Der 1979 Ford Bronco steht kantig und hochbeinig da. Medium Vaquero Glow über Wimbledon White – die Zweifarblackierung passt sofort zu Bildern von langen Highways und staubigen Pisten. Kein Lifestyle-SUV, sondern ein Geländewagen mit Ecken und Charakter. Er trägt Lotnummer V219 bei der Las Vegas Auktion 2026. Am Samstag, 14. November, kommt er auf die Bühne. Ein Exemplar der zweiten Generation, sauber restauriert und mit durchdachten modernen Details.
Ein Klassiker aus der zweiten Bronco-Generation

Der 79er gehört zur zweiten Generation. Nur zwei Baujahre, 1978 und 1979. Genau das macht die Modelle für viele Sammler besonders interessant. Ford hat den Bronco damals deutlich größer gebaut und enger mit der F-Series verknüpft. Breitere Spur, mehr Nutzwert, deutlich weniger Spielzeug-Charakter, dafür echter Offroad-Truck.
Typisch für diese Jahre: die vom Truck abgeleitete Frontpartie, kräftige Zweifarblackierungen und ein Aufbau, der Alltag, Gelände und längere Touren gleichermaßen abdecken sollte. Der 1979 Ford Bronco bot Platz, Bodenfreiheit und eine Gelassenheit, die viele moderne Geländewagen nur noch andeuten. Die Maße sprechen eine klare Sprache: 2.641,6 mm Radstand, 4.579,6 mm Länge und 2.014,2 mm Breite. Kompakt genug fürs Gelände, groß genug für die große Reise.
Der große V8 als Herzstück

7,54 Liter Hubraum und moderne Einspritzung
Unter der Haube sitzt das eigentliche Highlight: ein frisch aufgebauter 7,54-Liter-V8, 460 Cubic Inch. Die Zahl allein ist schon Programm. Holley-Sniper-Einspritzung statt Vergaser und ein CVF-Serpentinenriemensystem bringen den Motor ins 21. Jahrhundert, ohne ihm den Charakter zu nehmen.
Genau dieser Mix macht den Reiz aus. Der große Achtzylinder behält sein voluminöses Gefühl, wird aber im Alltag kultivierter. Das C6-Automatikgetriebe passt dazu – souverän, kräftig, unaufgeregt. Dazu das NP-205-Verteilergetriebe. Ein echtes Arbeitsteil, das in der Offroad-Szene für Langlebigkeit steht. Zusammen ergibt das einen Antriebsstrang, der nicht schreit, sondern einfach da ist.
Allrad, Winkel und echte Geländegene

Der Bronco war nie nur Blech auf großen Reifen. Die zweite Generation hatte ernsthaften Offroad-Anspruch, und das merkt man diesem Exemplar an. Serienmäßig mit 4×4-Antrieb, Achsen aus dem F-Series-Umfeld und der entsprechenden Robustheit.
Die Geländewerte der Baujahre 1978/79 lagen bei 37,5 Grad Böschungswinkel vorn, 23,4 Grad hinten und 24,9 Grad Rampenwinkel. Bodenfreiheit: 205,7 mm an der Vorderachse, 198,1 mm hinten und 243,8 mm am Automatikgetriebe. Zahlen, die erklären, warum der Bronco seinen Ruf hat. Schlechte Wege waren nie ein Problem.
Restauriert bis ins Detail

Frame-off statt Kosmetik
Dieser Bronco hat eine komplette Frame-off-Nut-and-Bolt-Restaurierung bei Fat Ratt Restoration in Twin Falls, Idaho, hinter sich. Keine oberflächliche Schönheitsreparatur, sondern alles zerlegt und neu aufgebaut. Karosserie bis aufs blanke Metall, danach in Medium Vaquero Glow und Wimbledon White lackiert. Umfangreiche Pulverbeschichtung an allen relevanten Teilen.
Auch außen sieht man die Sorgfalt. Neuer Kühlergrill, neue Stoßfänger, frisch getöntes Glas, neue Gummis und Dichtungen. AMP-Automatiktrittstufen machen den Einstieg praktischer. Die Vintage-Turbine-Räder sind pulverbeschichtet, messen 15 x 10 Zoll und tragen BFGoodrich-Reifen der Größe 35 x 12.50 x 15. Vier Scheibenbremsen sorgen für deutlich bessere Verzögerung als das Original.
Innenraum mit Leder, Klang und Wärme

