Fantic XM 50 Competition und XMF 125 Competition 2025 nebeneinander vor Messekulisse
Links die Fantic XM 50 Competition, rechts die XMF 125 Competition, beide in markanter Supermoto-Optik. (Foto: fantic.com)

Fantic Motard 2025: Leicht, scharf, voller Charakter

Die Motard-Baureihe von Fantic geht 2025 mit vier Modellen an den Start: XM 50 Performance, XM 50 Competition, XMF 125 Performance und XMF 125 Competition. Damit deckt die Familie sowohl den Einstieg in die 50-Kubik-Klasse als auch die 125er-Kategorie ab. Das Grundrezept bleibt dabei klar erkennbar: kompakte Maße, geringes Gewicht, sportliche Ergonomie und eine Technik, die sich spürbar an der Welt der Supermotos orientiert. Gerade in diesem Segment zählt nicht nur die nackte Leistung, sondern vor allem, wie direkt ein Motorrad auf Lenkimpulse reagiert, wie leicht es sich umlegen lässt und wie viel Vertrauen es beim harten Anbremsen vermittelt.

Genau hier setzt die Fantic Motard 2025 an. Schon die 50er wird als vollwertiges Motorrad verstanden, nicht als bloßes Übergangsgerät. Mit CrMo-Stahlrahmen, Upside-down-Gabel, 17-Zoll-Bereifung und Sechsganggetriebe bringt sie Zutaten mit, die in dieser Klasse für ernsthaften Fahrspaß sorgen. Die 125er legt darauf auf und positioniert sich als besonders scharfe Interpretation des leichten Straßen-Motards.

Die 50er lebt von Agilität und ehrlicher Mechanik

Detailansicht des Lenkers einer Fantic Motard 2025 mit Fantic-Logo
Nahaufnahme des Lenkers einer Fantic Motard 2025 mit Fantic-Logo-Prägung (Foto: fantic.com)

Im Zentrum der XM-50-Modelle arbeitet ein flüssigkeitsgekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor mit 49,7 Kubikzentimetern Hubraum, Euro-5+-Einstufung und sechs Gängen. Dazu kommen Membran-Einlass, Kickstarter und eine Mehrscheibenkupplung im Ölbad. Das klingt bewusst klassisch – und genau das ist ein Teil des Reizes. In einer Fahrzeugklasse, in der Fahrgefühl oft wichtiger ist als Zahlenakrobatik, passt dieser technische Aufbau hervorragend. Der Motor verspricht ein lebendiges Ansprechverhalten, während das Sechsganggetriebe hilft, den kleinen Antrieb aktiv bei Laune zu halten.

Zur Performance-Version gehören eine Fantic-Upside-down-Gabel mit 41 Millimetern Standrohrdurchmesser, ein Fantic-125-Monofederbein mit einstellbarer Vorspannung, geschmiedete Aluminium-Gabelbrücken und Wave-Bremsscheiben mit 260 Millimetern vorn sowie 220 Millimetern hinten. Das Trockengewicht liegt bei 117 Kilogramm, der Tank fasst 7,5 Liter. Der Normverbrauch von 2,1 Litern pro 100 Kilometer und der CO2-Wert von 49 Gramm pro Kilometer unterstreichen, dass die kleine Motard nicht nur auf enge Kurven, sondern auch auf alltagstaugliche Betriebskosten zielt.

