Manche Automobile altern nicht, sie reifen zu Ikonen. Der Ferrari 328 GTS gehört in diese Kategorie. Als offener Targa-Sportwagen aus Maranello verkörpert er eine Zeit, in der Ferraris durch Proportion, Mechanik und Haltung überzeugten. Dieses Exemplar aus dem Jahr 1988 hat seine Faszination bis heute erhalten. In Rosso Corsa lackiert, mit schwarzem Leder im Innenraum und einer Laufleistung von 9.830 Kilometern, steht es als Beispiel italienischer Sportwagenkultur. Dieses Auto stand zum Verkauf.
Die Eleganz der späten Ferrari-V8-Ära

Der Ferrari 328 GTS wurde von 1985 bis 1989 gebaut, insgesamt entstanden 7.412 Exemplare der Baureihe 328 GTB und GTS. Er folgte dem 308 GTB und GTS und bereitete den Weg für den 348. Leonardo Fioravanti bei Pininfarina entwickelte das Keilprofil des 308 weiter, mit mehr Präsenz und Leichtigkeit. Als GTS mit herausnehmbarem Targadach verbindet er Sportlichkeit mit offenem Fahrgefühl.
Dieses Fahrzeug ist ein „1988½“-Modell mit überarbeitetem Fahrwerk und neu gestalteten 16-Zoll-Leichtmetallrädern in konvexer Form. Solche Details markieren Entwicklungsstufen und machen den Wagen für Kenner interessant.
Warum gerade der 328 GTS so fasziniert

Im Zentrum steht der V8. Der 3,2-Liter-Achtzylinder vom Typ F105CB leistet 270 PS bei 7.200 U/min und 304 Nm bei 5.500 U/min. Gekoppelt an ein manuelles 5-Gang-Getriebe, treibt er die Hinterräder an, in Mittelmotor-Anordnung. Diese Konfiguration sorgt für Balance und direkte Verbindung zwischen Fahrer und Straße.
Der Sprint auf 100 km/h dauert 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 267 km/h. Wichtiger ist die mechanische Klarheit und das präzise Schaltgefühl. Bei einem Leergewicht von 1.263 kg entsteht ein agiles Fahrverhalten.
Das Targadach als Seele des Fahrzeugs

Das Targakonzept des 328 GTS verändert den Charakter des Wagens. Geschlossen wirkt er straff und skulptural, offen entfaltet er eine sinnliche Seite mit Wind und V8-Klang. Zu diesem Exemplar gehört die originale Ledertasche für das Dachpaneel, zusammen mit Werkzeugrolle, Wagenheber-Set und Bordunterlagen.
Ein Leben in Italien, bewahrt mit großer Sorgfalt

Ausgeliefert wurde dieser Ferrari im September 1988 in Mailand über Crepaldi Auto S.p.A. und blieb fast 30 Jahre beim ersten Besitzer. Die Ferrari-Classiche-Zertifizierung aus 2016 bestätigt matching numbers für Motor, Getriebe und Komponenten. Begleitet wird das Auto von Echtheitszertifikat, Ferrari Red Book, Service-Rechnungen und originalen Handbüchern inklusive Garantiekarte und Lederetui.
Technik, Pflege und ein Preis zum Schluss

In den vergangenen 13 Monaten wurden Arbeiten im Umfang von mehr als 16.000 US‑Dollar durchgeführt, darunter Service mit überholten Scheinwerfermotoren, neuen Reifen, Zahnriemen, Spannrollen, Zündkerzen, Nebenaggregateriemen, frischen Betriebsflüssigkeiten und Klimaanlagen-Wartung.
Mit Maßen von 4,26 m Länge, 1,73 m Breite, 1,14 m Höhe und 2,40 m Radstand wirkt der 328 GTS kompakt und athletisch. Der erzielte Preis lag bei 179.200 US‑Dollar.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges
FAQ

1) Warum gilt dieses 1988er Exemplar als besonders sammelwürdig und was bedeutet „1988½“ konkret?
Als „1988½“-Modell hat es ein überarbeitetes Fahrwerk und konvex geformte 16-Zoll-Leichtmetallräder. Dazu kommen geringe Laufleistung, Farbkombination Rosso Corsa/Schwarz und lange Erstbesitz-Phase.
2) Welche Unterlagen und Echtheitsnachweise sind bei einem klassischen Ferrari wirklich entscheidend?
Entscheidend sind Ferrari-Classiche-Zertifizierung für matching numbers, Wartungsnachweis wie das Ferrari Red Book, Service-Rechnungen und originale Bordunterlagen inklusive Handbücher, Garantiekarte und Lederetui.
3) Worauf sollte man bei Technik und Folgekosten achten, wenn ein Ferrari wenig Kilometer hat?
Geringe Laufleistung kann Standzeiten bedeuten, die Dichtungen und Flüssigkeiten belasten. Die Pflegehistorie ist wichtig; hier wurden kürzlich umfangreiche Arbeiten durchgeführt. Eine Wartungsroutine und Budget für altersbedingte Themen sind ratsam.



