Toyota C-HR Plus Elektro-SUV beim Ladevorgang vor einer modernen Garage
(Foto: toyota.de)

Toyota C-HR+: Crossover-Coupé entdeckt E-Antrieb

Ein vertrautes Gesicht, aber komplett neu gedacht

Toyota C-HR+ Elektro-SUV in Seitenansicht, ein Mann steht daneben in moderner Umgebung
Das vollelektrische Crossover-Coupé Toyota C-HR+ – Design trifft Alltagstauglichkeit. (Foto: toyota.de)

Der Toyota C-HR+ setzt an einem Punkt an, an dem viele Elektro-SUVs eher austauschbar wirken. Das kompakte Crossover-Coupé, das seit 2016 mit seiner scharfen Linienführung polarisiert, tritt nun als vollelektrische Variante auf. Der Marktstart in Deutschland war für Ende 2025 vorgesehen, und schon jetzt zeigt sich: Hier wird nicht einfach ein bekannter Name elektrifiziert, sondern ein Konzept neu interpretiert.

Statt sich im Einheitslook der Stromer zu verlieren, bleibt der C-HR+ seiner eigenständigen Formensprache treu. Die prägnante Coupé-Silhouette mit kurzen Überhängen, die kraftvoll gezogene Schulterlinie und die breiten Flanken sorgen dafür, dass der Wagen optisch eher an ein dynamisches Sportcoupé erinnert als an ein klassisches Familien-SUV. Mit 4.520 Millimetern Länge, 1.870 Millimetern Breite und 1.595 Millimetern Höhe trifft der C-HR+ genau die Größe, die sich in Innenstädten noch angenehm manövrieren lässt, auf der Autobahn aber satt auf der Straße liegt.

Innenraum: Coupé-Linie außen, Platzgefühl innen

Innenansicht des Toyota C-HR+ mit geöffneter Tür und einer Frau, die von außen in das Fahrzeug blickt
Der Innenraum des C-HR+ ist modern und komfortabel gestaltet. (Foto: toyota.de)

Im Innenraum löst der C-HR+ eines jener Versprechen ein, an denen viele Coupé-SUVs scheitern: Er verbindet das extrovertierte Äußere mit einem großzügigen Raumangebot. Der Radstand von 2.750 Millimetern schafft spürbar Beinfreiheit in der zweiten Reihe, die hohe Gürtellinie wird durch ein durchdachtes Lichtkonzept und klare Linien im Cockpit ausgeglichen. Menschen, die Design schätzen, aber nicht auf Alltagstauglichkeit verzichten wollen, finden hier einen Kompromiss.

Mann mit Smartphone-App zur Steuerung und Überwachung des Ladevorgangs eines Toyota C-HR+ Elektroautos.
Der Ladevorgang ses Toyota C-HR+ kann über eine Smartphone-App kontrolliert, das Smartphone kann während der Fahrt kabellos werden. (Foto: toyota.de)

Komfortfeatures sind auf den digitalen Alltag abgestimmt. Zwei kabellose Smartphone-Ladepads im vorderen Bereich nehmen mehrere Geräte auf, während im Fond USB-Anschlüsse dafür sorgen, dass Mitreisende ihre Elektronik ohne Kabelsalat betreiben können. Eine Klimaautomatik regelt die Temperatur feinfühlig – ein Punkt, der bei Elektrofahrzeugen zur Reichweite beiträgt. Die Bedienung bleibt übersichtlich und aufgeräumt, ohne übertriebene futuristische Elemente.

14-Zoll-Display: Schaltzentrale für das elektrische Fahrerlebnis

Fahrer steuert den Toyota C-HR+ mit großem Zentraldisplay und Panoramadach in urbaner Umgebung.
Blick auf das digitale Cockpit und das große Panaorama-Dach des neuen vollelektrischen Toyota C-HR+. (Foto: toyota.de)

Ein besonderes Detail prägt das Cockpit: das 14 Zoll große Zentraldisplay. Es dient als Schaltzentrale für Navigation, Medien und Fahrzeugeinstellungen. Die EV-spezifische Navigationslogik plant Strecken unter Berücksichtigung von Batteriestand und Fahrbedingungen und schlägt Ladepunkte vor.

Antrieb, Varianten und Fahrleistungen für Enthusiasten

In Kombination mit der App-Anbindung entsteht ein digitaler Überblick über das Auto. Über eine Smartphone-Anwendung lassen sich Ladezustand, verbleibende Reichweite und Ladevorgänge überwachen und steuern. Für Vielfahrer und Pendler bedeutet diese Transparenz mehr Planbarkeit.

