Drei Alkè ATX-Nutzfahrzeuge mit ATEX-Ex-Zeichen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Industrieumgebungen
(Foto: alke.com)

Alkè ATX-Fahrzeuge – Sicherheit in explosiven Zonen

In chemischen Anlagen oder beim Tunnelvortrieb entscheidet ein einziger Funke über alles. Genau dort zeigen die ATEX-geschützten ATX-Modelle von Alkè was sie können. Kein Prestige, keine Show – nur ein Fahrzeug, das gemacht ist für Umgebungen, in denen normale Technik sofort zum Problem wird.

Es ist kein nachträglich von Dritten umgebautes Spezialgerät: Die EX-Versionen der ATX‑Baureihe werden ab Werk für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt und zertifiziert. Zugelassen für Zone 1 und 2 bei Gasen und Dämpfen sowie Zone 21 und 22 bei brennbaren Stäuben. Dazu kommt die IECEx-Zertifizierung. In diesen Welten ist technische Sorgfalt keine Option, sondern Grundvoraussetzung.

Nutzfahrzeug für Risikobereiche

Seitenansicht eines Alkè ATX-Nutzfahrzeugs mit offener Servicebox, geeignet für explosionsgefährdete Bereiche
Das Alkè ATX-Modell als explosionsgeschütztes Nutzfahrzeug für industrielle Risikobereiche (Foto: alke.com)

In kritischen Industrien zählt jedes Bauteil doppelt. Die Alkè-Fahrzeuge tragen ATEX-Kategorie 2 und 3 für Oberflächenanwendungen sowie M2 für den Untertageeinsatz. IECEx ist ebenfalls dabei. Das klingt trocken, bedeutet in der Praxis aber, dass Betriebssicherheit, Materialschutz und Personenschutz von vornherein eine Einheit bilden.

Gebaut für harte Einsatzorte

Die Fahrzeuge laufen seit Jahren von Nordeuropa bis in Wüsten des Nahen Ostens und Afrika. Schnee, Eis, Hitze, Staub – sie müssen überall klarkommen. Das verlangt eine andere Konstruktion als bei einem normalen Werksverkehr-Transporter.

Detailansicht eines Alkè Elektro-Nutzfahrzeugs mit Kippmulde, geeignet für explosionsgefährdete Zonen nach ATEX und IECEx
Explosionsgeschütztes Alkè ATX-Nutzfahrzeug mit geöffneter Ladefläche – zeigt die robuste Bauweise und Technik für Risikobereiche (Foto: alke.com)

Das Chassis besteht aus Stahlrohrprofilen und ist kataphoretisch korrosionsgeschützt. Die Karosserieelemente sind aus verstärktem Fiberglas und lackiert. Praktisch im Alltag: Das Material ist schlagfest, flexibel und lässt sich vor Ort reparieren.

Die eigentliche Stärke liegt im Verborgenen

Detail der Tür und Mechanik eines explosionsgeschützten Alkè-Nutzfahrzeugs für Risikobereiche
Robuste Türen mit korrosionsgeschützter Mechanik beim Alkè ATX-Fahrzeug (Foto: alke.com)

Weder Nutzlast noch Zugkraft oder Reichweite sind das Entscheidende. Der Unterschied liegt im Sicherheitskonzept, das tief in jedem Bauteil steckt. In explosiven Bereichen reicht es nicht, einzelne Teile zu schützen. Elektrische und mechanische Komponenten sind so ausgelegt, dass hohe Oberflächentemperaturen und Zündquellen von vornherein minimiert werden – von der Batterie über Steckverbindungen bis zu Sensoren, Steuergeräten und Bremsen.

Das Fahrzeug überwacht sich selbst

Die Sensoren messen kontinuierlich die Oberflächentemperaturen relevanter Komponenten und gleichen sie mit der jeweiligen ATEX-Temperaturklasse ab. Wird ein Grenzwert überschritten, schaltet das Fahrzeug automatisch ab und zeigt den Zustand an. In Zone 1 und 21 kommt zusätzlich eine Isolations- und Fehlerstromüberwachung dazu. Steigt der Ableitstrom zu weit, stoppt es ebenfalls. Über die Reset-Funktion lässt es sich dann kontrolliert aus dem Gefahrenbereich bewegen. Genau solche Lösungen machen den Unterschied zwischen Notlösung und richtigem Werkzeug.

Lenkrad, Armaturenbrett und Bedienung eines Alkè ATX EX-Fahrzeugs während der Fahrt in Industrieumgebung
Werden beim FAhren Grenzwerte überschritten, schaltet das Fahrzeug automatisch ab und zeigt den Zustand an. (Foto: alke.com)

Die AC-Motoren liefern hohes Drehmoment mit sanfter Leistungsentfaltung. Das hilft besonders auf losem Untergrund, Schnee oder Eis, weil die Räder deutlich weniger zum Durchdrehen neigen. Der Regler gibt bei Bedarf bis zu 14 kW Spitzenleistung frei, bei 8 kW Nennleistung. An Steigungen oder auf unebenem Gelände spürt man den Vorteil sofort.

