Zwei seitliche Tanks, 23 Liter Gesamtvolumen, rund 500 Kilometer Reichweite. Die Ténéré 700 World Raid 2026 ist für Fahrer gemacht, die zwischen Start und Ziel möglichst viel erleben wollen statt nur den kürzesten Weg zu nehmen.
Yamaha nennt das Konzept „Adventure has no limits“. Die technischen Daten stützen das zumindest in der Praxis: große Reichweite, angepasste Assistenzsysteme, überarbeitetes Fahrwerk. Wer Asphalt nur als eine Option von vielen sieht, findet hier ein ernstzunehmendes Werkzeug.
Ein Adventure-Bike mit klarem Fernweh-Charakter

Die Grundausrichtung bleibt erhalten: aufrechte Sitzposition, zweckmäßiger Aufbau, hohe Geländegängigkeit. Gleichzeitig wirkt sie erwachsener. Neue Verkleidung, überarbeitete Scheinwerfereinheit und modernes Cockpit geben ihr einen hochwertigeren Auftritt, ohne die kantige DNA zu verwässern.
Für Straße, Schotter und lange Tage
Das Einsatzgebiet ist breit. Lange Touren sollen angenehmer werden, im Gelände muss sie dennoch präzise bleiben. Der leichte Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen passt dazu. Vorn arbeitet eine voll einstellbare 43-mm-USD-Gabel von KYB mit 230 mm Federweg, hinten ein voll einstellbares KYB-Federbein mit 220 mm Federweg. Bodenfreiheit liegt bei 255 mm.
Das faszinierende Detail: zwei Tanks für große Freiheit

Die zwei seitlich montierten, miteinander verbundenen Kraftstofftanks fassen zusammen 23 Liter. Realistisch sind damit rund 500 Kilometer drin. Für ein Adventure-Bike bedeutet das weniger Planung, mehr Gelassenheit und die Bereitschaft, auch mal den unklaren Weg zu nehmen.
Die seitliche Anordnung reduziert zudem das Schwappen des Kraftstoffs. Gerade bei schnellen Richtungswechseln oder welligen Passagen spürt man das in der Stabilität. Die Pumpe sitzt tief im linken Tank und unterstützt eine zentralisierte Gewichtsverteilung.
Moderne Elektronik, aber mit Abenteuer im Sinn

Die Sechsachsen-IMU erfasst permanent die Fahrzeugbewegungen. Daraus berechnet das System passende Eingriffe bei Motorleistung, Traktion und ABS. Ziel ist nicht, dem Fahrer das Abenteuer wegzunehmen, sondern mehr Vertrauen zu geben, wenn der Untergrund schwierig wird.
Traktion nach Terrain
TCS und SCS bieten je drei Modi: ON, OFF und individuell angepasste Einstellungen je nach Einsatz. So lässt sich die Unterstützung an Straße, losen Grund oder den Wunsch nach direkter Kontrolle anpassen. Das ABS folgt derselben Logik. Neben Kurven-ABS gibt es Einstellungen mit deaktiviertem ABS hinten oder komplett deaktiviertem ABS.
Neu ist das YCC-T. Es bringt zwei Modi mit: Sport für direktere Leistungsentfaltung auf der Straße und Explorer für sanfteres, besser dosierbares Ansprechverhalten im Gelände oder bei Nässe.
Der CP2-Motor bleibt das Herz der Ténéré

Flüssigkeitsgekühlter CP2-Zweizylinder mit 689 cm³ Hubraum. DOHC-Viertakter mit vier Ventilen pro Zylinder. 54 kW bei 9.000/min, 68 Nm bei 6.500/min. Verdichtung 11,5:1, Bohrung x Hub 80 x 68,6 mm.
Genau dieses Drehmoment im nutzbaren Bereich passt zur Ténéré. Die EU5+-Überarbeitung soll linearer und präziser ansprechen. Auf Schotter, nassen Straßen oder engen Bergpassagen ist diese Dosierbarkeit oft wertvoller als reine Spitzenwerte.
Komfort für Reisen, Kontrolle für schwierige Wege

Neue einteilige flache Sitzbank und angepasste Tankformen verbessern die Bewegungsfreiheit – im Sitzen auf Asphalt wie im Stehen auf losem Untergrund. Sitzhöhe beträgt 890 mm, fahrfertiges Gewicht liegt bei 220 kg.
Mehr Ruhe am Lenker
Der einstellbare Lenkungsdämpfer dämpft harte Schläge von Spurrillen und Schlaglöchern. Er reduziert auch Lenkerflattern bei Seitenwind. Auf langen Etappen merkt man das an deutlich geringerer Ermüdung.
Dazu kommen Windschild, seitliche Deflektoren und große Fußrasten mit herausnehmbaren Gummieinsätzen. Auf der Autobahn zählt Wetterschutz, im Gelände Grip und Standfestigkeit. Genau diese Doppelfunktion macht den Charakter der World Raid aus.
Digitales Cockpit mit Raid-Gefühl

Das 6,3-Zoll-TFT-Farbdisplay steht vertikal und ist aus Sitz- wie Stehposition gut ablesbar. Drei Anzeige-Layouts stehen zur Wahl: STREET, EXPLORER und RAID.
Über die MyRide-App lässt sich das Smartphone koppeln. Dann kommen Turn-by-Turn-Navigation, Anrufe, Nachrichten, E-Mails und Musik aufs Display. Tempomat runden die Langstreckentauglichkeit ab. Die Ténéré 700 World Raid 2026 gibt es in Redline White und Midnight Black. Ein Bike, das lange Wege ohne ständige Tankpausen erlaubt.
Bilder: Hersteller
FAQ

1. Für wen eignet sich die Yamaha Ténéré 700 World Raid besonders?
Für Tourenfahrer, die echtes Gelände nicht scheuen. Rund 500 km Reichweite, solides Fahrwerk mit viel Federweg und IMU-gestützte Helfer wie TCS, SCS und anpassbares ABS machen sie auf Schotter und Pisten stark. Die 890 mm Sitzhöhe und 220 kg verlangen jedoch Routine und Körperbeherrschung. Wer beides mitbringt, bekommt ein vielseitiges, reisetaugliches Adventure-Bike mit echter Offroad-Substanz.
2. Was macht die zwei Tanks der World Raid im Alltag und auf Reisen so besonders?
23 Liter in zwei seitlichen Kraftstofftanks bedeuten rund 500 km ohne Tankstopp. Das spart auf abgelegenen Strecken Zeit und Nerven. Gleichzeitig reduziert die Bauform das Kraftstoff-Schwappen, was die Stabilität bei Richtungswechseln und welligem Untergrund spürbar verbessert. Die tiefe Lage der Pumpe im linken Tank hilft bei der zentralen Gewichtsverteilung. In der Praxis mehr Gelassenheit bei der Routenwahl und spontanere Umwege.
3. Wie gut verbindet die Ténéré 700 World Raid Komfort, Technik und Offroad-Tauglichkeit?
Die Abstimmung passt. Flache Sitzbank, guter Windschutz, Tempomat und das vertikale TFT-Display mit App-Anbindung sorgen auf langen Etappen für Komfort. Gleichzeitig bleiben 230/220 mm Federweg, 255 mm Bodenfreiheit, große Fußrasten und Gelände-Modi für Traktion und ABS erhalten. Die Elektronik unterstützt, ohne den mechanischen Charakter zu überdecken. Wer beides ernsthaft sucht und Erfahrung mitbringt, liegt mit der World Raid richtig.



