Seitenansicht einer restaurierten Honda SL350K1 von 1971 in Candy Ruby Red auf einem Schotterplatz
Komplett restaurierte Honda SL350K1 von 1971 in originaler Candy Ruby Red Lackierung (Foto: mecum.com)

Zweizylinder-Viertakter: Die Honda SL350 K1 von 1971

Man sieht sie und will sofort den Kickstarter durchtreten. In Candy Ruby Red steht die 1971er SL350 da, als hätte sie gerade die 70er verlassen. Dieses Exemplar hat eine komplette Frame-up-Restaurierung mit NOS-Teilen hinter sich. Das ist keine schöne Geschichte – das ist Fakt.

Aus der Ära, als Motorräder noch Abenteuer versprachen

Komplett restaurierte Honda SL350K1 Baujahr 1971 in rot, aufgenommen im Freien auf einer Wiese
Restaurierte Honda SL350K1 von 1971 in Candy Ruby Red, präsentiert im Park (Foto: mecum.com)

Die SL350 kam 1969 als geländeorientiertes Motorsport-Modell. Honda wollte einen kräftigen OHC-Zweizylinder für raues Gelände. Innerhalb der SL-Familie war die 350er besonders, weil sie statt des üblichen Einzylinders einen Parallel-Twin trug. Robust genug für Schotter, kultiviert genug für längere Strecken.

Die K1 – die ausgereiftere Variante

Dieses Baujahr 1971 ist eine SL350K1. Genau diese Reduktion macht die K1 bis heute sympathisch.

Der Parallel-Twin als Herzstück

Seitenansicht einer frisch restaurierten Honda SL350K1 von 1971 in Candy Ruby Red
Restaurierte Honda SL350K1 von 1971 im Originalfarbton Candy Ruby Red (Foto: mecum.com)

Luftgekühlter Zweizylinder mit 326 cm³ Hubraum. Motor und das manuelle 5-Gang-Getriebe wurden komplett neu aufgebaut. Auf dem Papier unspektakulär. In der Realität ein Twin, der seidenweich läuft und deutlich mehr Kultur bietet als die rauen Einzylinder der damaligen Enduros.

33 PS bei 139 Kilo – was das bedeutet

Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern wie der Twin Leistungsentfaltung zeigt. Er dreht willig hoch. Keine Elektronikhilfe – nur Gasgriff, Kupplung und Gefühl.

Candy Ruby Red und saubere Details

Nahaufnahme des Tanks einer Honda SL350K1 in der Originalfarbe Candy Ruby Red mit HONDA-Logo
Detailansicht des originalen Tanks der restaurierten Honda SL350K1 in Candy Ruby Red (Foto: mecum.com)

Die Farbe ist original für die K1 und steht der SL350 ausgesprochen gut. Bei diesem Exemplar Candy Ruby Red, dazu neuer Chrom, neuer Auspuff und neue Reifen. Bei Klassikern entscheiden genau diese Kleinigkeiten. Wenn alles passt, wirkt die Maschine nicht überrestauriert, sondern einfach richtig alt – im besten Sinn.

Rahmen, Bremsen und der Kickstarter

Rahmennummer SL3502003698. Gestartet wird klassisch per Kickstarter. Diese Direktheit spürt man sofort. Kein Taster, sondern ein kurzer, mechanischer Dialog mit der Maschine.

Gebaut für Berg und Schotter

Armaturenbrett und Instrumente einer Honda SL350K1 mit originalen Anzeigen und verchromtem Lenker
Blick auf Tacho und Drehzahlmesser der Honda SL350K1, Baujahr 1971, in Candy Ruby Red (Foto: mecum.com)

Honda positionierte die SL350 als Maschine für Straße und leichtes Gelände. Aus heutiger Sicht einfache Lösungen. Damals zeigten sie, dass Honda die SL350 als ernsthaft nutzbares Motorrad sah, nicht nur als Wochenendspielzeug.

Lot G85 bei der Auktion in Las Vegas

Das Motorrad wird als Lot G85 bei Mecum in Las Vegas 2026 angeboten, Termin Dienstag, 27. Januar. Eine komplett restaurierte SL350K1 mit Candy Ruby Red und neu aufgebautem 326ccm-Parallel-Twin. Für Sammler ein starkes Stück. Ob man sie wirklich bewegt oder nur anschaut, bleibt jedem selbst überlassen.

Warum die SL350 heute noch berührt

Detailaufnahme des Motors und Tanks einer Honda SL350K1 in Candy Ruby Red.
Der restaurierte Parallel-Twin-Motor der Honda SL350K1 in originalem Candy Ruby Red Lack. (Foto: mecum.com)

Sie sitzt genau zwischen den Welten. Nicht reine Straßenmaschine, nicht harter Geländebolzer. Der Parallel-Twin bringt technische Eleganz, das Candy Ruby Red den passenden Charakter. Nach der Restaurierung wirkt dieses Exemplar, als käme es frisch aus der damaligen Produktion. Man braucht kein großes Gerede. Man kickt sie an und versteht sofort, warum diese Bikes damals so viele begeistert haben.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges

FAQ

Motor und technische Details der Honda SL350K1 von 1971 in Candy Ruby Red
Detailansicht des Motors der restaurierten Honda SL350K1 in Candy Ruby Red aus dem Jahr 1971 (Foto: mecum.com)

Warum gilt die Honda SL350 als besonders interessante Klassikerin?

Weil sie keinen gewöhnlichen Einzylinder-Enduro-Charakter hat. Der Parallel-Twin läuft spürbar ruhiger und kultivierter, ohne die üblichen Vibrationen. Gleichzeitig ist die Maschine robust genug für Schotter und leichte Geländepassagen. Das war in den frühen 70ern selten. Dazu kommt die schlanke, ehrliche Linie. Wer Klassiker nicht nur anschauen, sondern auch fahren will, findet hier echten Charakter.

Was macht dieses restaurierte Exemplar so attraktiv für Sammler und Liebhaber?

Die komplette Frame-up-Restaurierung mit NOS-Teilen, der neu aufgebaute Motor. Dazu Candy Ruby Red, neuer Chrom, neue Elektrik, neuer Sitz und neue Verschleißteile. Das ist keine oberflächliche Kosmetik. Alles passt zusammen. Solche Qualität bei einer SL350 sieht man selten. Für Sammler, die sofort einsteigen wollen, ein sehr starkes Angebot.

Ist die Honda SL350 eher ein Fahrzeug zum Fahren oder zum Bewahren?

Beides. Sie wurde genau für Schotter, Bergpässe und lange Nachmittage gebaut. Gleichzeitig hat eine so saubere Restaurierung hohen Sammlerwert. Viele stellen sie nur hin. Ich würde sie fahren. Auf trockenem Waldweg oder ruhiger Landstraße zeigt der Twin, was er kann. Wer sie nur ins Regal stellt, verschenkt einen großen Teil ihres Wesens.