Schon wenn er steht, sieht man dem Caselani Type HG an, dass er mehr ist als nur ein weiterer Kastenwagen. Er greift eine Idee auf, die Citroën 1948 hatte und nie in Serie brachte: den Type G. Ein kompakter Lieferwagen für bis zu 500 Kilogramm Nutzlast. Daraus wurde nichts, Citroën setzte später auf den vom 2CV abgeleiteten Transporter. Jahrzehnte später hat Caselani die vergessene Spur unter offizieller Citroën-Lizenz doch noch gebaut.
Ein Transporter mit Erinnerung im Blech

Der Reiz liegt in der Kombination aus historischer Form und aktueller Nutzfahrzeugbasis. Der Type HG folgt dem wenig bekannten Citroën Type G als historische Analogie. Caselani hat diese vergessene Linie unter offizieller Citroën-Lizenz in die Gegenwart geholt.
Die Anlehnung an den Type G ist mehr als schönes Blech. Der Prototyp von damals sollte deutlich kompakter und günstiger als der Type H werden. Dass dieses Projekt nie in Serie ging, macht die Geschichte erst richtig rund.
Moderne Basis: Jumpy und SpaceTourer

Technisch steht der Type HG auf der Citroën Jumpy/SpaceTourer-Reihe aus dem Stellantis-Pro-One-K0-Umfeld. Kein Ausstellungsstück, sondern ein echter mittelgroßer Transporter für den harten Alltag. Handwerker, kleine Betriebe und Freiberufler bekommen ein Fahrzeug, das tatsächlich funktioniert und trotzdem aus der Masse heraussticht.
Drei Charaktere für unterschiedliche Aufgaben
Caselani bietet den Type HG als Panel Van, Crew Cab Van und Passenger Van an. Der Panel Van basiert auf dem Jumpy, ist in drei Längen zwischen 4,60 und 5,30 Meter erhältlich und auch mit Automatikgetriebe zu ordern. Besonders interessant für Betriebe, die ein auffälliges, aber nicht überdimensioniertes Arbeitsgerät brauchen.
Vom Werkzeugwagen bis zum Personentransporter

Der Crew Cab Van kommt als Doppelkabine mit bis zu sechs Sitzplätzen. Basis ist der Jumpy mit Doppelkabine, die Längen reichen von 4,95 bis 5,30 Meter. Er passt genau zu Teams, die Personen und Material zusammen bewegen müssen, ohne gleich auf einen großen Kasten umzusteigen.
Der Passenger Van ist für den Personentransport gedacht. Er steht auf dem SpaceTourer, bietet fünf bis acht Plätze und kommt ebenfalls in den Längen 4,95 und 5,30 Meter. Automatikgetriebe ist verfügbar. Wer Gäste, Kunden oder die eigene Mannschaft fährt, bekommt ordentlich Raum und ein Gesicht, das man nicht vergisst.
Der Blick auf die Nutzwerte
Auf Jumpy-Basis gibt es den Type HG als Güterwagen in drei Längen von 4,60 bis 5,30 Meter. Der Crew Cab Van ist in zwei Längen von 4,95 bis 5,30 Meter erhältlich, der Passenger Van ebenfalls in zwei Längen von 4,95 bis 5,30 Meter. Automatikgetriebe ist beim Panel Van und Passenger Van verfügbar.
Das faszinierende Detail: ein nie gebauter Traum
Das eigentlich starke Detail ist die Herkunft. Der Citroën Type G war kein gefeierter Klassiker, sondern ein nie in Serie gebautes Projekt aus dem Jahr 1948. Gedacht war er als kompakte Einstiegsversion des HY mit bis zu 500 Kilogramm Nutzlast. Heute klingt das klein. Damals war es ein ernsthafter Versuch, bezahlbare Nutzfahrzeuge fürs Gewerbe zu bauen.
Genau diesen Gedanken macht der Type HG wieder sichtbar. Er ist kein Retro-Kleid auf einem modernen Transporter, sondern die späte Umsetzung einer Idee, die damals zu leise war.
Ein besonderer Auftritt ohne Showgehabe
Caselani baut den Type HG in kleiner Serie auf Basis von Citroën Jumpy und SpaceTourer. Das ist wichtig, sonst wäre er nur ein Spielzeug. So bleibt er ein ernstzunehmendes Nutzfahrzeug – mit Karosserie, die Geschichte erzählt, und einem Unterbau, der den Alltag stemmt.
Für Transporter-Leute ist genau diese Mischung spannend: hoher Wiedererkennungswert ohne die Macken eines echten Oldtimers. Für Betriebe kann er zur rollenden Visitenkarte werden, ohne billig oder aufdringlich zu wirken. Er bringt Charakter in eine Fahrzeugklasse, die sonst meist nur nüchtern und grau ist.
Bilder: Hersteller
FAQ
1. Für wen eignet sich der Caselani Type HG im Alltag besonders?
Für Handwerker, Lieferdienste, kleine Betriebe und Freiberufler, die ein vernünftiges Nutzfahrzeug brauchen, aber nicht wie alle anderen aussehen wollen. Er nimmt die Basis von Jumpy oder SpaceTourer und packt eine Karosserie drum, die sofort hängen bleibt. Wer Kundenkontakt hat, fährt gleichzeitig Werbung.
2. Ist der Type HG nur ein Designobjekt oder auch ein vollwertiger Transporter?
Er ist vollwertig. Unter der Retro-Haut arbeitet aktuelle Großserientechnik auf Basis von Citroën Jumpy oder SpaceTourer. Man kann Güter oder Menschen transportieren, ohne den praktischen Nutzen aus dem Blick zu verlieren. Der Unterschied zur Serienbasis liegt vor allem im Auftritt.
3. Was macht die historische Verbindung zum Citroën Type G so besonders?
Weil der Type G kein berühmtes Serienfahrzeug war, sondern ein nie in Serie gegangener Entwurf aus dem Jahr 1948. Caselani hat keine bekannte Ikone neu aufgelegt, sondern eine gute Idee wieder ans Licht geholt, die damals in der Schublade verschwand. Das gibt dem Wagen deutlich mehr Substanz als die üblichen Retro-Modelle. Es fühlt sich an wie die späte, richtige Umsetzung eines alten Entwurfs.



