Der 2019er Koenigsegg Regera in Candy Apple Red-tinted Carbon mit Burgundy Desiato Leder setzt klare Akzente. Warm, satt, teuer und dennoch technisch kompromisslos. Koenigsegg hat hier kein weiteres Hypercar gebaut, sondern seine eigene Vorstellung von einem luxuriösen Megacar. Für Fahrer, die Geschwindigkeit nicht als reine Zahl sehen, sondern als Kombination aus Leistungsentfaltung, Druck, Strom und mechanischer Direktheit.
Ein Regera mit besonderer Aura

Nur 80 Exemplare sind zwischen 2016 und 2022 entstanden. Das macht jedes einzelne zum Stück Automobilgeschichte. Besonders selten ist die Kombination aus Environmental Power Upgrade und Ghost Package. Angeblich gibt es weltweit nur fünf Regera mit beiden Ausstattungen. Damit steht dieses Exemplar nochmal deutlich über der ohnehin kleinen Serie.
Der Wagen wird als Lot S197 bei der Nashville 2026 Auktion angeboten. Der Ausruf ist für Samstag, 26. September, vorgesehen. Interessanter als der Auktionsmoment selbst ist jedoch die Frage, wofür der Regera eigentlich steht. Er markiert eine Zeit, in der Hybridtechnik nicht mehr nach Verzicht klang, sondern nach klarer Überlegenheit.
Hybridtechnik ohne Kompromiss

Im Zentrum sitzt ein 5,065 Liter großer Twin-Turbo-V8 mit drei voneinander unabhängigen Elektromotoren. Die kombinierte Leistung wird mit 1.500 HP bei 7.800 U/min angegeben, mit E85 mit 1.757 HP. Solche Werte wirken weniger wie klassische Leistungsdaten, sondern wie ein technisches Statement.
Das faszinierende Herz: Koenigsegg Direct Drive
Der eigentliche Clou liegt aber nicht allein in der Leistung. Es ist das Koenigsegg Direct Drive – ein Ein-Gang-System. Während die meisten Hochleistungsautos über aufwendige Mehrganggetriebe ihre Kraft portionieren, verzichtet der Regera darauf. Es gibt keine klassische Gangwechsel-Dramatik. Stattdessen entsteht ein nahezu ununterbrochener, linearer Schub. Der Fahrer spürt keine mechanischen Stufen, sondern eine einzige, durchgehende Beschleunigungswelle.
Wenn Technik elegant wird

Der Regera kombiniert einen twin-turbogeladenen 5.065-cm³-V8 mit drei Elektromotoren und Benzineinspritzung. In Summe spricht dieses Exemplar laut Auktionsbeschreibung von 1.500 HP beziehungsweise 1.757 HP auf E85. Elektrifizierung dient hier nicht als Feigenblatt, sondern als echter Verstärker der gesamten Leistungsentfaltung.
Karbon, Aerodynamik und Haltung

Karosserie und Chassis greifen tief in den Rennsport. Das Monocoque besteht aus Karbonfaser, die Konstruktion ist klar auf extremen Leichtbau und hohe Steifigkeit ausgelegt. Hier sprechen die Daten von kompromissloser Karosseriesteifigkeit und technischer Konsequenz.
Aktive Aerodynamik als stille Regie
Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 251 MPH angegeben. Die Technik soll den Wagen auch jenseits der üblichen Geschwindigkeitsbereiche noch stabil und kontrollierbar halten.
Luxus im Gewand eines Megacars

Innen dominiert Burgundy Desiato Leder, außen glänzt das Candy Apple Red-tinted Carbon. Die Kombination gibt dem Auto Charakter statt reiner Sachlichkeit. Die Tresex AirCore Carbonfelgen unterstreichen den Leichtbauanspruch, das Ghost Package schärft die Optik weiter. Mehr als 1.000.000 US-Dollar sind allein in Bespoke-Optionen geflossen.
Das Fahrwerk setzt auf Einzelradaufhängung rundum, Doppelquerlenker und einstellbare Stoßdämpfer. Gebremst wird mit innenbelüfteten Keramikscheiben.
Ein selten bewegtes Stück Zukunft

3.101 Meilen auf dem Tacho sind bei diesem Auto beinahe poetisch. Genug, um zu wissen, dass er bewegt wurde. Wenig genug, um die Aura des Besonderen zu erhalten. Die Fahrgestellnummer YT9NN1U16KA007226 gehört zu einem Fahrzeug, das irgendwo zwischen Sammlerobjekt, Technologieträger und echter Fahrmaschine steht.
Vom Genfer Debüt zur Legende

Der Regera debütierte 2015 in Genf. Das zeigt, wie ernst Koenigsegg die Idee genommen hat, ein Hypercar zu bauen, das nicht nur leichter und radikaler, sondern gleichzeitig luxuriöser und technisch eigenständiger sein sollte.
Am Ende bleiben die harten Daten: Der Schätzpreis liegt bei 3,4 bis 3,8 Millionen US-Dollar.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges
FAQ
1. Was macht den Koenigsegg Regera technsich so besonders?
Der Regera verzichtet auf ein klassisches Mehrganggetriebe und setzt stattdessen auf das Koenigsegg Direct Drive. Das liefert nahezu unterbrechungsfreien Schub. Zusammen mit dem Biturbo-V8 und den drei separaten Elektromotoren entsteht eine Leistungsentfaltung, die sich wie ein einziger, langer Druck anfühlt statt wie gestufte Beschleunigung. Genau dieses Zusammenspiel aus Verbrenner, Hybridtechnik und eigener Getriebelösung macht ihn technisch einzigartig. Er definiert Luxus und Performance auf seine Art.
2. Warum ist gerade dieses Exemplar für Sammler besonders interessant?
Die Lackierung in Candy Apple Red-tinted Carbon und das Burgundy Desiato Leder sorgen schon optisch für klare Individualität. Entscheidend ist jedoch die seltene Kombination aus Environmental Power Upgrade und Ghost Package – nur fünf Exemplare sollen beide haben. Dazu kommen die hohen Bespoke-Investitionen und die Gesamtproduktion von lediglich 80 Fahrzeugen. Sammler kaufen nicht nur Leistung oder Marke, sondern genau diese Einzigartigkeit innerhalb einer extrem kleinen Baureihe.
3. Ist der Regera eher ein Kunstwerk, ein Sammlerstück oder ein echtes Fahrerauto?
Genau hier liegt der Reiz. Er ist alles gleichzeitig. Die Materialien, die Verarbeitung und die seltene Konfiguration geben ihm den Charakter eines rollenden Kunstwerks. Die niedrige Stückzahl und Historie machen ihn zum Sammlerstück mit Strahlkraft. Gleichzeitig zeigen Fahrwerk und das Direct Drive, dass er nicht nur zum Anschauen gebaut wurde. Er entfaltet seine eigentliche Bedeutung erst, wenn er wirklich bewegt wird.



