Der Hyundai Tucson zeigt, wie breit ein modernes SUV beim Thema Antrieb heute aufgestellt sein kann. Benziner, Diesel, Hybrid und Plug-in-Hybrid decken sehr unterschiedliche Bedürfnisse ab, ohne den Charakter des Fahrzeugs zu verwässern. Gerade in dieser Vielfalt liegt die eigentliche Stärke des Modells: Der Tucson richtet sich nicht an eine einzige Zielgruppe, sondern an Fahrer, die ihren Antrieb nach Alltag, Strecke und persönlichem Fahrprofil auswählen wollen.
Besonders spannend ist dabei der Plug-in-Hybrid. Er bringt eine Systemleistung von 212 kW beziehungsweise 288 PS und ein maximales Gesamtdrehmoment von 379 Nm mit. Das klingt nicht nur auf dem Papier souverän, sondern passt auch gut zu einem SUV dieser Klasse. Entscheidend ist aber der Nutzwert im Alltag: Mit voll geladener Batterie sind bis zu 64 Kilometer elektrische Reichweite mit Allradantrieb möglich, mit Frontantrieb sogar bis zu 70 Kilometer. Für viele Pendelstrecken reicht das, um den Verbrenner im täglichen Betrieb oft außen vor zu lassen.
Elektrisch im Alltag, flexibel auf der Langstrecke

Genau hier liegt die faszinierendste Eigenschaft des Tucson Plug-in-Hybrid: seine doppelte Begabung. Im Stadtverkehr und auf dem Weg zur Arbeit fährt er lokal elektrisch, auf längeren Etappen übernimmt das Hybridsystem den Übergang nahezu unmerklich. Die Batterie des Plug-in-Hybrid speichert 13,8 Kilowattstunden. Geladen wird öffentlich oder zu Hause, entweder per Wallbox oder Haushaltssteckdose. Über die Bluelink-App lassen sich Ladezeiten planen, Ladegrenzen festlegen und passende Ladestationen finden. Das ist kein technisches Gimmick, sondern ein echter Komfortgewinn für Fahrer, die E-Mobilität sinnvoll in ihren Tagesablauf integrieren wollen.







Auch die Verbrauchsdaten zeigen, wohin die Reise geht: Der Tucson Plug-in-Hybrid Select 1.6 T-GDI mit Frontantrieb kommt kombiniert auf 10,8 Kilowattstunden pro 100 Kilometer elektrisch sowie 2,7 Liter Benzin pro 100 Kilometer, bei 62 Gramm CO₂ pro Kilometer. Ist die Batterie entladen, liegen Verbrauch und Emissionen bei 6,0 Litern und 135 Gramm CO₂ pro Kilometer. Damit bleibt das Konzept auch dann alltagstauglich, wenn nicht vor jeder Fahrt geladen werden kann.
Vom Hybrid bis zum klassischen Diesel

Wer keine externe Lademöglichkeit hat, findet im Vollhybrid eine schlüssige Alternative. Der Tucson 1.6 T-GDI Hybrid Select leistet 176 kW beziehungsweise 239 PS und arbeitet mit 6-Gang-Automatik und Frontantrieb. Das System wechselt je nach Fahrsituation geschmeidig zwischen Verbrenner und E-Maschine, während die Rekuperation Bremsenergie in Strom umwandelt. Mit 5,9 Litern pro 100 Kilometer bleibt der Hybrid auf einem vernünftigen Niveau.

Klassischer unterwegs sind die Verbrenner: Der 1,6-Liter-T-GDI-Benziner mit 132 kW oder 180 PS steht mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bereit, dazu mit Front- oder Allradantrieb. Sein maximales Drehmoment liegt bei 265 Nm. Der 1,6-Liter-CRDi-Diesel leistet 100 kW oder 136 PS, entwickelt 320 Nm und wird mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Damit bleibt der Tucson auch für Vielfahrer und klassische Langstreckennutzer interessant.
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