Motorradfahrer auf roter GasGas SM 700 2024 beim sportlichen Fahren auf einer kurvigen Bergstraße.
(Foto: gasgas.com)

Wenn die Kurve ruft: Die GasGas SM 700

Die GasGas SM 700 2024 ist ein Motorrad für alle, die Supermoto nicht als Stilfrage verstehen, sondern als Haltung. Schon die technischen Eckdaten machen klar, wohin die Reise geht: 692,7 Kubikzentimeter Hubraum, ein Einzylinder-Viertaktmotor mit 55 Kilowatt beziehungsweise 74 PS und ein maximales Drehmoment von 73,5 Newtonmetern bei 6.500 Umdrehungen pro Minute. In dieser Klasse ist das eine Ansage, die auf unmittelbare Reaktion zwischen Gasgriff und Hinterrad abzielt.

Dazu passt das geringe Gewicht von 148,5 Kilogramm ohne Kraftstoff. In Verbindung mit dem Chrom-Molybdän-Gitterrohrrahmen, der einteiligen Aluminiumschwinge und dem langen Federweg entsteht ein Paket, das auf Agilität, Präzision und schnelle Lastwechsel ausgelegt ist. Die aufrechte Sitzposition, die Sitzhöhe von 898 Millimetern und die Bodenfreiheit von 237 Millimetern zeigen ebenfalls, dass diese Maschine konsequent für maximale Kontrolle gedacht ist.

Ein faszinierendes Detail: der große Einzylinder

Zwei Fahrer auf GasGas SM 700 2024 Motorrädern bei sportlicher Fahrt auf einer Landstraße, rote Motorradbekleidung, dynamische Szene
Die GasGas SM 700 – Supermoto als echter Kurvenräuber. (Foto: gasgas.com)

Das eigentliche Herzstück dieser Supermoto ist ihr Motor. Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder bringt 74 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute und verbindet seine Leistung mit einem Motorgewicht von nur 43,4 Kilogramm. Gerade bei einem Konzept wie der SM 700 ist das mehr als eine Zahl. Ein leichter Motor unterstützt das direkte, lebendige Fahrgefühl, das Fans dieser Gattung suchen.

Direkt, lebendig, kompromisslos

Mit einer Bohrung von 105 Millimetern, einem Hub von 80 Millimetern und einer Verdichtung von 12,7 zu 1 setzt der Antrieb klar auf spontane Kraftentfaltung. Unterstützt wird das durch das 6-Gang-Getriebe, den Quickshifter und die hydraulisch betätigte APTC-Antihopping-Kupplung. Gerade beim harten Anbremsen vor engen Kehren oder beim schnellen Hochschalten auf kurzen Geraden spielt diese Technik ihre Stärke aus. Die Leistungsentfaltung bleibt damit nicht abstrakt, sondern wird im Fahrbetrieb konkret nutzbar.

Fahrwerk, Bremsen und Elektronik im Alltag der Supermoto

GasGas SM 700 2024 Supermoto-Motorrad in Rot auf einer Rennstrecke
Die GasGas SM 700 2024 vereint Agilität, Leistung und moderne Technik in einem sportlichen Supermoto-Design. (Foto: gasgas.com)

Vorn arbeitet eine WP APEX 48 mit 215 Millimetern Federweg, hinten ein WP APEX-Federbein mit Pro-Lever und 240 Millimetern Federweg. Zusammen mit dem Radstand von 1.476 Millimetern und 17-Zoll-Speichenrädern mit Aluminium-Tubelessfelgen ergibt sich eine Geometrie, die Stabilität und Verspieltheit zusammenbringen will. Bereift ist die SM 700 mit Continental ContiAttack SM EVO.

Sicherheit ohne den Charakter zu glätten

Bei den Bremsen setzt GasGas vorne auf eine 320-Millimeter-Scheibe mit Brembo-Vierkolben-Radial-Festsattel, hinten auf 240 Millimeter mit Brembo-Einkolben-Schwimmsattel. Hinzu kommen ein abschaltbares Bosch-ABS mit Kurven-ABS sowie eine schräglagenabhängige, ebenfalls abschaltbare Traktionskontrolle. Umschaltbare Fahrmodi und ein A2-Mapping mit Reduzierung auf 30 Kilowatt erweitern den Nutzwert, ohne den Charakter der Maschine zu verwässern.

Optisch bleibt die SM 700 ihrer Linie treu: auffälliges Rot, markante Grafiken, schwarze gepolsterte Sitzbank mit rutschfestem Bezug. Auch Verbrauch und Emissionen fallen mit 4,1 Litern auf 100 Kilometer und 96 Gramm CO₂ pro Kilometer zeitgemäß aus. Der Listenpreis liegt bei 11.549,00 Euro, hinzu kommen 495,00 Euro Überführungs- und Nebenkosten.

Bilder: Hersteller