5,617 Meter lang, 2,090 Meter breit. Der Foton 4 kommt als Fünfsitzer-Doppelkabine mit Diesel, 8-Gang-Automatik und Allrad. Er soll ziehen, laden und einstecken können, ohne auf Asphalt unangenehm zu werden. Sein Auftritt wirkt wie Werkzeug, nicht wie Lifestyle-Deko.
Mit 1,910 Metern Höhe steht er satt auf der Straße. Die Ladefläche misst 1,577 Meter in der Länge, 1,650 Meter in der Breite und 0,530 Meter in der Höhe. Nüchterne Zahlen. Aber genau das zählt, wenn Material, Ausrüstung oder Freizeitgerät transportiert werden muss. Ein normaler Kofferraum kapituliert da schnell.
Ein Diesel-Pickup für Arbeit, Alltag und Gelände

Unter der Haube sitzt ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 117 kW beziehungsweise 159 PS. Bei solchen Fahrzeugen entscheidet weniger die Spitzenleistung als das Drehmoment. 400 Nm passen gut zu einem Pickup, der nicht nur leer über die Landstraße rollen soll. Die Kraft geht über das 8-Gang-Automatikgetriebe an den 4×4-Antrieb.
Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Kein Wert für den Stammtisch, sondern eine klare Ansage: Nutzfahrzeug mit Komfortanspruch. Kombinierter Verbrauch 10,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer, 276 g/km CO₂. CO₂-Klasse G, Abgasnorm Euro 6.
400 Nm als eigentliche Hauptrolle
Das entscheidende Detail ist weder ein Display noch die schiere Länge. Es ist die Kombination aus 400 Nm Drehmoment, Allradantrieb, 24 Zentimetern Bodenfreiheit und sechs Fahrmodi. Standard, Eco, Sport, Snow, Sand und Mud. Genau die Modi, die ein Pickup braucht, wenn der Untergrund ungemütlich wird.
Warum die Fahrmodi hier mehr sind als Spielerei

Traktion entscheidet über Gelassenheit. Nasse Wiese mit Anhänger, matschiger Baustellenboden oder verschneites Gelände – hier zählt kontrollierbare Kraft, nicht brutaler Antritt. Die Fahrmodi erlauben es, den Charakter des Antriebs auf den Untergrund abzustimmen.
Dazu passen 265/70 R18-Reifen rundum, 3,355 Meter Radstand und gleichmäßige Spurweite von 1,700 Metern an beiden Achsen. Zulässige Gesamtmasse 3.055 Kilogramm bei 2.390 Kilogramm Leergewicht. Gebremst zieht er 3.500 Kilogramm, ungebremst 750 Kilogramm. Stützlast 150 Kilogramm. Wichtige Zahlen für Pferdeanhänger, Bootstrailer oder schwere Arbeitsgeräte.
Innenraum: robust gedacht, erstaunlich vollständig

Die Doppelkabine bietet fünf Sitzplätze und zeigt, wie weit Pickups gekommen sind. Früher reichte oft harter Kunststoff und ein Radio. Der Foton 4 liefert Kunstlederausstattung, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz mit zehn Wegen, vierfach elektrisch verstellbaren Beifahrersitz und Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer.
Vorn eine Mittelarmlehne mit Kühlfach, hinten eine mit Becherhalter. Vierfach verstellbares Lederlenkrad, Multifunktionslenkrad, elektrische Fensterheber rundum, 12-Volt-Anschluss und zwei USB-Anschlüsse vorn. Digitales Kombiinstrument mit 31,24 Zentimetern. Bluetooth, Apple CarPlay und sechs Lautsprecher komplettieren das Bild.



