Ferrari Dino 246 GT Typ M von 1971 in Rot, seitlich von vorne fotografiert, in einer modernen Ausstellungshalle.
Der legendäre Ferrari Dino 246 GT Typ M, Baujahr 1971. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Ferrari Dino 246 GT Typ M: Rosso-Corsa-Ikone von 1971

Manche Autos sind mehr als Fortbewegungsmittel; sie sind geformte Erinnerung. Der Ferrari Dino 246 GT Typ M gehört zu dieser seltenen Sorte. Sein Name erinnert an Alfredo „Dino“ Ferrari, dessen Idee vom kompakten V6 die Marke prägte. 1969 am Genfer Salon vorgestellt, entwickelte sich der Dino zur eleganten, zweisitzigen Berlinetta, gezeichnet von Pininfarina und mit Stahlkarosserie bei Scaglietti gebaut. Zwischen 1969 und 1974 entstanden 2.295 Coupés der Baureihe 246 GT – eine Zahl, die seine Exklusivität erklärt. Unter der flachen Haube arbeitet ein 2,4‑Liter‑V6, die Silhouette bleibt niedrig und schlank, der Radstand von 2.340 Millimetern spannt die Haltung zwischen Agilität und Stabilität. Der Ferrari Dino 246 GT Typ M verkörpert jene Leichtigkeit, die den Mythos italienischer Sportwagen der frühen siebziger Jahre bis heute lebendig hält.

Ferrari Dino 246 GT Typ M: Charakter und Technik

Roter Ferrari Dino 246 GT Typ M von hinten im Showroom, gut gepflegter Zustand, klassische Form.
Heckansicht des Ferrari Dino 246 GT Typ M in leuchtendem Rot steht bei Pannhorst Classics. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Das hier beschriebene Exemplar wurde im Juni 1971 gebaut und auch im selben Monat erstmals zugelassen. Als Typ M gehört er zur mittleren Serie innerhalb der drei Entwicklungsstufen L, M und E. Außen leuchtet Rosso Corsa – ein Farbton, der die Linien schärft und die Rundungen betont. Innen warten beige Daytona-Sitze mit roten Akzenten, dazu schwarzer Teppich und eine vollständig in schwarzem Leder ausgeführte Armaturenkonsole. Die Technik bleibt feinsinnig analog: 5‑Gang‑Schaltgetriebe, Heckantrieb, vier Scheibenbremsen und Alufelgen. Elektrische Fensterheber runden die Ausstattung ab. Der Zustand ist einwandfrei, die Pflege historisch dokumentiert – ein klassischer Sportwagen, der seine Authentizität bewahrt hat, ohne die Alltagstauglichkeit aus den Augen zu verlieren.

Der V6 im Ferrari Dino 246 GT Typ M

Ferrari Dino 246 GT Typ M, Baujahr 1971, rot, Seitenansicht in moderner Garage
Der Dino – klassischer Supersportler von Ferrari. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Sein faszinierendstes Detail bleibt der Motor. Der 2,4‑Liter‑V6 mit 2.418 Kubikzentimetern setzt auf zwei obenliegende Nockenwellen und atmet frei drehend bis 7.600 Umdrehungen pro Minute, wo 143 kW beziehungsweise 195 PS anliegen. In Verbindung mit dem 5‑Gang‑Getriebe entsteht jener fließende Rhythmus, der sportliche Fortbewegung zu einer Kunstform macht. Etwa 1.080 Kilogramm Trockengewicht halten die Trägheit im Zaum, die vier Scheibenbremsen bringen die Coupé‑Karosserie zuverlässig zur Ruhe. Rund 235 km/h Spitze markieren die nüchterne Zahl, doch entscheidend ist, wie der Ferrari Dino 246 GT Typ M Tempo in Gefühl verwandelt: präzise, leichtfüßig, voller mechanischer Ehrlichkeit – ein Fahrbild, das die Faszination Mobilität auf den Punkt bringt.

Historie mit Sorgfalt: Arbeiten und Erhaltung

Rote Motorhaube eines Ferrari Dino 246 GT Typ M mit gelb-blauem Dino-Emblem und Scheinwerferausschnitt, Detailaufnahme
Detailaufnahme der Motorhaube des Dino 246 GT Typ M mit dem Dino-Emblem. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Auch die Lebensgeschichte dieses 246 GT überzeugt. Im November 1994 erhielt der Motor eine Überholung samt Zylinderkopfumrüstung auf bleifreien Betrieb – ausgeführt bei Ferrari Eberlein. 1996 wechselte das Fahrzeug dort an seinen letzten Besitzer und blieb zwei Jahrzehnte in derselben Hand. 2016 folgten umfangreiche Erhaltungsarbeiten im Umfang von rund 10.000 Euro, ebenfalls bei Ferrari Eberlein. Zuletzt wurden die Vergaser überholt. Frühere Restaurierungsarbeiten fanden in der Schweiz statt, die Werkstatt ist jedoch nicht überliefert. Die Zahl der Vorbesitzer bleibt unbekannt, die Historie ist gleichwohl dokumentiert und konsistent. Das Ergebnis ist ein Einblick in verantwortungsvolle Pflege, die Substanz und Charakter wahrt – ein Weg, der klassischen Fahrspaß für die Gegenwart sichert.

Form und Details: Rosso Corsa, Daytona, Leder

Ferrari Dino 246 GT Typ M, Baujahr 1971, mit geöffnetem Fahrerfenster, beigen Daytona-Sitzen mit roten Akzenten und schwarzem Armaturenbrett.
Blick in das Cockpit und auf die beigefarbenen Daytona-Sitze des Ferrari Dino. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Die Proportionen des zweisitzigen Berlinetta‑Coupés verbinden Eleganz mit Zweckmäßigkeit. Die von Pininfarina gezeichnete Form wirkt wie ein langer Atemzug, den Scaglietti in Stahl materialisierte. Rosso Corsa betont die Spannung zwischen fließenden Flächen und präzisen Kanten. Im Innenraum setzen die beige Daytona‑Sitze mit roten Akzenten einen warmen Kontrapunkt, der schwarze Teppich rahmt, die vollständig in schwarzem Leder bezogene Armaturenkonsole bringt Ruhe und Fokus. Aluminiumfelgen und Scheibenbremsen sind nicht nur Technik, sondern Stilmittel; elektrische Fensterheber fügen eine dezente Bequemlichkeit hinzu. Im Ferrari Dino 246 GT Typ M greift alles ineinander: Linien, Materialien, Bedienkräfte. So entsteht jene Authentizität, die viele suchen und die hier spürbar ist.

Ein Dino aus 06/1971: Kontext und Einordnung

Tachometer und Instrumente im Cockpit eines Ferrari Dino 246 GT Typ M aus dem Jahr 1971.
Das klassische Armaturenbrett mit Tachometer, der bis 270 km/h geht.. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Das Modell selbst steht exemplarisch für den Aufbruch der späten sechziger und frühen siebziger Jahre. 1969 debütiert, lief der 246 GT bis 1974 und durchlief dabei drei Serien – L, M und E –, deren frühe Ausführungen mit kürzerem Radstand begannen und später durch längere Updates verfeinert wurden. Der hier vorgestellte Ferrari Dino 246 GT Typ M stammt aus 06/1971, wurde im selben Monat erstmals zugelassen und verbindet die Reife der mittleren Serie mit einer bemerkenswerten Pflegehistorie. Dass dieses Auto derzeit angeboten wird, ist keine Einladung zum Schnellschluss, sondern eine stille Chance für Kenner, die Substanz zu würdigen. Das Fahrzeug unterliegt der Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges