autorini.de-Test – So fährt sich der neue Mitsubishi Grandis

Der neue Mitsubishi Grandis positioniert sich als modernes Familien- und Alltagsfahrzeug, das viel Platz für Familie, Hobby und Reisegepäck bietet. Doch wie fährt er sich? autorini.de hat den Grandis rund 14 Tage lang ausführlich getestet.

Der Mitsubishi Grandis ist Alltags- und Familienauto mit viel Platz. Doch wie schlägt er sich im Alltag?

Der Mitsubishi Grandis – zwei Antriebe zur Wahl

Wer sich für den Grandis entscheidet, steht vor der Wahl: Entweder der 1,3-Liter-Turbo-Mildhybrid mit 140 PS oder der 1,8-Liter-Vollhybrid mit insgesamt 158 Pferdestärken – 109 aus dem Vierzylinder-Benzinmotor und 49 zusätzliche aus dem E-Antrieb. Die Hybridtechnik ist in jedem Fall mit an Bord. Der Mildhybrid unterstützt den Benziner beim Beschleunigen elektrisch – ohne externe Lademöglichkeit. Das soll den Verbrauch senken und den Fahrkomfort erhöhen.

Der Vollhybrid verfügt über einen Vierzylinder-Benzinmotor mit 109 PS und zwei E-Motoren mit zusätzlichen 49 Pferden.

Der Vollhybrid kombiniert einen 1,8‑Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren und soll es damit im Stadtverkehr ermöglichen bis zu 80 Prozent der Strecke ohne Benzin zurückzulegen. Die Umschaltung von E-Antrieb auf den Kraftstoffmotor erfolgt dabei automatisch. Einen Anschluss, um den Vollhybrid mit Strom aufzuladen gibt es auch hier nicht. Die Akkus werden beim Fahren automatisch nachgeladen.

Die Modi ECO, COMFORT und SPORT regeln die Voreinstellungen fürs Fahren.

Der Grandis bietet vier Fahrmodi, die über das Infotainment-System ausgewählt werden können. Je nach Modus ändern sich Gasannahme, Lenkung, Fahrwerk und Klimatisierung – und natürlich der Verbrauch. Im ECO-Modus liegt der Fokus auf Effizienz durch sanftere Gasannahme, angepasste Schaltpunkte und reduzierte Klimaleistung. Der COMFORT-Modus bietet eine leichtere Lenkung, ein weicheres Fahrwerk und eine entspanntere Abstimmung. SPORT sorgt dafür, dass man – klar – etwas sportlicher unterwegs sein kann. Im PERSO-Modus schließlich können Einstellungen individuell angepasst werden.

Über das Menü lassen sich individuelle Eistellungen vornehmen,

Und letzteres ist auch gut so. Denn über diese Einstellung lassen sich die diversen Sicherheitsfeatures, wie Geschwindigkeitswarner oder Spurhalteassistent, abschalten. Das muss man zwar bei jedem Fahrtantritt erneut auswählen und bestätigen, ist es einmal programmiert, bedarf es dafür jedoch nur das zweimalige Drücken eines Schalters links neben dem Lenkrad. Und damit sind dann – je nach Auswahl – nerviges Gepiepse und ungewollte Lenkeingriffe aus.

Zweimal Schalter betätigen – Piepsen und Lenkeingriff sind ausgeschaltet.

Für den Grandis sind drei Getriebevarianten zu haben: Sechsgang‑Schaltgetriebe, Multi‑Mode-Automatikgetriebe sowie ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Also nochmal die berühmte Qual der Wahl beim Ankreuzen der Optionen. Unser Testfahrzeug war übrigens der Vollhybrid mit der Multi-Mode-Automatik.

Im autorini.de-Test – So fährt sich der neue Mitsubishi Grandis

Im autorini.de-Test – so fährt sich der neue Mtsubishi Grandis.

Eigentlich könnte man es jetzt ziemlich kurz machen: Zuverlässig, sicher, entspannt, unaufgeregt. So ließe sich das Fahren im Grandis beschreiben. Vor allem aber sparsam. Im Durchschnitt zeigte die Verbrauchsanzeige bei unserem Test zwischen rund 5,4 und 5,6 Liter auf 100 Kilometer an. Das aber auch nur, weil wir an der einen oder anderen Stelle wissen wollten, was geht. Ist man auf längeren Strecken im ECO-Modus unterwegs, sollte sich das noch unterbieten lassen.

Den neue Mitsubishi lässt sich im Alltag sicher, entspannt und bequem fahren. Wir haben ihn nur ungern wieder abgegeben.

Der Grandis ist ein echtes Alltagsauto, das sich wirklich sehr entspannt, sicher und ruhig fahren lässt. Man fühlt sich auf Anhieb wohl auf dem Fahrersitz. Die Instrumente und den mittigen Bildschirm hat man gut im Blick und es gibt für die wichtigsten Funktionen – Gott sei Dank – auch „richtige“ Schalter unter dem Touch-Display. Denn so lenkt das Suchen nach dem richtigen Auswahlmenü beim Fahren nicht ab. Sitz- und Lenkradheizung, Klima und Lüftung sind darüber hinaus auf dem Display ganz unten eingeblendet und sofort zu finden.

Und viel Platz bietet der Grandis auch. Da bei unserem Testwagen kein Reserverad, sondern ein Notset dabei war, bietet der Kofferraum insgesamt fast drei Ebenen. Ganz unten ein kleines und schmales Fach, in dem Werkzeug und Pannenset untergebracht werden können, darüber eine Ebene, die über eine angedeutete Mulde für das Ersatzrad verfügt und ganz oben ein flacher Ladeboden, der schon für sich genommen viel Platz für Gepäck oder Einkäufe bietet. Wem das nicht reicht, der klappt die zwei-drittel-geteilten Sitzlehnen der Rückbank um.

Die geteilte Rückbank ermöglicht es noch mehr Gepäck oder Einkäufe einzuladen.

Will man dort stattdessen sitzen, hat man nicht nur ausreichend Beinfreiheit, sondern auch die Möglichkeit eine hintere Lüftung einzustellen oder sein Handy zu laden – oder die Tablets der Kids während der langen Fahrt in den Urlaub mit Strom zu versorgen. Und vorne, vorne hat man ebenfalls viel Platz. Die Sitze sind bequem und man dürfte es auch auf längeren Fahrten gut darauf aushalten.

Nette Gimmicks im neuen Mitsubishi Grandis

Eine der Ausstattungen im Grandis ist das elektrochrome Panorama-Glasdach, das per Knopfdruck oder Sprachbefehl gedimmt werden kann. Zusammen mit UV-Schutz soll es ein helles, temperiertes Ambiente schaffen. Heißt im Klartext: Entweder durchsichtig und freier Blick in den Himmel oder weiß eingefärbt, und zwar etwas lichtdurchlässig, aber blickdicht. Das Besondere daran: Das Dach kann wahlweise nur im vorderen oder hinteren Bereich gedimmt werden oder komplett.

Ob es das braucht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Uns persönlich wäre ein Schiebedach lieber gewesen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und wir sind nun mal Frischluft-Fanatiker. Eine spannende Lösung ist das Glasdach allemal. Und es zeigt, was heute alles möglich ist.

Der Grandis kann selbstständig einparken. Ob nach rechts, nach links oder nach hinten wählt man vor.

Über das Display lässt so ziemlich alles anwählen, was man heute so braucht – oder zu brauchen glaubt. Apple CarPlay, Android Auto, Google Play Store, Bluetooth-Audio, Google Assistant und Maps – und natürlich das gute alte Radio. An sich also nichts Besonderes. Besonders wird es dagegen bei der Möglichkeit den Grandis selbstständig einparken zu lassen. Dazu wählt man aus, ob sich die Parklücke rechts oder links befindet oder rückwärts eingeparkt werden soll. Auch keine Neuheit, aber eine, die nach und nach in immer mehr Fahrzeugen Einzug halten dürfte.

Infos und Preise des Mitsubishi Grandis

Der Grandis ist in insgesamt sieben verschiedenen Ausführungen mit teils unterschiedlichen Getrieben erhältlich:

  • Grandis Mildhybrid Diamant 1.3 Turbo 104 kW (140 PS) 6-Gang – ab EUR 25.990,-
  • Grandis Mildhybrid Diamant PLUS 1.3 Turbo 104 kW (140 PS) 6-Gang und Grandis Mildhybrid Diamant PLUS 1.3 Turbo 104 kW (140 PS) 7-Gang-DCT– ab EUR 27.990,-
  • Grandis Hybrid Diamant PLUS 1.8 80 kW (109 PS), Elektromotor 36 kW (49 PS), Systemleistung 116 kW (158 PS) Multi-Mode-Automatik – ab EUR 30.990,-
  • Grandis Mildhybrid Intro Edition 1.3 Turbo 104 kW (140 PS) 6-Gang und Grandis Mildhybrid Intro Edition 1.3 Turbo 104 kW (140 PS) 7-Gang-DCT – ab EUR 31.490,-
  • Grandis Hybrid Intro Edition 1.8 80 kW (109 PS), Elektromotor 36 kW (49 PS), Systemleistung 116 kW (158 PS) Multi-Mode-Automatik – ab EUR 34.490,-
  • Grandis Mildhybrid Diamant TOP 1.3 Turbo 104 kW (140 PS) 7-Gang-DCT – ab EUR 36.890,-
  • Grandis Hybrid Diamant TOP 1.8 80 kW (109 PS), Elektromotor 36 kW (49 PS), Systemleistung 116 kW (158 PS) Multi-Mode-Automatik – ab EUR 37.890,-

Preise laut Mitsubishi-Webseite – Stand April 2026

Die Sondermodelle der Intro-Edition verfügen unter anderen über:

  • 19-Zoll-Leichtmetallfelgen
  • 360-Grad-Umgebungskameras
  • Ambientebeleuchtung
  • Ausstiegsassistent
  • beheizbares Lenkrad
  • Frontscheibenheizung
  • höhenverstellbarer Beifahrersitz
  • Parkassistent
  • Privacy Verglasung
  • sensorgesteuerte Heckklappe
Der Grandis ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich. Der Standard Royal Blau kostet keinen Aufpreis.

Insgesamt stehen fünf Farben zur Verfügung. Royal-Blau ist der Standard, der ohne Aufpreis zu haben ist. Onyx-Schwarz und Anthrazit-Grau kosten 800 Euro extra, für Aurora-Rot und Himalaya-Weiß werden 900 zusätzliche Euro fällig.

Preise laut Mitsubishi-Webseite – Stand April 2026

Unser Fazit zum neuen Mitsubishi Grandis

Der Grandis als Vollhybrid ist ein Auto, das wir am Ende des Testzeitraums tatsächlich sehr ungern wieder abgegeben haben. Für die Größe und das Platzangebot ist er günstig im Verbrauch. Das Nachladen der Akkus im Fahrbetrieb funktioniert gut. Der Grandis schaltet zwischendrin immer wieder selbstständig auf den E-Antrieb um – auch bei 100 km/h auf der Autobahn – und trägt so zum geringen Verbrauch bei.

Der Mitsubishi Grandis schaltet auch bei Tempo 100 hin und wieder auf E-Antrieb um, verfügt aber über genügend Reserven, um auch zügig überholen zu können.

Das Fahren selbst ist absolut angenehm. Man fühlt sich sicher in dem Wagen, er fährt sich leicht und ist trotz der Größe wendig. Klar, ein Sportwagen ist er nicht, will er aber auch gar nicht sein. Dennoch geht beim beherzten Tritt aufs Gaspedal was. Haben wir natürlich auch ausprobiert. Damit verfügt er zum Beispiel bei Überholmanövern über ausreichend Reserven. Wer also ein neues Alltagsauto sucht, das auch der Familie oder dem Hobby genug Platz bietet und für Urlaubsfahrten geeignet ist, der sollte den Grandis in seine Auswahl mit aufnehmen, ihn sich näher ansehen und eine Probefahrt vereinbaren.

Unser Fazit: ein rundum tolles Auto für Alltag, Familie, Hobby und Urlaubsreisen.