Die Zero S richtet sich an Fahrer, die Alltag und Kurvenspaß nicht länger trennen wollen. Sie stammt aus der Street-Linie, trägt in dieser Konfiguration White Pearl und wird als Z-Force 15,6+ 11 kW angeboten. Entscheidend ist die Zulassung für die Führerscheinklassen A1 und B196. Damit wird sie für viele Pkw-Fahrer mit der entsprechenden Erweiterung sofort nutzbar.
Die Hero-Zahlen von 139 km/h, 262 km Reichweite und 53 Minuten kann man nicht einfach isoliert lesen. In den technischen Daten stehen dazu passend maximal 139 km/h Spitze und 110 km/h im Schnitt. Genau diese klare Einordnung macht die Zero S interessant. Kein dickes Versprechen, sondern ein technisch sauber gemachtes Elektromotorrad mit klarem Straßenfokus.
Zero S im Alltag: Reichweite statt Showeffekt

Stadtverkehr als natürliche Bühne
Im Stadtbetrieb gibt das Datenblatt 262 km an. Für Pendler, urbane Wochenendfahrer und alle, die gerne mal einen Schlenker einlegen, ist das ein brauchbarer Wert. Im Mix Stadt/Autobahn bleiben bei 89 km/h Schnitt 193 km, bei 113 km/h noch 164 km. Damit zeigt sich klar, wo die Zero S ihre Stärken hat: im Nahbereich, auf Landstraßen und bei normalen Pendelstrecken. Als Langstrecken-Tourer mit vollem Gepäck taugt sie nicht.
Der Akku ist eine intelligent integrierte Z-Force Lithium-Ionen-Einheit. Maximal 15,6+ kWh, nominal 13,6 kWh. Serienmäßig arbeitet ein 3,3-kW-Bordladegerät. Die Ladezeiten liegen bei 2,5 Stunden von 20 auf 80 Prozent und 3,9 Stunden von 0 auf 95 Prozent.
Der faszinierende Punkt: Direktantrieb ohne Drama

132 Nm ohne Kupplung
Das stärkste Argument der Zero S ist der kupplungsfreie Direktantrieb. Kein Schalten, kein Kupplungspunkt, keine mechanische Unterbrechung. Der Z-Force 75-7 Motor legt die Kraft direkt ans Hinterrad. Die Daten nennen 132 Nm Nutzdrehmoment. Damit bekommt man ein Motorrad, das seine Stärke aus der sofortigen Leistungsentfaltung zieht statt aus hohem Drehzahlband.
Die Spitzenleistung liegt bei 60 PS (45 kW) bei 3.650 U/min, die Dauerleistung bei 15 PS (11 kW) bei 3.800 U/min. Der 600-A-Drei-Phasen-Controller arbeitet mit Rekuperation.
Fahrwerk, Bremsen und die ernsthafte Seite

Komponenten für präzises Fahren
Beim Fahrwerk zeigt die Zero S, dass sie nicht nur elektrisch interessant ist. Vorne arbeitet eine 43-mm-Showa-Upside-down-Gabel mit einstellbarer Federvorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung. Hinten ein Showa-Gasdruckstoßdämpfer mit externem Reservoir. Federweg 120 mm vorn, 140 mm hinten.
Gebremst wird vorne mit Bosch Base MSC, zwei Vierkolben-Radialsätteln von J. Juan und 320 x 5 mm Scheiben. Hinten mit Bosch Base MSC und einem Einkolben-Schwimmsattel von J. Juan samt 240 x 4,5 mm Scheibe. Reifen sind Pirelli Diablo Rosso III in 120/70-17 vorn und 180/55-17 hinten. Sitzhöhe serienmäßig 787 mm. Optional sind 770 mm und 810 mm möglich.
Ausstattung, Laden und Preis der Zero S

Optional gibt es unter anderem einen Power Tank, einen 6-kW-Rapid-Charger, einen Steckdosenadapter EU und ein EVSE-Kabel. Mit dem 6-kW-Lader sinken die Zeiten auf 53 Minuten von 20 auf 80 Prozent und 1,4 Stunden von 0 auf 95 Prozent. Die Garantie beträgt 5 Jahre auf das Motorrad und 5 Jahre auf den Akku mit unbegrenzter Kilometerlaufleistung. Der Preis für die Zero S Z-Force 15,6+ 11 kW liegt bei 17.990 Euro.
Bilder: Hersteller



