Seitenansicht des Geotrek Convoy Campervans mit geöffneter Schiebetür und Blick auf den Innenraum, im Vordergrund Straße, im Hintergrund Berge und See.
Der Geotrek Convoy auf Mercedes-Benz Sprinter Basis mit Blick auf das innovative Raumkonzept und Alpenpanorama im Hintergrund. (Foto: geotrekvans.com)

Geotrek Convoy: Sprinter-Campervan für zwei

Der Geotrek Convoy ist für genau die Momente gebaut, in denen der Van mehr als Transport wird. Schotterweg hinter dem letzten Ort, Morgenkaffee mit offener Schiebetür, Abende fernab von Strom und Wasser. Er steht auf dem Mercedes-Benz Sprinter 144 AWD mit 366 Zentimetern Radstand und Allrad. Die Philosophie ist klar: keine maximale Größe, sondern durchdachte Raumnutzung für zwei Personen. Kompakt genug für spontane Touren, aber mit ausreichend Technik, um mehrere Tage ernsthaft autark zu bleiben.

Ein Grundriss, der Nähe zulässt

Seitliche Ansicht des Geotrek Convoy Vans mit geöffneter Schiebetür, Küche und Sitzmöglichkeit sichtbar
Offene Schiebetür des Geotrek Convoy mit Blick auf Küche und Wohnbereich (Foto: geotrekvans.com)

Das eigentlich Interessante am Convoy ist der Innenraum. Statt der üblichen einseitigen Küchenzeile setzt er auf eine geteilte Galley. Dazu kommt ein quer eingebautes Bett mit Bump-outs an den Seiten. Das öffnet den Mittelgang spürbar. Der Van fühlt sich innen deutlich weniger beengt an, als die Außenmaße vermuten lassen. Genau das ist seine Stärke: Er ist nicht nur Schlafplatz und Stauraum, sondern ein Raum, in dem zwei Menschen sich bewegen, kochen und gemeinsam Zeit verbringen können.

Geteilte Küche, offener Mittelpunkt

Split-Galley-Küche und Innenraum eines Geotrek Convoy Campervans, Person beim Kochen mit geöffneter Schiebetür.
Eine Person nutzt die Split-Galley-Küche im Geotrek Convoy mit geöffneter Schiebetür, beleuchteter Innenraum. (Foto: geotrekvans.com)

Die Split-Galley verteilt Kochen und Spülen auf beide Seiten. In der Mitte bleibt echte Bewegungsfläche – im Van-Alltag bei Regen ein riesiger Vorteil. Wer schon mal bei schlechtem Wetter zu zweit gekocht hat, weiß, wovon ich spreche. Der Convoy hat eine elektrische Armatur, ein tiefes Spülbecken von 16 × 14 Zoll, einen Dometic NRX 115 Kühl-/Gefrierschrank und einen einzelnen Induktionskochfeld. Bambusmöbel, Coin-Boden und dimmbare LED-Beleuchtung runden das ab.

Frau nutzt den Dometic NRX 115 Kühlschrank in der geteilten Küchenzeile des Geotrek Convoy Campervans.
Der Dometic NRX 115 Kühlschrank ermöglicht autarkes Kochen und frische Vorräte unterwegs im Geotrek Convoy. (Foto: geotrekvans.com)

Das Querbett als Schlüsselidee

Querbett im Geotrek Convoy Campervan, offene Heckklappe mit Aussicht auf einen See und Berge
Innenansicht des Geotrek Convoy – Querbett und Blick auf die Natur durch die offene Hecktür (Foto: geotrekvans.com)

Das Ost-West-Bett ist der eigentliche Trick. Es hält den Wohnbereich offen. Die Liegefläche misst ohne Bump-outs 57 × 67 Zoll. Der Rahmen sitzt auf 36 Zoll Höhe und lässt sich herausnehmen. Darunter bleibt eine Garage mit 45 Kubikfuß Volumen. Für Equipment, Kisten, Outdoor-Ausrüstung oder Werkzeug ist das entscheidend. Ein Off-Grid-Van muss nicht bei jeder kleinen Ausfahrt neu beladen werden.

Sitzen, essen, arbeiten

Innenansicht des Geotrek Convoy Vans mit Frontsitzen und Blick auf die Berge durch die Fenster
Fahrerhaus des Geotrek Convoy mit Panoramablick auf eine Berglandschaft (Foto: geotrekvans.com)

Der Convoy zeigt, wie fließend die Grenze zwischen Reiseauto und mobilem Wohnraum inzwischen geworden ist. Fahrer- und Beifahrersitz drehen sich in den Innenraum. An der Schiebetür gibt es eine Bank mit Stauraum und einen Lagun-Tisch, der für Essen, Kaffee oder Laptop taugt. Ein zusätzlicher kompakter Klapptisch ist vorhanden. Braucht man mehr Platz, verschwinden beide Tische schnell. Solche Kleinigkeiten entscheiden auf Tour oft, ob der Van nur funktioniert oder wirklich angenehm ist.