Competition-Modelle schärfen den sportlichen Anspruch

Nahaufnahme der Vorderradbremse mit Wave-Bremsscheibe und Fantic-Aufschrift
Wave-Bremsscheibe und Upside-down-Gabel der Fantic Motard 2025 im Detail (Foto: fantic.com)
Seitliche Nahaufnahme der Fantic XM 50 Competition 2025 mit auffälligen gelben Grafiken und roten Fahrwerkskomponenten.
Detailansicht der Fantic XM 50 Competition mit sportlicher Supermoto-Optik und eloxierten Komponenten. (Foto: fantic.com)

Die XM 50 Competition baut auf derselben technischen Basis auf, setzt aber auf eine sichtbar sportlichere Ausrichtung. Rote, eloxierte Fantic-Komponenten an Bremsarmaturen, Lenker und Gabelpartien verschieben den Charakter stärker in Richtung Racing-Optik. Dazu kommen hochwertige Details, die den Anspruch klar machen: Diese Version richtet sich an Fahrer, die innerhalb der 50er-Klasse das Maximum an Präsenz und Dynamik suchen. Mit 2,110 Metern Länge, 910 Millimetern Sitzhöhe und 1,420 Metern Radstand wirkt die Competition noch stärker auf eine aktive, vorderradorientierte Fahrweise zugeschnitten.

Besonders interessant ist bei den 50ern das Zusammenspiel aus CrMo-Perimeterrahmen, Schwingen mit progressiver Umlenkung (bei der XM 50 Performance aus Stahl, bei der XM 50 Competition aus Aluminium) und 17-Zoll-Rädern in den Dimensionen 100/80 vorn und 130/70 hinten. Diese Konfiguration ist für das Supermoto-Gefühl entscheidend. Sie fördert ein flinkes Einlenken, unterstützt schnelle Richtungswechsel und vermittelt gerade auf winkligen Strecken jene Leichtfüßigkeit, die Fans dieser Gattung suchen. Nicht die Höchstgeschwindigkeit macht hier den Reiz aus, sondern die Art, wie sich das Motorrad in jede Kurve werfen lässt.

Die 125er setzt auf moderne Technik mit Substanz

Fantic XM 50 Competition 2025 Supermoto-Motorrad in schwarz-gelb aus der Vogelperspektive auf sandigem Untergrund
Die neue Fantic XM 50 Competition 2025 mit sportlicher Ausstattung und markanter Supermoto-Optik (Foto: fantic.com)

Noch spannender wird die Baureihe bei der XMF 125. Ihr flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Einzylinder mit 124,66 Kubikzentimetern leistet 11 Kilowatt beziehungsweise 15 PS bei 9.500 Umdrehungen pro Minute und stemmt 11,8 Newtonmeter bei 7.500 Touren. Dazu kommen elektronische Einspritzung, elektrischer Starter, Sechsganggetriebe und eine Anti-Hopping-Kupplung. Schon auf dem Papier wird deutlich, dass Fantic die 125er nicht als nüchternes Pendlergerät anlegt, sondern als fahraktive Maschine für alle, die im A1-Segment mehr als bloße Mobilität erwarten.

Die vielleicht faszinierendste Eigenschaft der Fantic Motard 2025 steckt im Motor der 125er: die variable Ventilsteuerung. In dieser Klasse ist sie ein echtes Technik-Highlight, weil sie dem Triebwerk über ein breiteres Drehzahlband hinweg Nachdruck verleihen soll. Für den Fahrer bedeutet das im Idealfall mehr Zug aus engen Kehren, sauberes Hochdrehen beim Herausbeschleunigen und ein insgesamt harmonischeres Leistungsbild. Gerade bei einer 125er, die jede Nuance ihrer Leistung nutzen muss, ist das mehr als ein Datenblatt-Extra – es prägt den Charakter des Motorrads im Alltag wie auf kurvigen Landstraßen.

Feine Unterschiede entscheiden über den Charakter

Die XMF 125 Performance kombiniert den modernen Motor mit Stahl-Perimeterrahmen, Stahl-Schwinge mit progressiver Umlenkung, 41-Millimeter-USD-Gabel, Fantic-FRS-125-Federbein, Wave-Bremsscheiben und ABS an Vorder- und Hinterrad, hinten abschaltbar. Vorn arbeitet eine 320-Millimeter-Scheibe, hinten eine 220er. Mit 117 Kilogramm Trockengewicht und 127 Kilogramm fahrfertig bleibt die Maschine angenehm leicht. Dazu kommen Full-LED-Lichttechnik, LED-Blinker, Aluminiumfelgen und eine Sitzhöhe von 870 Millimetern.

