Polestar 1 fährt dynamisch auf einer kurvigen Landstraße bei bewölktem Himmel.
Der Polestar 1 präsentiert sich als elektrischer Performance-GT auf freier Strecke. (Foto: media.polestar.com)

Polestar 1 – das Reisecoupé mit Electric Performance Hybrid GT

4.586 Millimeter lang, 1.352 Millimeter flach, 2.360 Kilo schwer. Der Polestar 1 trat 2019 als erstes eigenständiges Serienmodell der frisch abgenabelten Marke an. Zweitüriges 2+2-Grand-Tourer-Coupé, bewusst limitiert, mit Kohlefaser-Karosserie und einem Hybridkonzept, das bis heute Respekt einflößt. Polestar wollte zeigen, wohin die Reise geht – nicht mit Werbegetöse, sondern mit realer Technik.

Kein gewöhnlicher Plug-in-Hybrid. Polestar nannte ihn Electric Performance Hybrid GT. Ein Reisecoupé, bei dem der elektrische Anteil nicht nur Alibi war.

Ein Coupé als technisches Versprechen

Polestar 1 Coupé im Straßenverkehr einer Großstadt zwischen anderen Fahrzeugen
Der Polestar 1 fährt im Stadtverkehr und demonstriert seine Alltagstauglichkeit als elektrischer Performance-GT. (Foto: media.polestar.com)

Die Proportionen passen. 4.586 mm Länge, 1.958 mm Breite, 1.352 mm Höhe und ein Radstand von 2.742 mm geben ihm ruhige Präsenz. Lang genug für echte Hochgeschwindigkeitsstabilität, kompakt genug, um nicht wuchtig zu wirken. Die Karosserie aus Kohlefaser war kein Deko. Sie senkte das Gewicht, den Schwerpunkt und steigerte die Steifigkeit.

Kohlefaser mit Zweck

Genau das hebt ihn von vielen anderen teuren Coupés der Zeit ab. Die Kohlefaser hatte hier einen Job – nicht nur fürs Foto.

Der faszinierende Trick an der Hinterachse

Weißer Polestar 1 als seitliche Studioaufnahme vor hellgrauem Hintergrund.
Das exklusive Polestar 1 Coupé mit Kohlefaserkarosserie und Hybridantrieb. (Foto: media.polestar.com)

Das beste Detail sitzt hinten. Zwei Elektromotoren, einer pro Rad. Entscheidend ist die unabhängige Ansteuerung. Das ergibt echtes Torque Vectoring. In Kurven kann das System das Drehmoment pro Rad millimetergenau dosieren – mehr Traktion, weniger Untersteuern, bessere Querdynamik.

Für alle, die Autos jenseits reiner Fortbewegung sehen, liegt genau hier der Reiz. Der Polestar 1 nimmt die alte GT-Idee und formt sie mit moderner Antriebstechnik neu.

Viel Kraft, aber nicht plump

Innenansicht des Polestar 1 mit Lenkrad, Digital-Cockpit und Kohlefaser-Oberflächen
Das Cockpit des Polestar 1 mit Kohlefaser-Dekor, digitalem Display und hochwertiger Verarbeitung. (Foto: media.polestar.com)

Unter der Haube arbeitet ein 2,0-Liter-Reihenvierzylinder mit Kompressor und Turbolader. Dazu drei E-Maschinen. Ergebnis: über 600 PS Systemleistung und 1.000 Nm. Das Achtgang-Automatikgetriebe ist auf Langstrecke ausgelegt, nicht auf nervöses Herunterschalten.

Ein Hybrid mit echter E-Reichweite

Die Batterie fasst 34 kWh.

124 Kilometer, die den Charakter verändern

Polestar 1 Coupé in Silber seitlich fotografiert, im Vordergrund eine steinerne Balustrade, im Hintergrund die Stadt Florenz mit Dom.
Der Polestar 1 als modernes Hybrid-GT-Coupé mit Blick auf Florenz im Hintergrund. (Foto: media.polestar.com)

Bis zu 124 Kilometer WLTP-Reichweite elektrisch. Damit war der Polestar 1 seinerzeit das Hybridmodell mit der größten elektrischen Reichweite weltweit. Das ist keine Randnotiz. Es verändert den gesamten Charakter: Im Alltag fährt er sehr lange rein elektrisch, auf der Langstrecke bleibt er der souveräne, kraftvolle GT.

