Der Name passt schon. Santana Cajal klingt nach Staub, Steinen und langen Tagen hinterm Lenkrad. Denn Cajal ist der Name für eines kleineren Mondkraters, der innerhalb eines von Lava überschwemmten größeren Kraters liegt. Der neue Santana soll ein ernsthaftes Arbeitsgerät für Leute sein, die einen Geländewagen nicht nur wegen der Optik kaufen, sondern (nicht nur) staubige Pisten unter die Räder nehmen wollen.
Kantige Form, kurze Überhänge, bullige SANTANA-Front und senkrechte LED-Signatur. Rahmenlose Türen, elektrische Trittbretter und ein richtiger Metall-Unterbodenschutz. Das wirkt nicht verspielt, sondern zweckmäßig. Ein Auto, das in der Stadt funktioniert, auf der Landstraße und überall danach.
Ein neuer Geländewagen mit alter Seele

Santana hat echte Geschichte. 1956 fing in Linares alles mit Landtechnik an. Ab 1958 bauten sie Land Rover in Lizenz. 2011 war Schluss. Heute versucht Santana Motors, den alten robusten Charakter wiederzubeleben.
Der Name Cajal geht auf Santiago Ramón y Cajal zurück, den spanischen Nobelpreisträger für Medizin. Ungewöhnlich für einen Geländewagen. Funktioniert aber besser als eine weitere x-beliebige Zahlenkombination.
163 PS, 390 Nm und ein klarer Auftrag

163 PS, rund 120 kW. Für einen Geländewagen entscheidender sind die 390 Nm. Genau dieses Drehmoment spürt man, wenn ein Anhänger am Haken hängt oder der Untergrund weich wird.
Die Kraft geht über eine 8-Gang-Automatik an ein echtes 4×4-System. Mit angegebenen rund 2.500 kg Anhängelast wird der Cajal für Pferdebesitzer, Bootsfahrer und Leute mit schwerem Arbeitsgerät interessant.
Mehr als nur grobe Optik
In dieser Klasse gewinnt nicht die beste Prospektzahl. Sondern ob Drehmoment, Getriebeabstimmung und Allrad im Zusammenspiel funktionieren, wenn es langsam, kontrolliert und mit Last zur Sache geht.
Elf Fahrmodi und drei Sperren

Das Offroad-Paket ist der eigentliche Clou. Elf Modi sind ordentlich. Sperren an Vorderachse, Mitte und Hinterachse sind jedoch das echte Statement. Die lügen nicht bei Traktion.
Dazu kommen 800 mm Wattiefe, 220 mm Bodenfreiheit, 37 Grad Böschungswinkel vorn, 32 Grad hinten und 23 Grad Rampenwinkel. Werte, die auf Fels, in Spurrinnen, Sand, Schlamm oder Schnee wirklich zählen.
Der transparente Blick unter das Auto

Das 540-Grad-Sichtsystem mit transparentem Chassis ist richtig nützlich. Im Gelände siehst du oft nicht, was direkt unter dem Auto passiert. Das System kann den Unterschied machen zwischen souveränem Durchkommen und teurem Unterbodenschaden.
Innenraum: robust gedacht, modern gemacht

Der Innenraum soll nicht nur zweckmäßig sein. Leder, Ambientebeleuchtung und ordentliche Dämmung machen lange Etappen erträglicher. Ein moderner Geländewagen muss heute beides liefern – samstags im schweren Gelände und montags im Alltag.
Vier koordinierte Bildschirme. Zwei davon messen je 12,8 Zoll – einer zentral, einer für den Beifahrer. Dazu ein Soundsystem mit 11 Lautsprechern, ein Fahrersitz mit achtfacher Verstellung plus Memory-Funktion und 50 Watt kabelloses Laden.
Platz für Alltag und Abenteuer

530 Liter Kofferraum. Sitze umgelegt 945 Liter. Damit bleibt der Cajal nicht nur Offroad-Werkzeug, sondern auch praktisch für Reisegepäck, Ausrüstung oder den Wocheneinkauf.
Groß genug für die Reise, kompakt genug für die Stadt
4.790 mm lang, 1.940 mm breit, 1.915 mm hoch, Radstand 2.760 mm. Das gibt Präsenz, ohne dass enge Gassen und Parkhäuser zur Strafe werden.
85-Liter-Tank. Für Leute, die gern abseits der großen Achsen unterwegs sind, ist das mehr als eine Randnotiz. Reichweite ist Freiheit, besonders wenn die nächste Tankstelle weit entfernt liegt.
Der Santana Cajal ist ein klarer Gegenentwurf zu den vielen weichgespülten SUVs. Kantiges Design, echte Offroad-Technik und moderne Assistenz in einem Paket. Wer einen Geländewagen mit Charakter sucht, bekommt hier kein Showcar, sondern ein Fahrzeug mit Richtung: raus.
Interessentenliste statt Preisschild
Statt eines konkreten Preises gibt es derzeit nur eine Warteliste. Wer in Spanien beim Verkaufsstart priorisiert werden will, trägt sich ein. Einen Preis nennt Santana bisher nicht.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen ist der Santana Cajal eigentlich gedacht?
Für Leute, die mehr als nur Optik wollen. Wer regelmäßig Anhänger zieht, auf schlechten Wegen unterwegs ist oder längere Touren abseits befestigter Straßen macht, findet hier ein Fahrzeug mit klarer Ausrichtung. Gleichzeitig ist der Innenraum modern genug, dass man ihn auch im normalen Alltag nicht bereut. Er versucht, Nutzen, Alltagstauglichkeit und echte Offroad-Fähigkeiten unter einen Hut zu bringen.
Was macht den Santana Cajal im Gelände besonders interessant?
Die Kombination aus klassischer Mechanik und modernen Helfern. Drei Sperren, 4×4, 800 mm Wattiefe und 220 mm Bodenfreiheit findet man bei den meisten SUV nicht. Elf Fahrmodi erweitern das Einsatzgebiet. Entscheidend ist aber, wie das alles zusammenarbeitet. Das 540-Grad-System mit transparentem Chassis hilft zusätzlich, teure Bodenberührungen zu vermeiden.
Warum könnte der Santana Cajal für Interessenten attraktiv sein, obwohl noch kein Preis bekannt ist?
Weil er ein klares Profil hat und sich deutlich von den vielen weichen Lifestyle-SUVs absetzt. Er wirkt glaubwürdig – robuste Technik, vernünftige Maße und ein Innenraum, der nicht nur nach Arbeit riecht. Die Warteliste zeigt, dass Santana früh Nachfrage sammeln will. Viele werden erstmal abwarten, was das Gesamtpaket kostet. Aber das Konzept hat Substanz.


