Seitenansicht des Zeekr X Elektroautos in blauer Lackierung vor transparentem Hintergrund.
Der neue Zeekr X: Kompaktes Elektro-SUV für die Stadt. (Foto: zeekr.eu)

Aus China für die Stadt: Der elektrische Zeekr X

Der Zeekr X trifft mit 4,43 Metern Länge genau den Sweet Spot für die Stadt. Auf der reinen SEA-Plattform gebaut, liefert er bis 415 km WLTP, ordentliche DC-Ladeleistung und eine Ausstattung, die im echten Großstadtalltag etwas bringt. Klare Flächen, präzise Lichtsignaturen, kein unnötiger Krawall. Besonders auffällig: schon beim Näherkommen zeigt er außen auf der B-Säule Infos, die man sonst erst im Cockpit sieht. Das spart im hektischen Alltag tatsächlich ein paar Handgriffe und Nerven.

Design, Abmessungen und dieser eine Blickfang

Frontansicht des Zeekr X mit charakteristischer LED-Lichtsignatur
Detailansicht der markanten LED-Tagfahrlichter und klaren Linien des Zeekr. (Foto: zeekr.eu)

Exterieur mit urbaner Klarheit

4.432 mm lang, 2.029 mm breit mit Spiegeln, 1.566 mm hoch. Das passt noch gut in Parkhäuser und wirkt trotzdem nicht schmal. Die 3D-Tagfahrlichter mit doppelkantiger Signatur sind keine Spielerei – 56 einzeln ansteuerbare LEDs übernehmen Positionslicht, Tagfahrlicht und Blinker. Serienmäßig gibt es ein Panorama-Glasdach, das Licht hereinlässt, aber 99 Prozent UV-Strahlung und Wärme draußen hält. Funktioniert im Alltag und taugt auch für längere Touren.

Faszinierendes Detail: die intelligente B‑Säule

Die B-Säule ist das Feature, das wirklich hängen bleibt. Noch bevor du einsteigst, zeigt sie auf der Fahrertür SoC, Verriegelungsstatus oder den aktivierten Haustiermodus. Spart App-Geklicke und unnötige Schritte. Nach zwei Tagen willst du das nicht mehr missen – ein kleiner, aber feiner Vorteil im täglichen Gebrauch.

Antrieb, Performance und Bremsweg im Kontext der Stadt

Beschleunigung ohne Prahlerei

Im Privilege AWD leisten zwei Motoren 365 kW (496 PS) und 573 Nm. 0 auf 100 km/h in 3,7 Sekunden klingt sportlich, im dichten Verkehr kommt die Leistungsentfaltung aber gelassen und kontrollierbar rüber. Strom eben. Die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h passt zum Einsatzzweck. Wichtiger ist der Bremsweg: aus 100 km/h steht er nach 34,5 Metern. Das gibt echtes Vertrauen, wenn in der Stadt plötzlich etwas passiert.

Die heckgetriebenen Varianten mit 250 kW (Long Range) oder 200 kW (Core) wirken entspannter, lenken aber sehr sauber ein und haben genug Punch für Autobahnauffahrten. Traktion ist bei beiden RWD-Versionen gut.

Cockpit, Infotainment und Klang

Innenansicht des Zeekr X mit blau-weißer Lederausstattung und digitalen Anzeigen
Der Zeekr X punktet mit moderenm Interieu, großem Touchscreen und hochwertiger Ausstattung. (Foto: zeekr.eu)

Displays mit Sinn und Verstand

Verarbeitung ist sauber, Materialien hochwertig. Midnight Blue oder Polar White, dazu sinnvolle Details wie Brillenfach, induktive Ladeschale und zweifarbige Leselampen. Vor dem Fahrer sitzt ein 8,8-Zoll-Kombiinstrument, in der Mitte ein 14,6-Zoll-Touchscreen. Das 24,3-Zoll-AR-Head-up-Display legt die relevanten Infos direkt ins Sichtfeld – besonders im Stadtverkehr eine echte Hilfe.

OTA-Updates halten die Software frisch. Das Yamaha-Surround-System mit bis zu 13 Lautsprechern und Subwoofern klingt deutlich besser als erwartet. Ventilierte Vordersitze sind im Sommer ein echtes Komfortplus.