Dazu kommt das rekuperative Bremssystem. Es speist beim Verzögern Energie zurück in die Batterie. Im Schichtbetrieb ist das kein nettes Extra, sondern relevant, weil die Fahrzeuge einen kompletten Arbeitstag durchhalten müssen. Beim ATX 340EX sind bis zu 1.205 kg Nutzlast, 4.500 kg Anhängelast und bis zu 90 km Reichweite möglich. Im realen Einsatz bedeutet das: Material bewegen, Ausrüstung ziehen, Mannschaft und Werkzeuge sicher an den Einsatzort bringen.

Starker Elektroantrieb mit Praxisnutzen

Komfort ist Arbeitsmittel

Auch die Kabine ist exakt auf den Einsatzzweck abgestimmt. Die Baureihe gibt es als Zwei- oder Viersitzer, beim ATX 340EDX als Doppelkabine für vier Personen. Optional schafft ein Sitzkit im Laderaum zwei weitere Plätze. So wird aus dem Spezialfahrzeug je nach Bedarf ein Transporter für Wartungsteams, Einsatzkräfte oder Servicetrupps.

Blick auf ein in die Decke eines Fahrzeugs eingebautes Autoradio
Radio im Dachhimmel eines Alké-Spezialfahrzeugs (Foto: alke.com)

Aufbauten für den Ernstfall

Die möglichen Varianten reichen von Logistik- und Wartungsfahrzeugen über Erste-Hilfe- und Feuerwehrversionen bis zu Überwachungs- und Mobilkran-Lösungen. Die Klimaanlage ist explosionsgeschützt und funktioniert bis 55 Grad Celsius. Dazu gibt es ein ebenfalls zertifiziertes elektrisches Heizsystem. Das Fahrzeug soll nicht beeindrucken. Es soll einfach funktionieren. Und das tut es zuverlässig.

Entwickelt, konstruiert und gebaut wird die gesamte Baureihe in Italien mit hochwertigen europäischen und nordamerikanischen Komponenten. Wer täglich mit Nutzfahrzeugen zu tun hat, erkennt sofort die Qualität. Hier entsteht Charakter durch kompromisslose Auslegung für den Ernstfall.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Für welche explosionsgefährdeten Bereiche sind die ATEX-geschützten ATX-Modelle geeignet – und wo liegen typische Einsatzorte?

Die Fahrzeuge sind für Bereiche mit entzündlichen Gasen, Dämpfen oder Stäuben konzipiert. Sie decken Zone 1 und 2 bei Gasen sowie Zone 21 und 22 bei Stäuben ab. Typische Einsatzorte sind chemische Anlagen, Öl- und Gasindustrie, Bergbau und Tunnelbau. Entscheidend ist, dass sie nicht nachgerüstet wurden, sondern von Grund auf als Arbeitsfahrzeug für diese Risikozonen entwickelt sind.

2) Welche Sicherheitsfunktionen verhindern konkret, dass Wärme, Funken oder elektrische Fehler zur Gefahr werden?

Alle Komponenten sind so ausgelegt, dass gefährliche Temperaturen und Zündquellen von vornherein vermieden werden. Die Sensorik überwacht die Oberflächentemperaturen und orientiert sich an der jeweiligen ATEX-Temperaturklasse. Bei Überschreitung erfolgt automatische Abschaltung plus Meldung. In Zone 1 und 21 kommt eine Isolations- und Fehlerstromüberwachung dazu. Überschreitet der Ableitstrom den sicheren Bereich, stoppt das Fahrzeug ebenfalls und kann per Reset-Funktion aus dem Gefahrenbereich gefahren werden.

3) Warum ist der elektrische Antrieb in diesem Industrieumfeld mehr als nur „Antriebstechnik“ – und was bringt er im Alltag?

Die drehmomentstarken AC-Motoren bauen ihre Kraft sanft auf. Das verbessert die Traktion auf Sand, Schnee oder Eis und reduziert Radspin. Der Motorregler gibt bei Bedarf bis 14 kW Spitzenleistung frei, bei 8 kW Nennleistung. Das rekuperative Bremssystem gewinnt Bremsenergie zurück und verlängert die Einsatzzeit. Zusammen mit bis zu 1.205 kg Nutzlast, 4.500 kg Anhängelast und 90 km Reichweite ergibt sich ein vollwertiges Werkzeug für den kompletten Arbeitstag.