(Foto: vinfastauto.eu)

VinFast VF 6: Handlich, digital, zwei Charaktere

Das B-Segment ist brutal voll. Genau deshalb ist der VF 6 interessant. Er versucht nicht, mit Größe zu beeindrucken, sondern mit sauberer Form, konsequenter Digitalisierung und einem Antriebsangebot, das für Pendeln, Einkauf und gelegentliche Langstrecke passt.

Die Linienführung wirkt eigenständig, ohne verspielt zu sein. Die markanten V-LED-Scheinwerfer vorne und hinten geben ihm Gesicht. Krimsonrot, Neptungrau, VinFast Blau, Deep Ocean oder Brahminy Weiß – die Farben stehen ihm.

Klare Kante im kompakten Format

4.238 mm lang, 1.820 mm breit, 1.594 mm hoch. In dieser Klasse sind das gute Maße. Man kommt noch einigermaßen durch enge Innenstädte, hat aber genug Präsenz und einen brauchbaren Innenraum für den Alltag auf Landstraße und Autobahn.

Als batterieelektrisches Subkompakt-Crossover ist er klar im B-Segment positioniert. Torino Design hat die Karosserie gezeichnet – clean, glattflächig, auf urbane Wirkung getrimmt.

Design mit Funktion

Die 360-Grad-Kamera mit grafischen Einblendungen ist kein Spielzeug. Bei der erhöhten Sitzposition eines SUV nimmt sie im Parkhaus und in engen Lücken tatsächlich Nervosität raus.

Der große Bildschirm als Mittelpunkt

Im Innenraum dominiert ein 12,9-Zoll-Touchscreen. Keine Überraschung mehr, hier aber konsequent umgesetzt. Navigation, Fahrzeugmenüs und Konnektivität laufen zentral über eine Oberfläche. Das Cockpit bleibt aufgeräumt.

Genau dieser Bildschirm definiert den Wagen. Er macht das Auto zum digitalen Werkzeug. Wer heute ein kompaktes E-SUV kauft, erwartet genau das – eine saubere, schnelle Benutzeroberfläche, die das Raumgefühl stärker prägt als Chromleisten.

Komfort, der zur Klasse passt

Die Materialien sind für das Segment ordentlich, die Ergonomie stimmt. In der Plus-Version gibt es serienmäßig Head-up-Display und einen 8-fach elektrisch verstellbaren Fahrersitz mit Heizung und Belüftung. Das ist in dieser Klasse ein echter Punkt. Die Eco-Version kommt mit manuell sechsfach verstellbarem Fahrersitz, behält aber denselben großen Bildschirm.

Elektrischer Alltag mit zwei Charakteren

Zwei Varianten, eine Batterie. Beide haben 59,6 kWh. Der Eco leistet 130 kW und 250 Nm, der Plus 150 kW und 310 Nm. Sprintwerte von 8 bis 10 Sekunden zeigen, wo der Wagen steht: nicht bei der Ampelkeilerei, sondern bei praxistauglichem Antritt.

Die WLTP-Reichweite liegt bei 410 km (Eco) respektive 379 km (Plus). Wer maximale Distanz will, nimmt den Eco. Wer mehr Leistungsentfaltung, 19-Zoll-Räder, Panorama-Glasdach und besseren Sitzkomfort will, greift zum Plus. Laden von 10 auf 70 % soll in rund 25 Minuten erledigt sein – brauchbar für längere Etappen.

Assistenz mit Augenmaß

Autobahnassistent, Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat und automatisches Einparken gehören zum Paket. Das ist heute in dieser Klasse kein Luxus mehr, sondern erwartet.

Der VF 6 ist ein Fahrzeug für Leute, die im kompakten Format keine Abstriche bei Digitalisierung und Ausstattung machen wollen. In Deutschland startet er bei 34.990 Euro (Eco) beziehungsweise 38.990 Euro (Plus).

FAQ

1. Für wen eignet sich der VinFast VF 6 im Alltag besonders?

Für Pendler, kleine Familien und alle, die ein kompaktes Elektroauto wollen, das in der Stadt nicht nervt und auf der Landstraße nicht schlappmacht. Die Maße helfen beim Parken und Rangieren, das digitale Cockpit und die Assistenzsysteme liefern modernen Komfort. Wer nicht mehr als 4,24 Meter braucht und Wert auf vernünftige Reichweite plus ordentliche Ausstattung legt, bekommt ein stimmiges Gesamtpaket.

2. Worin unterscheiden sich der VF 6 Eco und der VF 6 Plus am stärksten?

Im klaren Zielkonflikt zwischen Effizienz und Ausstattung. Der Eco bietet die bessere WLTP-Reichweite, den niedrigeren Preis und reicht für die meisten völlig aus. Der Plus legt mit 310 Nm mehr Drehmoment, größeren Rädern, Panorama-Glasdach, besserem Fahrersitz (elektrisch, beheizt und belüftet) und Head-up-Display nach. Rationalistinnen und Rationalisten greifen zum Eco. Wer mehr Komfort und Präsenz möchte, nimmt den Plus.

3. Was macht den Innenraum des VinFast VF 6 besonders interessant?

Der 12,9-Zoll-Touchscreen ist nicht nur groß, er ist das zentrale Element. Er bündelt alles – Navigation, Medien, Fahrzeugfunktionen – und lässt das Cockpit clean wirken. Je nach Version kommen Head-up-Display, Sitzbelüftung und gute Ergonomie dazu. Das Ergebnis ist ein Innenraum, der deutlich moderner und aufgeräumter wirkt als bei vielen klassischen Vertretern der Klasse.

Bilder: Hersteller