Lenkrad und digitale Displays im Cockpit des Zeekr X
Das moderne Cockpit-Design und die digitalen Anzeigen im X. (Foto: zeekr.eu)

Sicherheit, Assistenz und Struktur

Karosserie mit Sicherheitsfokus

Die SEA-Plattform sorgt nicht nur für gute Effizienz, sondern auch für solide Karosseriesteifigkeit. Sieben Airbags inklusive eines umfassenden Front-Beifahrerairbags und Kopfairbags bis zur A-Säule sind Serie. Die Anti-Kollisions-Träger mit 8-Rohr-Struktur halten seitlichen Einschlägen bis 65 Tonnen stand.

Dazu kommt ein vollwertiges ADAS-Paket, das in allen Versionen verbaut ist. Das Gesamtpaket wirkt ausgewogen – es entlastet im Alltag, ohne den Fahrer mit zu vielen Assistenz-Eingriffen zu nerven.

Laden, Reichweite, Varianten – was passt zum Alltag?

Reichweiten und Ladeleistung

Nahaufnahme: Ladestecker am Ladeanschluss des Zeekr X Elektroautos
Der Zeekr X soll mit einer Ladung bis zu 415 Kilometer weit kommen. (Foto: zeekr.eu)

Realistisch betrachtet reicht die Reichweite für Pendeln und Wochenendtrips locker aus: bis 415 km WLTP beim Allradler, 405 km beim Long Range RWD und 330 km beim Core RWD.

Beim Laden zeigt der Zeekr X Pragmatismus. Im besten Fall sind 10–80 % in 18 Minuten erledigt. Die maximale DC-Ladeleistung liegt je nach Version bei 230 kW (Long Range RWD), 150 kW (Privilege AWD) oder 130 kW (Core). An AC lädt er mit 11 kW in allen Versionen. Der Zugang zu über 600.000 Ladepunkten in Europa macht die Planung deutlich entspannter.

Trims im Überblick

Der Privilege AWD kommt mit Dual-Motor, 20-Zoll-Rädern, 69-kWh-Batterie und der intelligenten B-Säule. Das Long Range RWD hat 61 kWh, 19-Zoll-Räder und 5,5 Sekunden auf 100 km/h. Der Core RWD bildet mit 49 kWh, 19-Zoll-Rädern und 5,9 Sekunden den Einstieg.

Alle drei Versionen haben das komplette ADAS-Paket. Die Unterschiede liegen klar bei Antrieb, Ladeleistung und Ausstattung. Die Garantien sind praxisnah: 5 Jahre Fahrzeug (erweiterbar auf 10 Jahre bei planmäßigem Service), 8 Jahre auf die Batterie, 4 Jahre Lack, 12 Jahre Durchrostung und 3 Jahre Mobilitätsgarantie.

Preis

Offizielle Preise in Deutschland: Core RWD 37.990 EUR, Long Range RWD 42.990 EUR, Privilege AWD 47.990 EUR.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Ist der Zeekr X wirklich ein „Stadtauto“ – oder eher ein kleines Premium‑SUV für alles?

Er ist klar auf die Stadt ausgelegt – Abmessungen und Wendigkeit passen. Gleichzeitig sind die Reichweiten bis 415 km WLTP und die kurzen Ladestopps so gut, dass auch längere Touren ohne Drama funktionieren. Die intelligenten Details wie AR-Head-up-Display, Panorama-Dach und die B-Säule machen den Alltag spürbar entspannter. Kein reines Kurzstreckenauto, sondern ein echter City-Allrounder.

2) Welche Version passt zu mir: Core RWD, Long Range RWD oder Privilege AWD?

Core RWD reicht für die meisten Pendler vollkommen aus – günstigster Einstieg, ausreichend Reichweite und für den Stadt- und Überlandbetrieb völlig entspannt. Wer häufiger längere Strecken fährt oder im Winter mehr Reserven will, greift zum Long Range RWD mit deutlich besserer Ladeleistung und 405 km WLTP.

Der Privilege AWD ist nur sinnvoll, wenn du die maximale Performance, Allradtraktion und die B-Säule wirklich brauchst. Für den typischen Fahrer ist das meist Geldverschwendung.

3) Wie alltagstauglich ist Laden und Reichweite – auch ohne perfekte Infrastruktur?

Im Alltag entscheidet nicht die Prospektreichweite, sondern wie schnell und planbar du nachladen kannst. Der Zeekr X liefert hier mit 18 Minuten für 10–80 % einen sehr brauchbaren Wert. Je nach Version variiert die Spitzenleistung zwischen 130 und 230 kW.

Der große Vorteil ist der Zugriff auf über 600.000 Ladepunkte in Europa. Damit kommt man auch ohne eigene Wallbox gut zurecht – vorausgesetzt man plant ein bisschen voraus.