Der Name Sierra hat Geschichte. 1991 war der Dreitürer mit den riesigen Heckfenstern ein eigenwilliges SUV, das nicht jedem gefiel – aber genau das war der Punkt. Der neue Sierra.ev nimmt diese Linie auf, ohne in Nostalgie zu verfallen. Kantig, technisch solide und mit genug Reichweite und Raum für Fahrer, die Alltag, Urlaub und Schotterpisten nicht trennen wollen.
Die Formensprache zitiert den alten Sierra bewusst. Eigenständig statt gefällig, mit klarem Outdoor-Charakter, ordentlichem Komfort und einem digitalen Innenraum, der mehr kann als nur blinken.
Ein Elektro-SUV mit alter Seele und neuem Antrieb

Der Sierra.ev 2026 will kein weiteres stromlinienförmiges SUV sein. Die QWD-Version mit Dual-Motor kommt mit 306 PS Systemleistung und 504 Nm Drehmoment. 5,8 Sekunden auf 100 km/h sind für diese Klasse ein klares Statement. In der Praxis bedeutet das kräftigen Antritt aus dem Stand, spürbare Reserven beim Überholen und Traktion, sobald der Untergrund rau wird.
Die RWD-Variante mit 238 PS reicht vollkommen. Sie positioniert den Sierra.ev als Auto für lange Etappen, Familien und Wochenenden abseits der perfekten Straße.
QWD, Boost Mode und sechs Wege durch schwieriges Terrain

Wenn Traktion mehr zählt als Show
Das Herzstück der QWD-Version ist der intelligente Allradantrieb mit je einem Motor an Vorder- und Hinterachse. Grip, Stabilität und Vertrauen auf Schotter, Matsch oder Sand – genau dafür wurde er gemacht. Nicht als Marketing-Gag, sondern als Werkzeug.
Sechs Terrain-Modi stehen bereit: Normal, Grass/Snow, Mud/Ruts/Gravel, Sand, Rock Crawl und Custom. Für erfahrene Fahrer sind das keine Spielereien. Sie passen Ansprechverhalten, Rekuperation und Traktionskontrolle auf den Untergrund ab, ohne dass man ständig am Gasfuß arbeiten muss.

Der Boost Mode liefert in kritischen Momenten extra Drehmoment und Leistung. Besonders nützlich beim Herausbeschleunigen aus engen Stellen, an Steigungen oder auf losem Grund. Das schwere Elektro-SUV fühlt sich dann merklich leichterfüßiger an.
Das faszinierende Detail: 540 Grad Sicht

Transparenz für enge Wege
Das 540° HD Surround View System mit Transparent Mode geht deutlich über normale Rundumkameras hinaus. Man bekommt nicht nur die Umgebung, sondern eine Echtzeitdarstellung dessen, was direkt unter und unmittelbar vor dem Fahrzeug liegt.
Bei Offroad-Passagen über Steine, tiefe Spurrillen oder unübersichtliche Kanten ist das Gold wert. Man sieht, wo die Räder wirklich stehen. Adaptive Front- und Heck-Abbiegekameras schalten sich beim Einlenken automatisch zu. In engen Garagen, auf Bergpfaden oder beim Rangieren zwischen Mauern reduziert das das Rätselraten erheblich.
Innen wird der Sierra.ev zum digitalen Lebensraum

Im Innenraum dominiert das Horizon View Triple Screen. Drei Displays, die zusammenarbeiten. Zuerst wirkt es nach viel Technik, in der Praxis verteilt es Navigation, Fahrdaten und Entertainment sinnvoll. Kein einzelner Bildschirm muss alles stemmen.