Die XMF 125 Competition schärft dieses Konzept weiter. Hier kommen unter anderem eine Aluminiumschwinge mit variablem Querschnitt, schwarz eloxierte Aluminiumfelgen, ein 28-Millimeter-Alulenker, CNC-gefräste Aluminium-Gabelbrücken sowie ein FRS-Piggyback-Federbein mit einstellbarer Vorspannung und Hydraulik zum Einsatz. Zusammen mit der ARROW-Abgasanlage entsteht so die technisch ambitionierteste Ausführung der Baureihe. Wer bei einer leichten Motard besonderen Wert auf Präzision im Fahrwerk und hochwertige Komponenten legt, wird genau hier den Kern der Modellfamilie sehen.

Preislich startet die XM 50 Performance bei 3.990 Euro. Die XM 50 Competition kostet 4.590 Euro. Für die XMF 125 Competition ruft Fantic 5.490 Euro auf. Die XMF 125 Performance liegt bei 4.990 Euro.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Welche Fantic Motard 2025 passt besser zu mir: 50er (XM 50) oder 125er (XMF 125)?
Die XM 50 ist ideal, wenn du ein besonders leichtfüßiges, “mechanisches” Fahrerlebnis suchst und Spaß daran hast, mit dem Sechsganggetriebe aktiv zu fahren. Der Zweitakter wirkt bewusst klassisch (Membran-Einlass, Kickstarter) und macht vor allem auf engen Strecken und im Stadtumfeld Laune, weil Reaktionen direkt und spielerisch sind. Die XMF 125 richtet sich stärker an Fahrer, die im A1-Segment mehr Punch und Alltagsbreite wollen: Viertakter, Einspritzung, E-Starter, Anti-Hopping-Kupplung und variable Ventilsteuerung sorgen für ein runderes Leistungsbild über mehr Drehzahlbereiche.

2) Worin unterscheiden sich “Performance” und “Competition” – und merkt man das im Alltag wirklich?
Ja, die Unterschiede sind mehr als Optik. Die Performance-Modelle bieten bereits eine sportliche Basis mit USD-Gabel, progressiver Umlenkung und Wave-Bremsscheiben – also genau die Zutaten, die Agilität und sauberes Anbremsen unterstützen. Die Competition-Versionen schieben den Anspruch weiter Richtung Präzision und hochwertige Komponenten: Bei der XM 50 fällt der sportlichere Auftritt samt eloxierten Teilen auf, bei der XMF 125 Competition kommen zusätzlich technische Upgrades wie Aluminiumschwinge, CNC-Gabelbrücken, Piggyback-Federbein und ARROW-Abgasanlage hinzu. Wer sportlich fährt, wird das in Feedback, Stabilität und Ausstattung spüren.

3) Was macht die Fantic Motard 2025 fahrdynamisch so “Supermoto-typisch”, obwohl die Leistung nicht riesig ist?
Der Schlüssel liegt nicht in Höchstgeschwindigkeit, sondern in Geometrie, Gewicht und Komponenten. Die Motards setzen auf kompakte Maße, 17-Zoll-Räder und eine sportliche Ergonomie, die schnelle Lenkimpulse unterstützt. Bei den 50ern kommt das Supermoto-Gefühl besonders über das Zusammenspiel aus CrMo-Perimeterrahmen, (je nach Version Stahl- oder Aluminium-)Schwinge mit progressiver Umlenkung und den relativ breiten Reifen (100/80 vorn, 130/70 hinten). Bei der 125er ergänzen starke Bremsen (bis 320 mm vorn) und ABS mit abschaltbarer Hinterrad-Funktion die Kontrolle beim harten Anbremsen. So entsteht Vertrauen – und genau das macht sie “scharf”.