Innen dominiert Beige. Bewusster Kontrast zur kräftigen Außenfarbe. Lederbezogene Captain’s Chairs, lederbezogene Türverkleidungen, Armaturenbrett und Mittelkonsole. Neigungsverstellbare Lenksäule, Dakota-Digital-Instrumente und eine Umrüstung auf elektrische Fensterheber machen den alten Truck im Alltag deutlich angenehmer.
Der Komfort frisst den Charakter nicht auf. Verbessertes Soundsystem, beleuchteter Schminkspiegel auf der Beifahrerseite und durchgehende Dynamat-Schalldämmung zeigen, dass der Wagen gefahren werden soll. American-Autowire-Kabelbaum unter der Oberfläche. Die umfangreichen Restaurierungsfotos, die zum Fahrzeug gehören, zeigen, wie gründlich gearbeitet wurde.

**Bilder: Anbieter des Fahrzeuges**
Ein Ford Bronco für Träumer und Kenner
Zur Auktion gibt es eine Galerie mit 26 Fotos. Außen, Innenraum, zwei Motoraufnahmen und mehrere Bilder aus der Restaurierung. Genau diese Mischung ist wichtig. Man sieht nicht nur das fertige Ergebnis, sondern auch, wie viel Arbeit in Blech, Technik und Details gesteckt wurde.
Die Seriennummer lautet U15HLEG9135. Bei Auktionsfahrzeugen gilt trotzdem immer dasselbe: Die veröffentlichten Daten sind Vorabinfos. Wer ernsthaft interessiert ist, sollte das Fahrzeug vor Ort genau anschauen. Aber schon die bekannten Fakten reichen aus. Ein 1979 Ford Bronco mit 7,54-Liter-V8, Allrad, C6-Automatik, NP-205 und dieser Zweifarblackierung ist kein normales Auto. Er ist groß, ehrlich und hat dieses Fernweh im Blut.
FAQ
Warum ist gerade der Ford Bronco von 1979 unter Sammlern und Offroad-Fans so beliebt?
Der 79er markiert einen klaren Übergang. Nur zwei Jahre gebaut – das schafft von Haus aus Seltenheit. Gleichzeitig wurde der Bronco in dieser Generation deutlich erwachsener, technisch und optisch stark an die F-Series-Pickups angelehnt. Robuste Truck-Technik, markante Karosserie, echte Geländetauglichkeit und der große V8. Ein gut restauriertes Exemplar wie dieses liefert genau die Mischung, die Sammler und Offroad-Fans bis heute anspricht.
Was macht diesen speziell restaurierten Bronco technisch und optisch besonders interessant?
Er ist nicht nur neu lackiert, sondern richtig weiterentwickelt worden. Der 7,54-Liter-V8 wurde komplett neu aufgebaut, kommt jetzt mit Holley-Sniper-Einspritzung und modernem Serpentinenriemenantrieb. Vier Scheibenbremsen, hochwertiger Kabelbaum, Dakota-Digital-Instrumente und elektrische Fensterheber machen den Alltag einfacher. Optisch bleibt er aber pur: Zweifarblackierung, Turbinenräder und kantige Silhouette. Das Gleichgewicht aus historischem Charakter und brauchbarer Technik ist selten so sauber gelungen.
Worauf sollten Interessenten bei einem Auktionsfahrzeug wie diesem Bronco besonders achten?
Erster Eindruck reicht nicht. Man muss prüfen, ob Restaurierung, Technik und Dokumentation wirklich zusammenpassen. Gibt es lückenlose Nachweise der Arbeiten? Wie ist der Zustand von Rahmen, Karosserie, Lack, Dichtungen, Elektrik und Antriebsstrang? Passt das Fahrzeug eher zu Ausfahrten, langen Touren oder richtigem Offroad-Einsatz? Eine persönliche Besichtigung ist Pflicht. Bei stark aufgewerteten Klassikern entscheidet am Ende die Qualität der Ausführung, ob aus Begeisterung auch eine vernünftige Entscheidung wird.