Das Panoramax-Glasdach ist das größte im Segment und passt perfekt zu den ausladenden Fensterflächen. Der alte Sierra lebte von Licht und Weite – diese DNA hat der Neue übernommen. Der Innenraum fühlt sich hell und offen an.
Belüftete Vordersitze, kabelloses Ladefach, USB-C vorne und hinten sowie eine 12-Lautsprecher-JBL-Anlage mit Dolby Atmos sind verfügbar. Dazu elektrische Sitzverstellungen, Zwei-Zonen-Klima, Lederette und eine verschiebbare beleuchtete Sonnenblende.
Reichweite, Laden und Platz für echte Reisen
75 kWh und bis zu 665 Kilometer
75 kWh Batterie und bis zu 665 Kilometer Reichweite – das ist die Zahl, die den Sierra.ev aus der reinen Pendler-Ecke holt. Wer regelmäßig lange Autobahnetappen, Urlaubsfahrten oder spontane Umwege fährt, bekommt deutlich mehr Luft.
Beim Laden legt er mit 1,6C ordentlich vor: 263 Kilometer Reichweite in 15 Minuten. Der Kofferraum schluckt 622 Liter. Das macht ihn familientauglich, ohne dass der SUV-Charakter nur aus der Optik kommt.
Die Assistenzsysteme gehen bis ADAS Level 2+ mit ISA. Auto Park Assist mit 15 Funktionen ist verfügbar, die iRA.ev-Suite bringt 70 vernetzte Features – von Fernverriegelung über Lademanagement und Reiseplanung bis hin zu 5G-OTA-Updates.
Varianten mit klarer Rollenverteilung
Pure bietet schon Ultra Glide Suspension, R18-Leichtmetallräder, 31,24-Zentimeter-Infotainment, 8 Lautsprecher, ESP mit 19 Funktionen, digitale Instrumente, Regensensor, automatische Scheinwerfer, Rückfahrkamera, Scheibenbremsen rundum, kabelloses Android Auto und Apple CarPlay sowie 6 Airbags.
Adventure legt den Schwerpunkt auf Komfort und Erlebnis: 12 JBL-Lautsprecher mit Dolby Atmos, kabelloses Laden, automatisch abblendenden Innenspiegel, 4 Terrain-Modi und weitere Innenraumdetails.
Empowered und die darauf aufbauenden Versionen bringen den Sierra.ev in die obere Liga seines Segments. Triple-Screen-Cockpit, R19-Räder, Head-up-Display mit farbigen Führungslinien, 540° View, Auto Park Assist, adaptive Abbiegekameras. In der AWD-Version kommen Boost Mode, Offroad Assist und alle sechs Terrain-Modi dazu. Genau in dieser Konfiguration zeigt der Sierra.ev sein volles Potenzial – als E-SUV mit Ecken und Kanten, ordentlicher Technik und dem Mut, anders zu sein.
FAQ
1. Für wen ist der Tata Sierra.ev besonders interessant?
Für Fahrer, die von einem Elektro-SUV mehr erwarten als nur Alltagstauglichkeit. Familien, Vielfahrer und alle mit Abenteueranteil. Der große Innenraum, der 622-Liter-Kofferraum und die hohe Reichweite taugen für tägliche Strecken genauso wie für lange Touren. QWD, Terrain-Modi und das 540°-System sprechen zusätzlich diejenigen an, die auf unbefestigten Wegen oder in schwierigem Gelände mehr Kontrolle und Sicherheit wollen. Genau diese Mischung macht ihn interessant.
2. Was macht den Tata Sierra.ev technisch so besonders?
Die Kombination aus kräftigem Dual-Motor-Antrieb, 504 Nm Drehmoment, praxisnahen Offroad-Modi und dem 540°-System mit Transparent Mode. Dazu adaptive Kameras, Auto Park Assist und das Triple-Screen-Cockpit, das tatsächlich sinnvoll aufgeteilt ist. Tata hat nicht nur auf Show gesetzt. 75 kWh, starke Schnellladefähigkeit, gute Konnektivität und vernünftige Reiseplanung zeigen, dass der Sierra.ev für echte Touren und nicht nur für die Stadt gebaut wurde.
3. Ist der Tata Sierra.ev eher Lifestyle-SUV oder echtes Reisefahrzeug?
Er kann beides, funktioniert aber als Reisefahrzeug mit Charakter am besten. Das Design hat Wiedererkennungswert und bedient die Lifestyle-Seite. Die 75-kWh-Batterie, die hohe Reichweite, das schnelle Nachladen und der große Kofferraum sprechen jedoch eine sehr praktische Sprache. Belüftete Sitze, großes Glasdach, starke JBL-Anlage und die vielen vernetzten Funktionen unterstützen das. Wer ein E-SUV sucht, das auf langen Strecken entspannt bleibt und nebenbei auch mal abseits der Straße kann, bekommt hier ein rundes Paket.
Bilder: Hersteller