Genau das macht ihn besonders. Kein halbherziger Übergang, sondern ein Auto, das beide Welten ernst nimmt. Leise in der Stadt, ausdauernd auf der Landstraße.

Fahrwerk und Bremsen mit Substanz

Der Polestar 1, ein weißes Hybrid-Grand-Tourer-Coupé, fährt auf einer kurvigen Landstraße durch einen lichten Laubwald
Das exklusive Hybrid-Coupé Polestar 1 von hinten während einer Fahrt durch eine bewaldete Kurve (Foto: media.polestar.com)

Verstellbare Öhlins-DFV-Dämpfer und Akebono-Sechskolben-Bremsen geben dem Konzept die passende Hardware. Bei rund 2,36 Tonnen Leergewicht kein Luxus.

Gebaut in kleiner Zahl

Produziert wurde er von 2019 bis 2021 in bewusst begrenzten Stückzahlen.

Der goldene Schlussakkord

Kofferraum eines Polestar 1, in dem die Batteriemodule und Technik sichtbar verbaut sind.
Der Kofferraum des Polestar 1 zeigt die Hybridtechnik mit auffälligen orangefarbenen Hochvoltkabeln. (Foto: media.polestar.com)

Einen klassischen Modellwechsel oder ein Facelift brauchte dieses Auto nicht.

Heute wirkt der Polestar 1 stärker nach als viele laute Sportwagen seiner Zeit. Ein technisch aufwendiges, eigenständiges Coupé, das die Grand-Tourer-Idee mit echter Elektrik verband. Sammlerstück und Technologieträger zugleich.

FAQ

Weißer Polestar 1 Plug-in-Hybrid-Coupé auf nasser Kopfsteinpflasterstraße vor historischen Gebäuden
Der Polestar 1 steht als sportliches Hybrid-Coupé vor einer Häuserzeile mit Steinmauern (Foto: media.polestar.com)

Warum gilt der Polestar 1 als besonderes Auto und nicht nur als weiterer Plug-in-Hybrid?

Er wurde nicht als Kompromiss entwickelt, sondern als vollwertiger Performance-GT mit ernsthafter elektrischer Komponente. Viele PHEV seiner Zeit nutzten den E-Antrieb nur als Ergänzung. Beim Polestar 1 bestimmt die Elektrik den Charakter – durch die große Batterie, die Kohlefaser-Karosserie, das Torque-Vectoring und bis zu 124 Kilometer WLTP elektrische Reichweite. Dazu kam seine Rolle als erstes eigenständiges Serienmodell der Marke. Das gab ihm deutlich mehr Gewicht als nur ein weiteres Modell.

Wie alltagstauglich war der Polestar 1 trotz seiner hohen Leistung und exklusiven Auslegung?

Genau das war sein stärkster Punkt. Viele Alltagsstrecken schaffte er rein elektrisch. Auf längeren Touren lieferte der Verbrenner dann souveräne Leistungsentfaltung. Das Fahrwerk war hochwertig abgestimmt, der Komfort für ein derart schweres Coupé gut. Klar, als 2+2 mit rund 2,36 Tonnen bleibt der Innenraum überschaubar. Trotzdem verband er Leistung, Stil und Alltagstauglichkeit besser als die meisten seiner Konkurrenten.

Welche Bedeutung hat der Polestar 1 heute rückblickend für die Marke und die Automobilgeschichte?

Er war der echte Startschuss für die heutige Polestar-DNA. Ein Auto, das zeigte, wie Elektrifizierung Charakter und Dynamik verstärken kann, statt sie zu verwässern. Hybridtechnik stand hier selbstbewusst im Mittelpunkt, nicht als Notlösung. Wegen der kleinen Stückzahlen und des eigenständigen Konzepts hat er heute den Reiz eines modernen Sammlerstücks mit echter historischer Bedeutung.

Bilder: Hersteller