe des Navigator 2027 mit Blick auf den großzügigen Kofferraum und die dritte Sitzreihe. (Foto: lincoln.com)

Das interessanteste Detail sitzt am Heck. Das serienmäßige Lincoln Split Gate ist zweiteilig: oberer Deckel öffnet nach oben, untere Klappe senkt sich waagerecht wie eine Ladebordwand. Praktisch auf dem Parkplatz, nützlich im Alltag. Man muss nicht immer die komplette Heckklappe aufreißen, der untere Teil taugt sofort als Sitzfläche.

Zusammen mit dem Cargo Tailgate Manager wird aus dem Heck ein mobiles Arbeits- oder Freizeitmodul. Rückenlehne, Ablage oder Tisch – das System trägt bis 15,9 Kilogramm. Für alle, die mit Boot, Sportgerät oder großem Familiengepäck unterwegs sind, ist das kein Marketing-Gag, sondern echtes Werkzeug.

Platz wie in einer Lounge auf Rädern

Innenansicht des Lincoln Navigator 2027 mit beigen Ledersitzen in drei Sitzreihen
Luxuriöser Innenraum des Lincoln Navigator 2027 mit großzügigem Platzangebot in drei Sitzreihen. (Foto: lincoln.com)

Innen spielt der Navigator seine eigentliche Karte aus. Serienmäßig sieben Sitze, maximal acht. 110,5 cm Beinfreiheit vorne, 103,9 cm in Reihe zwei, bei nach hinten geschobenem Sitz sogar 106,7 cm. Selbst die dritte Reihe bleibt mit 92,7 cm Beinfreiheit ernsthaft nutzbar.

Dritte Reihe ohne Strafbank-Gefühl

Die dritte Reihe hat elektrische Lehnenverstellung. Optional gibt es die 40/20/40 geteilte PowerFold-Bank, die per Tastendruck flach wird. Reihe zwei kommt serienmäßig mit beheizbaren Captain’s Chairs, wahlweise mit beheizten, belüfteten und massierenden Power Tailored Seats plus Mittelkonsole. Alternativ eine durchgehende Bank mit beheizten Außenplätzen.

Beim Gepäckraum zeigt sich der Größenunterschied klar. Hinter der dritten Reihe fasst der normale Navigator 611,6 Liter, der L 1.022,2 Liter. Hinter der zweiten Reihe 1.721,7 respektive 2.135,1 Liter. Mit umgelegter zweiter Reihe stehen 3.029,9 beziehungsweise 3.443,3 Liter zur Verfügung.

Digital, aber nicht kühl

Moderner Innenraum eines Lincoln Navigator 2027 mit großem Panoramadisplay, hochwertigen Sitzen und digitalem Cockpit
Luxuriöses Cockpit mit Panorama-Display und modernster Technologie im Lincoln. (Foto: lincoln.com)

Der Lincoln Navigator 2027 setzt stark auf digitale Features, ohne den Innenraum steril wirken zu lassen. Das 121,9 Zentimeter breite Panoramic Display bestimmt das Cockpit und erlaubt unter anderem Streaming. Die Lincoln Digital Experience bringt Google Assistant, Google Maps und Google Play an Bord.

Das Lincoln Connectivity Package ist vier Jahre inklusive und liefert einen unbegrenzten WLAN-Hotspot. Streaming und Arbeiten unterwegs gehören damit zum Konzept. Personal Profiles speichern Sitzposition, Spiegel, Audio und Klima. Lincoln Rejuvenate liefert fünf- bis zehnminütige multisensorische Sessions mit Licht, Klang, Duft und Komfortfunktionen.

V6-Power für große Aufgaben

Unter der Haube arbeitet ein 3,5-Liter-V6 mit zwei Turboladern, Direkteinspritzung und Start-Stopp. 324 kW bei 5.400 U/min, maximal 691 Nm bei 3.300 U/min. Die 10-Gang-SelectShift-Automatik mit Schaltwippen passt dazu. Serienmäßig 4×2, 4×4 optional.

Die Anhängelast macht den Wagen für schwere Freizeitaufgaben interessant. Richtig ausgestattet zieht der 4×4 bis 3.946,3 Kilogramm. Mit 61,0-Zentimeter-Rädern sinkt der Wert auf 3.855,5 Kilogramm beim normalen Navigator und 3.810,2 Kilogramm beim L. EPA-Verbrauch beim 4×2: 14,7 l/100 km Stadt, 10,2 l außerorts, 13,1 l kombiniert. Beim 4×4 liegen die Werte bei 15,7, 10,7 und 13,8 l/100 km.

Ein Navigator für lange Strecken

Zum Langstreckencharakter passt Lincoln BlueCruise. Das System erlaubt freihändiges Fahren auf freigegebenen Autobahnabschnitten, solange der Blick auf der Straße bleibt. Vier Jahre inklusive, die Blue Zones decken in Nordamerika über 209.214,7 Kilometer ab.

Der Navigator ist kein Sportgerät, sondern ein souveräner Reisewagen im XXL-Format. Adaptive Suspension, elektrische Servolenkung, Scheibenbremsen rundum, AdvanceTrac mit Roll Stability Control, Hill Descent Control und Seitenwindstabilisierung gehören zum Paket. Farben wie Nocturnal Blue, Bronze Fire, Infinite Black oder Pristine White treffen auf Interieurs wie Afterglow, Black Onyx, Hot Chocolate oder die Black-Label-Themen Invitation, Enlighten und Atmospheric. Einen Preis nennt Lincoln noch nicht.

FAQ

Für wen eignet sich der Lincoln Navigator 2027 am besten?

Für alle, die richtig viel Platz, hohen Reisekomfort und ruhige Präsenz brauchen. Familien mit mehreren Kindern profitieren von drei wirklich nutzbaren Reihen und dem riesigen Kofferraum – besonders die L-Version. Wer regelmäßig mit Sportausrüstung, großem Gepäck oder Anhänger unterwegs ist, bekommt hier ein passendes Werkzeug. In engen Innenstädten und kleinen Parkhäusern ist er schlicht unpraktisch. Der Charakter liegt auf Gelassenheit, Komfort und Langstreckentauglichkeit, nicht auf Wendigkeit.

Was macht den Innenraum des Lincoln Navigator 2027 besonders?

Die Mischung aus schieren Abmessungen, hochwertigen Materialien und wohnlichem Komfort. Überall viel Beinfreiheit – selbst in Reihe drei bleibt es erwachsenentauglich. Dazu beheizbare, belüftete und massierende Sitze, das große Panoramic Display und eine Bedienung, die nicht kalt wirkt. Lincoln Rejuvenate, Personal Profiles und das Revel Ultima mit 28 Lautsprechern machen den Innenraum eher zur rollenden Lounge als zum reinen Fahrerplatz.

Welche Stärken zeigt der Lincoln Navigator 2027 auf langen Reisen?

Genau hier spielt er seine Trümpfe aus. Der V6 läuft leise und kraftvoll, die Sitze sind langstreckentauglich, der Innenraum großzügig. BlueCruise nimmt auf freigegebenen Highways viel Stress raus, der WLAN-Hotspot und die Google-Integration halten einen bei Laune. Praktische Details wie das Split Gate und die enormen Ladevolumina runden das Paket ab. Der Navigator ist kein Stadtflitzer. Er ist ein souveräner Kilometerfresser.

Bilder: Hersteller