Grüner Microlino mit geöffneter Fronttür, eine Person steigt aus, moderne Gebäudewand im Hintergrund.
(Foto: microlino-car.com)

Microlino: E-Stadtauto mit Hommage an die 1950er

„This is not a car!“ Der Satz sitzt. Der Microlino ist ein leichtes Elektro-Microcar der Klasse L7e. Er wurde für enge Parklücken, kurze Wege und Menschen gemacht, die Mobilität nicht mit Masse gleichsetzen.

Die Form verbindet Retro mit klaren Linien und hat dafür den Good Design Award sowie den Car of the Year 2021 Award erhalten. Praktisch bleibt er trotzdem: Zwei Erwachsene haben Platz, der Kofferraum fasst 230 Liter. Und er passt quer in jede Lücke.

Raumkonzept im Stadtverkehr

Seitenansicht des Microlino Elektro-Microcars in Grau
Der Microlino verbindet Retro-Design mit moderner Elektromobilität für die Stadt. (Foto: microlino-car.com)

Vorne einsteigen, quer parken

Die Fronttür ist der eigentliche Trick. Man steigt direkt auf den Gehweg aus. Laut Datenblatt braucht der Microlino nur ein Drittel des Platzes eines normalen Autos. Das reicht, um neben einem SUV zu stehen oder in Garagen zu rollen, in die kein normales Auto passt.

Roter Microlino mit geöffneter Fronttür, Seitenansicht auf schwarzem Hintergrund
Der elektrische Microlino mit Fronttür, die das Ein- und Aussteigen direkt zum Gehweg ermöglicht. (Foto: microlino-car.com)

Innen ist er überraschend brauchbar. Sitzbank für zwei Erwachsene, Kofferraum, der Einkaufstaschen, einen grossen Koffer, zwei Handgepäckstücke oder drei Bierkisten schluckt. Genau der Pragmatismus, der im Alltag mehr bringt als Karosserievolumen.

Seitenansicht des kompakten orangefarbenen Microlino Elektrofahrzeugs vor weißem Hintergrund.
Der Microlino vereint Retrodesign mit moderner Elektromobilität und ist ideal für die Stadt. (Foto: microlino-car.com)

Leichtbau und Antrieb

Frontale Ansicht eines blauen elektrischen Microlino Microcars mit charakteristischer Fronttür und kompaktem Design.
Frontansicht des elektrischen Microlino Microcars in Blau, ein leichtes Stadtfahrzeug der Klasse L7e mit Retrodesign. (Foto: microlino-car.com)

Drei Batteriegrössen für unterschiedliche Distanzen

Technisch bleibt er bewusst einfach. Maximale Reichweite 228 km, Spitze 90 km/h. Leistung wird mit 12,4 oder 12,5 kW angegeben – je nach Stelle. 0–50 km/h in 5 Sekunden, Drehmoment 17,9 Nm bei 6500/min.

Drei Batterien stehen zur Wahl: 5,5, 10,5 und 15 kWh für 93, 177 respektive 228 km Reichweite. Ladezeit 0–80 % beträgt 2, 4 oder 5,5 Stunden. An der normalen Haushaltssteckdose ist er in vier Stunden voll aufgeladen.

Mehr als nur niedlich

Sicherheitszelle des Microlino aus Aluminium und Stahl, freigestellt vor schwarzem Hintergrund.
Die ultraleichte Sicherheitszelle des Microlino-Microcars als Basis für Stabilität und Langlebigkeit. (Foto: microlino-car.com)

Leichtbau mit Sicherheitszelle

Gewicht je nach Batterie 496, 513 oder 530 kg. Abmessungen: 2519 mm lang, 1473 mm breit, 1501 mm hoch. Aluminiumaussenhaut auf selbsttragender Stahlkarosserie soll Agilität, Stabilität und Langlebigkeit bringen. McPherson-Aufhängung und Sportmodus liefern das angekündigte Gokart-Feeling.

Im Alltag zählen die Details: Heizung mit 1,8-kW-PTC, Heckscheibenheizung, neue Klimaanlage und ein aufklappbares Sonnendach. Letzteres gibt dem kleinen Stromer fast cabrioartigen Charakter. Kurze Stadtfahrten fühlen sich dann deutlich leichter an.

Produktion, Fussabdruck und Kosten

Produziert wird in Turin. Rund 80 Prozent der Teile kommen von lokalen europäischen Zulieferern. Die Endmontagelinie ist 3000 Quadratmeter gross, solarbetrieben und mit moderner Ausrüstung ausgestattet.

100 Prozent elektrisch, null Emissionen im Betrieb. Der Hersteller nennt einen Fussabdruck von nur einem Drittel im Vergleich zu einem herkömmlichen Elektroauto sowie 60 Prozent tieferen Energieverbrauch. Dazu über 2500 Euro geringere Gesamtbetriebskosten pro Jahr und mehr als 50 Prozent günstiger als herkömmliche Fahrzeuge. Einen konkreten Preis sucht man auf der Seite vergeblich.

Bilder: Hersteller