Toyota C-HR+ Elektromodell fährt auf Küstenstraße mit Blick auf das Meer
Der neue C-HR+ kann mit 57,7-Kilowattstunden und 77-Kilowattstunden-Akkus geordert werden. (Foto: toyota.de)

Unter dem Blech stehen mehrere Konzepte zur Wahl. Zwei Batteriegrößen bilden das Rückgrat: 57,7 Kilowattstunden und 77 Kilowattstunden (jeweils brutto). In Verbindung mit Frontantrieb leistet der C-HR+ mit der kleineren Batterie 123 Kilowatt (167 PS). Die 77-kWh-Variante bietet 165 Kilowatt (224 PS). Für ein kompaktes Crossover reicht das im Alltag und auf der Landstraße.

Die Allradversion steigert die Systemleistung auf 252 Kilowatt (343 PS). Damit sprintet der C-HR+ in etwa 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Leergewicht von rund 1.940 Kilogramm liegt im erwartbaren Rahmen, die zulässige Gesamtmasse von 2.520 Kilogramm und eine mögliche Zuladung von bis zu 655 Kilogramm zeigen, dass der C-HR+ alltagstauglich ist.

Reichweite, Laden und Alltagstauglichkeit

Toyota C-HR+ Heckansicht bei Regen auf nasser Straße an der Küste
Der neue vollelektrische Toyota C-HR+ soll rund 600 Kilometer weit kommen. (Foto: toyota.de)

Bei der Reichweite bricht der C-HR+ mit dem Vorurteil, dass extravagantes Design zu Kompromissen führen müsse. Mit der 77-kWh-Batterie sind unter optimalen Bedingungen bis zu 607 Kilometer nach WLTP möglich. Natürlich hängt die tatsächliche Reichweite vom Fahrstil, der Beladung und der Nutzung von Komfortfunktionen ab.

Beim Laden kann der Energiespeicher an Gleichstrom-Schnellladern mit bis zu 150 Kilowatt in etwa 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent gebracht werden. Für ein kompaktes Crossover wirkt diese Kombination aus Reichweite und Ladegeschwindigkeit abgestimmt.

Sicherheit, Historie und Bedeutung für die Crossover-Welt

Der C-HR+ umfasst Assistenzsysteme wie einen Toten-Winkel-Warner und Einparkhilfen, die den Alltag in engen Räumen erleichtern.

In die Historie des Modells passt der C-HR+ als vollelektrische Ausbaustufe. Seit 2016 steht der C-HR für extrovertiertes Design, die zweite Generation seit 2023 hat diese Linie geschärft. Für Enthusiasten ist der Schritt zum Batteriefahrzeug eine logische Weiterführung.

Offizielle Preisinformationen zum Toyota C-HR+ liegen vor: Toyota nennt u. a. 41.990 € (Active), 45.990 € (Teamplayer) und 53.990 € (Lounge). Dieses Fahrzeug spricht Fahrer an, die Design, Technik und Alltagstauglichkeit in einem eigenständigen Paket suchen – und sich auf eine elektrische Interpretation einlassen.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Für wen lohnt sich der Toyota C-HR+ im Alltag – und wo liegen die typischen Kompromisse?

Der C-HR+ richtet sich an Fahrer, die ein auffälliges Design wollen, aber ein alltagstaugliches Elektroauto suchen. Durch die kompakten Außenmaße bleibt er in der Stadt handlich, der lange Radstand schafft Platz im Fond. Kompromisse entstehen durch das Coupé-Konzept: Die Silhouette kann die Übersicht nach hinten beeinflussen. Insgesamt ist er ideal für Pendeln, Familien mit moderatem Platzbedarf und alle, die Technik und Stil verbinden wollen.

2) Welche Version ist die sinnvollste: 57,7 kWh, 77 kWh oder gleich Allrad?

Welche Variante passt, hängt vom Nutzungsprofil ab. Die 57,7-kWh-Version mit Frontantrieb ist für regionale Fahrten geeignet, wenn zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann. Die 77-kWh-Variante ist für längere Strecken und Winterfahrten ausgeglichen. Die Allradversion spielt Stärken aus, wenn Performance wichtig ist oder bei Nässe und in hügeligen Regionen.

3) Was bedeuten 607 km WLTP und “10–80 % in etwa 28 Minuten” in der Praxis wirklich?

Die WLTP-Reichweite von bis zu 607 Kilometern zeigt das Potenzial der 77-kWh-Variante unter standardisierten Bedingungen. Im Alltag beeinflussen Tempo, Temperatur, Beladung und Heiznutzung die Reichweite. Beim Schnellladen ist “10 bis 80 Prozent in etwa 28 Minuten” ein Richtwert bei passender Ladesäule und Batterie-Temperatur. Realistisch heißt das: Auf Langstrecke sind kurze Stopps möglich, aber nicht jeder Halt ist identisch schnell.