Fertigung des elektrischen Mercedes GLC in einer Produktionshalle in Bremen mit Mitarbeiterin am Fahrzeug.
(Fotos: mercedes-benz.com)

Der elektrische GLC bringt Bremen auf Tempo

Der elektrische GLC läuft in Bremen vom Band – und das mit Nachdruck. Schon in den ersten drei Monaten wurde er öfter bestellt als jedes andere Elektroauto zuvor in der Geschichte des Unternehmens. Das ist kein gewöhnlicher Modellanlauf. Es zeigt, wie tief Mercedes die Fertigung eines seiner wichtigsten Modelle für die Elektrozeit umgebaut hat.

Luftbild des Mercedes-Benz Werks Bremen im Abendlicht
Luftaufnahme des Mercedes-Benz Werks Bremen – hier wird der elektrische GLC produziert. (Fotos: mercedes-benz.com)

In Halle 9, der größten Produktionshalle des Werks, entsteht er zusammen mit den Verbrenner- und Hybrid-GLC sowie dem EQE. Diese antriebsflexible Linie ist der eigentliche Fortschritt. Hier wird sichtbar, wie moderne Automobilproduktion heute funktioniert – nicht nur für Marketingfolien, sondern im realen Tagesgeschäft.

Flexibilität wird in Bremen zum entscheidenden Vorteil

Rund 10.500 Beschäftigte sorgen dafür, dass der Hochlauf offenbar reibungslos läuft. Bremen hat sich früh als Elektro-Standort positioniert. Bereits 2019 kam hier der EQC als erstes Serien-Elektroauto der Marke auf die Linie. Heute deckt das Werk die komplette Klaviatur ab – vom reinen Verbrenner über Plug-in-Hybride bis zum vollelektrischen Modell.

Montage von Hochvolt-Batterien für den Mercedes GLC im Werk Bremen
Mitarbeitende montieren Batteriemodule für den neuen elektrischen GLC im Mercedes-Benz Werk Bremen. (Fotos: mercedes-benz.com)

Genau das ist der Clou: unterschiedliche Antriebsarten auf einer Linie. Das gibt maximale Flexibilität, wenn sich die Nachfrage verschiebt. Gleichzeitig festigt es Bremens Rolle als Kompetenzzentrum für die volumenstarken Core-Modelle. Der elektrische GLC als drittes reines Elektro-Serienfahrzeug passt da perfekt ins Bild.

Zwei Mitarbeitende inspizieren die Karosserie eines schwarzen Elektroautos im Produktionswerk.
Fachkräfte prüfen die Karosserie eines elektrischen GLC im Mercedes-Werk Bremen. (Fotos: mercedes-benz.com)

800-Volt-Technik als Schlüsselmerkmal

Technisch setzt der Neue klare Akzente. Die Batterie arbeitet mit 800-Volt-Architektur und einer weiterentwickelten Zellchemie. Im Alltag spürt man das vor allem am Lader: Zehn Minuten reichen für bis zu 305 Kilometer zusätzliche Reichweite. Der GLC 400 4MATIC mit EQ Technologie kommt auf bis zu 715 Kilometer WLTP. In diesem Segment ist das ein Wert, der den elektrischen SUV endlich wirklich alltagstauglich macht.

Ein vernetzter Produktionsverbund für den neuen SUV

Montage des elektrischen Mercedes GLC an der Produktionslinie im Mercedes-Benz Werk Bremen
Die Fertigungsstraße für den elektrischen Mercedes GLC im Bremer Werk. (Fotos: mercedes-benz.com)

Der elektrische Antriebsstrang entsteht in einem eng verzahnten Netzwerk. Die Batterien kommen ab 2026 aus Kamenz, die elektrischen Antriebseinheiten aus Sebeș in Rumänien, Hamburg liefert die elektrischen Achsen. Wer schon mal erlebt hat, wie komplex ein modernes E-Fahrzeug logistisch ist, weiß: Das ist kein einzelnes Werk mehr, sondern ein präzise abgestimmtes Gesamtsystem.

Karosserie eines elektrischen GLC auf der Fertigungslinie im Mercedes-Benz Werk Bremen, umgeben von Industrierobotern
Fertigungslinie mit Karosserie des neuen elektrischen GLC und Robotik im Einsatz. (Fotos: mercedes-benz.com)

Genau deshalb hat der Produktionsstart in Bremen Substanz. Das Werk ist der größte private Arbeitgeber der Region und fertigt aktuell elf Modelle, sieben davon exklusiv. Der elektrische GLC erweitert diese Familie um ein Fahrzeug, das technologisch relevant ist und gleichzeitig symbolisch steht für die Verbindung aus klassischer Fertigungskompetenz, digitaler Transformation und der konsequenten Weiterentwicklung eines langjährigen Erfolgsmodells.

Elektrischer Mercedes-Benz GLC im Werk Bremen mit drei Personen daneben.
Von links nach rechts: Michael Frieß, Standortverantwortlicher und Leiter der Produktion des Mercedes-Benz Werks Bremen, Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen ,Michael Schiebe, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, verantwortlich für Produktion, Qualität & Supply Chain Management. (Fotos: mercedes-benz.com)

Bilder: Hersteller