Technik für Wege abseits der Routine

Unter dem Ausbau steckt der Sprinter 144 AWD. Der Allrad ist kein Versprechen für Hardcore-Expeditionen, sondern eine solide Basis für nasse Wiesen, Schotterpisten, Gebirgsstraßen und abgelegene Stellplätze.

Wasser, Strom und Wärme

Bei autarkem Reisen entscheidet die Systemtechnik. 24 Gallonen Frischwasser sind an Bord, die 12-Volt-Pumpe liefert 3 Gallonen pro Minute. Beim Grauwasser gibt es Unterschiede: Der Ascent hat einen 5-Gallonen-Tank im Schrank, der Summit einen 24-Gallonen-Unterflurtank. Wärme kommt vom Espar-Dieselheizer, unterstützt durch 3M Thinsulate und GeoTherm Thermal Barrier. In kalten Nächten in den Bergen merkt man den Unterschied sofort.

Zwei Ausbaustufen mit klarem Charakter

Der Geotrek Convoy kommt als Ascent und als Summit. Der Ascent ist die pragmatische Variante für kürzere Trips, gemeinsame Reisen und flexiblen Alltagseinsatz. Er hat ein 5-kWh-EcoFlow-System, 400 Watt Solar auf dem Dach, DC-DC-Lichtmaschinenladung, MaxxAir-Lüfter vorn und hinten, Außendusche, All-Season-Reifen, Sitzbankpolster und zwei hintere Ausstellfenster. Offiziell zwei bis vier Sitzplätze, faktisch klar auf zwei Reisende ausgelegt.

Summit: mehr Reserven unterwegs

Der Summit legt deutlich zu. 10 kWh EcoFlow, Alternator Charging Speed Upgrade, BFGoodrich KO3 Offroad-Reifen auf allen fünf Rädern, Geotrek-Trittbretter, Mondo Mudflap Relocation Kit, Velit 2000R-Klimaanlage und 4-Gallonen-Warmwasserboiler. Die Außendusche bleibt. Wer länger und anspruchsvoller unterwegs ist, bekommt hier mehr elektrische Reserve, bessere Traktion auf losem Untergrund und echten Komfort bei Hitze und Kälte.

Ein Campervan mit erwachsener Gelassenheit

Der Convoy überzeugt, weil er nicht versucht, alles auf einmal zu sein. Kein überdimensioniertes Expeditionsmobil, kein puristischer Wochenend-Van. Er sitzt genau dazwischen – kompakt genug für den Alltag, ausreichend ausgestattet für mehrtägige Touren.

Die Preise sind eindeutig: Der Geotrek Convoy Ascent startet bei 129.050 US-Dollar, der Summit bei 144.450 US-Dollar.

FAQ

Für wen eignet sich der Geotrek Convoy am besten?

Für zwei Reisende, die kompakt bleiben wollen, aber echte Wohnqualität brauchen. Nicht für Familien mit Kindern und nicht für die ganz großen Expeditionen. Er spricht Paare an, Solo-Reisende mit viel Ausrüstung oder aktive Paare, die zwischen Alltag, Wochenende und längeren Touren wechseln. Die Mischung aus Off-Grid-Technik, Stauraum, Allrad und offenem Innenraum passt besonders gut, wenn man viel frei steht, kocht, arbeitet oder auch bei schlechtem Wetter gerne im Van ist.

Was unterscheidet den Convoy von vielen anderen Campervans in dieser Größe?

Die Raumwirkung. Die meisten kompakten Sprinter-Vans haben eine durchgehende Küchenzeile und wirken dadurch schnell eng, sobald zwei Personen gleichzeitig aktiv sind. Der Convoy mit geteilter Küche und Querbett schafft einen freien Mittelgang. Er fühlt sich innen deutlich luftiger an, als man es bei einem 144-Zoll-Sprinter erwarten würde. Dazu kommen echte Off-Grid-Qualitäten bei Wasser, Strom, Heizung und Stauraum. Das ergibt ein rundes Wohnkonzept für unabhängige Reisen.

Lohnt sich eher der Ascent oder der Summit?

Das kommt aufs Reiseprofil an. Wer hochwertigen Ausbau für kürzere bis mittellange Touren sucht und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis will, ist mit dem Ascent gut bedient. Er hat schon alles Wesentliche: clevere Aufteilung, Solar, ausreichend Strom, Lüftung und Off-Grid-Tauglichkeit. Der Summit lohnt sich, wenn man regelmäßig länger und abseits der Infrastruktur unterwegs ist. Die deutlich größere Batterie, bessere Ladeleistung, All-Terrain-Reifen, Klimaanlage und Warmwasser bringen spürbar mehr Reserve und Komfort. Für anspruchsvolle Vielfahrer ist der Summit die bessere Wahl, für viele andere reicht der Ascent völlig aus.

Bilder: Hersteller