Der MCPura macht keine Show. Er hat eine Haltung und trägt sie vor sich her. Dieser Supersportwagen kommt ohne überflüssige Gesten aus – reduziert, direkt, wie eine gespannte Sehne. Schon der Name passt. Als Coupé zeigt er das Konzept am klarsten: Rennsport-DNA aus Modena, italienisches Handwerk und die Freiheit, einfach nur ein gutes Auto zu bauen.
Ein Supersportwagen mit klarer Herkunft

Der MCPura steht klar in der Supersport-Kategorie und führt die Linie des MC20 konsequent weiter. 2020 hat Maserati mit dem Mittelmotor-Halo-Car eine neue Ära begonnen. Der MCPura ist die weiterentwickelte Version davon. Entwickelt und gebaut wird er in Modena – kein Marketing-Spruch, sondern spürbare Realität in jedem Bauteil.
Optisch bleibt er dem klassischen puren Mittelmotor-Sportwagen treu. Flache, gespannte Linien, alles funktional. Bei 4667 mm Länge, 2178 mm Breite mit Spiegeln und 1226 mm Höhe sieht er schon im Stand verdammt schnell aus.
Nettuno: das Herz unter Spannung

Der 3,0-Liter-V6-Nettuno-Twin-Turbo ist das eigentliche Herzstück. 630 PS (463 kW) und 720 Nm Drehmoment bei einem Leergewicht von 1475 kg – das passt. Kein spektakulärer Einzelmoment, sondern eine dichte, präzise Verbindung zwischen Gasfuß und Hinterachse.
Leistung made in Modena
Das 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe setzt die Kraft sauber um. In weniger als 2,9 Sekunden auf 100 km/h und über 320 km/h Spitze sind möglich. Entscheidend ist jedoch die Abstimmung: breite Bereifung und ein Leistungsgewicht, das Spaß verspricht. Kein schwerer Gran Turismo im Sportdress, sondern ein echter, ausgewogener Mittelmotor-Sportler.
Form, Funktion und ein Hauch Couture

Gegenüber dem MC20 hat Maserati beim MCPura Front, Profil und Heck weiterentwickelt. Die markante Frontpartie, das prägnante Profil und die neu gestaltete Heckpartie geben ihm deutlich mehr Biss. Das Seitenschild trägt den Schriftzug MCPURA, innen findet sich das Logo unter der italienischen Flagge an den Luftausströmern vor dem Beifahrer.
Die Personalisierung wird ernst genommen. Fuoriserie ist hier keine Randerscheinung.
Innenraum: schnell, aber nicht roh

Alcantara dominiert den Innenraum – leicht, griffig und mit angenehmer Haptik. Der MCPura soll schnell sein, aber nicht ungemütlich. Er bestraft seine Insassen nicht für den Anspruch an Fahrdynamik.
Digitale Klarheit statt Knopfsammlung
Der MCPura setzt auf intuitive digitale Displays und ein auf Fahrerfokus ausgelegtes Cockpit. Gestartet wird standardmäßig in GT.
Der MCPura Cielo erweitert die Idee

Neben dem Coupé gibt es den MCPura Cielo als offene Variante. Er wiegt 1560 kg, erreicht über 320 km/h und beschleunigt in unter 2,9 Sekunden auf 100. Das Highlight ist das elektrochrome Glasdach mit PDLC-Technologie, das sich in zwölf Sekunden öffnet und auf Knopfdruck zwischen kristallklar und milchig-weiß wechseln kann.
Beim Coupé stehen nach WLTP 11,5 l/100 km kombiniert und 261 g/km CO₂ im Datenblatt, CO₂-Klasse G. Der Cielo liegt bei 11,7 l/100 km und 265 g/km CO₂, ebenfalls Klasse G. Das sind keine Verbrauchswerte für Vernunftkäufer. Das Auto spielt in einer anderen Liga.
Ein Auto für Menschen mit Benzin im Blut

Der MCPura erzählt keine laute Geschichte, sondern eine konsequente. Modena-Herkunft, bissiger Nettuno-V6, geringes Gewicht und stimmiges Design ergeben ein rundes Paket. Der Reiz liegt nicht allein in den Beschleunigungswerten, sondern in der konsequenten Reduktion auf das Wesentliche: direkter Dialog zwischen Fahrer und Maschine.
Bilder: Hersteller
FAQ
1. Was macht den Maserati MCPura im Vergleich zu anderen Supersportwagen besonders?
Er setzt auf konzentrierte Wirkung statt maximaler Dramatik. Der Nettuno-V6, das geringe Gewicht von 1475 kg, die Mittelmotor-Architektur und die Entwicklung in Modena erzeugen ein charakterstarkes Fahrerlebnis. Dazu kommt die ausgewogene Mischung aus Rennsportgefühl und einem Innenraum, der nicht nur aus Alcantara besteht, sondern auch brauchbar bleibt. Das ist selten.
2. Für wen ist der Maserati MCPura eigentlich gedacht?
Für Fahrer, die eine echte Beziehung zum Auto wollen. Wer einen drehfreudigen Motor, präzise Lenkung und ein gut abgestimmtes Fahrwerk zu schätzen weiß, liegt richtig. Gleichzeitig spricht er Individualisten an, die Personalisierung, Design und Exklusivität ernst nehmen. Wer nur Datenblätter vergleicht oder einfach nur Status will, ist hier falsch.
3. Ist der Maserati MCPura eher ein kompromissloses Tracktool oder auch auf der Straße überzeugend?
Er ist ein ernsthafter Supersportwagen, aber kein reines Tracktool, das auf der Straße zur Strafe wird. Der hochwertige Innenraum und die bewusste Materialwahl sorgen für Alltagstauglichkeit. Gleichzeitig bleibt der Kern hart: wenig Gewicht, starke Leistungsentfaltung und präzise Fahrdynamik. Genau diese Mischung macht ihn selten und wertvoll.