Ein Cockpit für lange Tage
Bei Pickups unterschätzt man leicht, wie viele Stunden man täglich drinsitzt. Material holen, Baustelle, Familie abends – das addiert sich. Keyless Entry, Keyless Go, Startknopf, Tempomat, Limiter, Regensensor und Klimaanlage machen den Alltag erträglicher, ohne den Nutzfahrzeugkern zu verwässern.
Sicherheit und Technik mit pragmatischem Blick

Die Sicherheitsausstattung geht in Ordnung. ABS, elektronische Bremskraftverteilung, ESP, Traktionskontrolle, Bremsassistent, Berganfahrhilfe und Bergabfahrhilfe sind an Bord. Dazu Fahrer- und Beifahrerairbags, Curtain-Airbags, Dreipunktgurte, Reifendruckkontrollsystem und Auto Hold.
Bei 5,617 Metern Länge sind Rückfahrkamera und hintere Einparkhilfe kein Luxus, sondern Pflicht. LED-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, Abbiegelicht, Lichtsensor, Nebelscheinwerfer, LED-Kombileuchten hinten und hochmontierte dritte Bremsleuchte sorgen für vernünftige Lichttechnik.
Elektrisch verstellbare Spiegel mit integrierten Blinkern, Trittbretter, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Schutzbeschichtung der Ladefläche, Zurrpunkte und Heckklappe mit Trittbrett ergänzen den praktischen Charakter. Solche Details entscheiden im Alltag, ob der Pickup nur imposant wirkt oder tatsächlich arbeitet.
Foton 4 und die neue Pickup-Konkurrenz
FOTON ist im Nutzfahrzeugbereich breit aufgestellt. Pickups, Lkw, Transporter, Busse und Baumaschinen gehören zum Programm. Weltweit über 11 Millionen Fahrzeuge verkauft. Partnerschaften mit Cummins, Daimler und ZF zeigen, dass der Hersteller technisch vernetzt ist.
Auf dem deutschen Markt besetzt der Foton 4 eine klare Lücke: großer Diesel-Pickup mit Doppelkabine, Automatik, Allrad und solider Ausstattung. Er kommt nüchtern daher. Kein modisches Abenteuer, sondern ein Herausforderer, bei dem belastbare Technik zählt.
Der Preis von 39.995 Euro macht ihn zusätzlich interessant.
FAQ
Für wen eignet sich der Foton 4 im Alltag wirklich?
Handwerksbetriebe, Land- und Forstwirtschaft, Reitsportler oder Bootsbesitzer. Die brauchen die 3.500 Kilogramm Anhängelast, den Allradantrieb und die große Doppelkabine regelmäßig. Sitzheizung, Automatik, moderne Displays und Assistenzsysteme machen ihn gleichzeitig familientauglich. Wer Material transportiert, Anhänger zieht und schlechte Wege befährt, bekommt hier ein aufgabenorientiertes Fahrzeug. Ohne diese Einsätze bleibt er überdimensioniert.
Was ist die größte Stärke des Foton 4 gegenüber vielen klassischen SUV?
Er bleibt unter Last ehrlich. Viele SUV wirken robust, stoßen aber bei hoher Anhängelast, echter Ladefläche oder Traktion im schweren Einsatz schnell an Grenzen. Der Foton 4 bringt 400 Nm, 3.500 Kilogramm gebremste Anhängelast, offene Ladefläche, 24 Zentimeter Bodenfreiheit und passende Fahrmodi mit. Das ergibt spürbar mehr Reserven für Baustelle, Gelände und schwere Transportaufgaben. Ein SUV priorisiert meist Komfort. Der Foton 4 priorisiert Nutzen.
Wo muss man beim Foton 4 trotz der starken Daten realistisch bleiben?
Er ist ein 5,617 Meter langer und 2,090 Meter breiter Pickup – mit allen Kompromissen dieser Klasse. In der Stadt, in Parkhäusern und auf engen Straßen braucht man Platz und Aufmerksamkeit. Der Verbrauch von 10,5 Litern Diesel zeigt klar, dass Effizienz hier keine Priorität hat. Wer überwiegend kurze Strecken ohne Last und Anhänger fährt, schöpft die Stärken kaum aus. Sinnvoll wird er erst, wenn die Transport- und Zugaufgaben regelmäßig kommen. Sonst ist er zu groß.
Bilder: Hersteller



