VW Autonomous Wheelchair Mobility Konzeptfahrzeug auf der REHACARE 2026
Das autonome Transportsystem für Rollstuhlfahrer auf der REHACARE 2026 in Düsseldorf. (Foto: vwn-presse.de)

Mehr Freiheit: VW denkt Mobilität für Rollstuhlfahrende neu

Auf der REHACARE 2026 in Düsseldorf hat VW Nutzfahrzeuge „Autonomous Wheelchair Mobility“ gezeigt. Das Konzept zielt auf selbstbestimmte Mobilität für Rollstuhlfahrer im urbanen Verkehr ab. Es ist Teil von MaaS – Mobility as a Service: per App buchbare Fahrten mit einer Flotte autonomer Fahrzeuge.

Im Kern steckt kein einzelnes Fahrzeug. Hardware und Software arbeiten vernetzt zusammen. Das autonome Transportsystem berücksichtigt die Anforderungen inklusiver Mobilität. Ziel ist ein deutlich größerer Aktionsradius für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

Autonomous Wheelchair Mobility im Alltag

Autonomes Transportfahrzeug für Rollstuhlfahrer mit mehreren Personen auf der Messe.
VW präsentiert das Konzept ‚Autonomous Wheelchair Mobility‘ für urbane inklusive Mobilität. (Foto: vwn-presse.de)

Die Buchung läuft über eine App. Das Fahrzeug kommt dann punktgenau zum Startpunkt und fährt den Gast zum Ziel. Anders als beim klassischen Taxi oder Shuttle können unterwegs weitere Mitfahrende zusteigen. Ihre Ziele integriert die Routenplanung intelligent – das senkt die Kosten pro Fahrt.

Gemacht für urbane Wege

Der Einsatz bleibt klar auf die Stadt beschränkt. Typische Ziele: Theater, Kino, Arzt oder Einkauf. Genau dort zeigt sich der Nutzen. Kein Showcar. Sondern ein System, das im dichten Stadtverkehr einen echten Zweck erfüllt.

Der Einstieg wird zum technischen Schlüssel

VW Konzeptfahrzeug für autonome Rollstuhlmobilität auf einer Messe ausgestellt.
VW zeigt das Konzeptfahrzeug für autonome Rollstuhlmobilität auf der REHACARE in Düsseldorf. (Foto: vwn-presse.de)

Der automatisierte Einstieg ist der entscheidende Punkt. Nach der Buchung kommt die voraussichtliche Ankunftszeit per App. Der Fahrgast geht zum Abholpunkt. Trifft das Fahrzeug ein, projiziert es den Vornamen per Licht auf den Gehweg. Dann öffnet sich die Schiebetür.

Aus der Projektion wird ein beleuchteter Warnbereich. Anschließend fährt der Rollstuhllift aus dem Fahrzeugboden aus. Der Lift lässt sich per App aktivieren. Steht der Fahrgast sicher und korrekt positioniert auf der Plattform, gibt er per App das Signal zum Anheben auf Einstiegshöhe. Sämtliche Schritte bleiben unter seiner Kontrolle.

Sicherheit ohne fremde Hilfe

Mann im Rollstuhl bedient App zur Steuerung eines autonomen Fahrzeugs für Rollstuhlfahrer.
Ein Rollstuhlfahrer nutzt die App zur Buchung und Steuerung des autonomen Mobilitätskonzepts von VW. (Foto: vwn-presse.de)

Im Fahrzeug geht es zu einem eigenen Platz für Rollstuhlnutzer. Per App schließen sich die Türen, die speziellen Gurtsysteme machen sich automatisch bereit. Ein Roboterarm am Boden legt Gurte an und fixiert den Rollstuhl.

Mehr als ein gewöhnlicher Gurt

Das Gurtsystem verhindert Vor- und Rückwärtsrollen des Stuhls und sichert gleichzeitig den Fahrgast. Im Fond bleiben drei weitere Einzelsitze frei. Das Fahrzeug ist damit nicht auf Einzelnutzung beschränkt, sondern passt zum MaaS-Gedanken mit mehreren Passagieren.

VW Nutzfahrzeuge wertet die Rückmeldungen von Rollstuhlfahrern aus, die auf der REHACARE gesammelt wurden. Diese Praxiserfahrungen sollen direkt in die Weiterentwicklung einfließen. Einen Preis für „Autonomous Wheelchair Mobility“ hat VW bisher nicht genannt.

Bilder: Hersteller