1982 gebaut und trotzdem wie direkt aus den 1930ern. Lange Haube, wuchtige Kotflügel, aufrechte Frontpartie. Die meisten Autos der Ära waren schon kantig und auf Verbrauch getrimmt. Der Excalibur nicht. Genau das macht ihn eigen. Ein luxuriöser Roadster, der seine eigenen Regeln aufstellt.
Dieses Exemplar steht in Ivory mit Tan-Interieur. Die Kombination passt. Elfenbein außen, hellbraunes Leder innen. Keine laute Pose, einfach klassisch.
Proportionen mit Ansage

Der Excalibur war nie für unauffälliges Ankommen gemacht. Die Linien sprechen eine klare Sprache: lange Haube, markante Kotflügel, hoher Auftritt. Bei der Series IV rücken die Mercedes 500K und 540K der 30er Jahre stärker in den Vordergrund. Frühere Modelle zitierten eher die SS- und SSK-Rennwagen. Der 82er ist deshalb besonders interessant. Er markiert eine echte Weiterentwicklung innerhalb der Baureihe.
Ab 1980 kam die Series IV. Erstes umfassendes Facelift der Marke.
Series IV: mehr Alltagstauglichkeit

Mit der Series IV zog bei Excalibur echtes Alltagsvermögen ein. Glasscheiben an den Seiten, ein richtiger Kofferraum und elektrisch unterstütztes Verdeck bei Roadster und Phaeton. Für einen Wagen mit Vorkriegs-Optik sind das relevante Fortschritte. Historischer Charme trifft auf Komfort, der Anfang der 80er passt.
Nur 159 Roadster gebaut
Von den Series-IV-Roadstern entstanden lediglich 159 Exemplare. Das ist selten. Seltenheit allein macht noch kein gutes Auto. Zusammen mit dem eigenwilligen Charakter entsteht aber etwas, das man im heutigen Straßenbild kaum noch sieht.
Der Rumble Seat

Besonders gelungen ist der elektronisch klappbare Rumble Seat. Das Detail führt direkt zurück in die Frühzeit der Luxuswagen, als zusätzliche Plätze im Heck noch ein eigenes kleines Abenteuer waren. Beim Excalibur wird daraus eine stimmige Verbindung aus Historie und Technik. Keine reine Dekoration. Es lädt den Wagen erzählerisch auf.
Genau solche Details erklären, warum der Excalibur mehr ist als Transport. Er ist ein rollendes Statement. Der Rumble Seat macht aus einer Ausfahrt eine kleine Zeremonie.
V8, Automatik, gelassener Charakter

Unter der langen Haube sitzt ein V8 mit Automatikgetriebe. Die Leistungsentfaltung ist alles andere als nervös. Souveräner Schub aus niedrigen Drehzahlen, kein Hetzen. Bei knapp zwei Tonnen Leergewicht passt das Konzept perfekt. Der Excalibur schiebt gelassen voran.
Die angegebene 0-100-Zeit von 16,1 Sekunden ist kein Sportwert. Muss sie auch nicht sein.
Dieses Exemplar
Fahrgestellnummer 1XARF2312CM821385, Stocknummer 25022. Der Kilometerzähler zeigt 16.975. Das wirkt greifbar. Ein Wagen, der nicht nur steht, sondern auch bewegt wurde. Zustand ausgezeichnet original. Er läuft und fährt einwandfrei.
Ivory und Tan
Servolenkung und elektrische Fensterheber sind an Bord. Zusammen mit dem halb elektrischen Verdeck ergibt sich ein Klassiker, der nicht asketisch auftreten will. Stil ja, aber mit Benutzbarkeit. Das gefällt.
Warum er heute noch berührt
Der Reiz liegt nicht nur in der geringen Stückzahl. Es ist die Haltung. Während heute alles um Effizienz, Leistungsgewicht und digitale Spielereien kreist, erinnert der Excalibur daran, dass Autos auch einfach präsent sein dürfen. Große Formen, bewusster Auftritt, keine Zurückhaltung.
Ein solches Fahrzeug auf dem Markt zu finden, ist eine echte Gelegenheit. 39.500 US-Dollar. Für einen seltenen, fahrbaren Neo-Klassiker mit diesem Charakter kein schlechter Betrag.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges
FAQ
Warum wirkt der Excalibur Roadster trotz Baujahr 1982 wie ein Auto aus einer anderen Epoche?
Er wurde bewusst als neoklassische Hommage an die großen Luxuswagen der 1930er konzipiert. Formen der Mercedes 500K und 540K, lange Haube, freistehende Kotflügel, aufrechte Proportionen. Viele Designtrends der eigenen Entstehungszeit hat er einfach ignoriert. Gleichzeitig ist die Series IV kein reines Retro-Objekt. Glasscheiben, integrierter Kofferraum und elektrisch unterstütztes Verdeck bringen echte 80er-Jahre-Nutzbarkeit mit.
Ist der Excalibur Series IV Roadster eher ein Sammlerstück oder ein Auto zum Fahren?
Beides. Die geringe Stückzahl von 159 Roadstern und der eigene Platz in der Automobilgeschichte machen ihn zum Sammlerobjekt. Automatik, Servolenkung, elektrische Fensterheber und der praktische Kofferraum sprechen aber klar für echten Fahrbetrieb. Er muss nicht auf Zeitenjagd gehen. Souveränes Cruisen mit großem Auftritt reicht völlig. Diese Mischung aus Seltenheit, Komfort und Präsenz funktioniert.
Was macht genau dieses Fahrzeug in Ivory mit Tan-Interieur besonders attraktiv?
Die Farbkombination unterstreicht den aristokratischen Charakter perfekt. Dazu kommen sehr guter Originalzustand, moderate Laufleistung, der Rumble Seat, elektrische Fensterheber und das halb elektrische Verdeck. Die Roadster-Variante ist ohnehin rar. Zusammen ergibt das einen runden Klassiker, der Stil, Komfort und Exklusivität ohne große Kompromisse liefert.



