Jetour steht seit 2018 auf eigenen Beinen. Der T1 i-DM ist ihr Plug-in-Hybrid, der ab 2026 im kompakten SUV-Segment mitmischen soll. Vorgestellt im April 2026 in den VAE und in Südafrika, ist er innerhalb der T-Serie der kantige Alltagsheld für Stadt, Landstraße und gelegentliche Schotterpassagen. Die New-Rugged-Form mit steilen Flächen, Storm-eye-Scheinwerfern und durchgehendem Horizon-Lichtband wirkt bewusst robust. Typisch aktuelle chinesische Entwicklungen: konsequent digital, auf niedrigen Verbrauch ausgelegt und mit Details, die im täglichen Einsatz wirklich etwas bringen.
Design und Raumgefühl: Kanten statt Kompromisse

Außenauftritt mit Haltung
Der T1 i-DM versteckt seine Abenteuerlust nicht. Die PHEV-Version kommt serienmäßig auf 19-Zoll-Rädern. Die Silhouette steht aufrecht, die Linien sind klar und ohne Schnörkel. Unter dem Blech stecken rund 85 Prozent hochfeste Stähle. In dieser Klasse ist das ein echtes Statement in Sachen Karosseriesteifigkeit und passive Sicherheit.

Innenraum mit Wohlfühlfaktor
Vorn herrscht Ruhe. Alles ist gut erreichbar. Zweizonen-Klimaautomatik und rundum UV-schützende Doppelglasscheiben gehören zum Serienumfang. Die cloud-like-Sitze bieten dreistufige Ventilation – spürbarer Komfort bei Hitze wie bei Kälte. Ambientebeleuchtung, 50-W-Ladepad und sechs Airbags komplettieren das Paket. Solides Grundgerüst.
Antrieb und Reichweite: Alltag trifft Abenteuer

Im Kunpeng C-DM-System arbeitet ein 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder mit E-Motor und einer dedizierten 1-Gang-Hybridautomatik an den Vorderrädern. Systemleistung: 375 PS (276 kW) und 610 Nm. Das reicht, um auch voll besetzt zügig voranzukommen. Die 26,7 kWh LFP-Batterie ermöglicht nach NEDC etwa 140 km rein elektrisch. Mit vollem Akku und vollem Tank sind rund 800 km Gesamtreichweite drin. Offizieller Verbrauch: 1,08 l/100 km. Selbst mit leerer Batterie bleibt der Verbrauch überschaubar. Pendler und Vielfahrer profitieren.
Marktunterschiede im Blick
In Südafrika werden 250 kW (340 PS), 530 Nm und eine Gesamtreichweite von etwa 1.200 km bei rund 100 km E-Reichweite angegeben. Je nach Homologation und Markt variieren die Werte spürbar. Das zeigt, wie flexibel das C-DM-System abgestimmt werden kann. Für den Kunden bedeutet es berechenbare Einsatzmöglichkeiten je nach Einsatzszenario.
Laden, Reisen, Versorgen

Am heimischen 220-V-Anschluss dauert eine Vollladung je nach Bedingungen vier bis sechs Stunden. Passt für die Nacht. Unterwegs sind 30 bis 80 % per Schnellladen in unter 30 Minuten möglich. Damit bleiben längere Etappen gut planbar.
Das faszinierende Detail: V2L mit 6,6 kW
Die Vehicle-to-Load-Funktion mit bis zu 6,6 kW ist richtig nützlich. Der T1 wird zur rollenden Steckdose. Ob Kühlschrank beim Camping, Akkus für Kameras oder Werkzeuge auf der Baustelle – es funktioniert ohne separaten Generator. Der elektrische Vorteil des PHEV landet damit direkt im Alltag. Nur die Batteriekapazität will bewusst eingeteilt sein.
Assistenz, Infotainment und Bedienung
Das Level-2-Paket bringt adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, automatische Notbremsung, Totwinkelüberwachung und Stauassistent. Es entlastet im dichten Verkehr, ohne dem Fahrer die Kontrolle zu nehmen. Genau die richtige Balance.
Displays und Rechenpower
TOUR OS 2.0 mit Sprachsteuerung bedient das Ganze. Ein 15,6-Zoll-Zentraldisplay und ein 10,25-Zoll-Instrument arbeiten zusammen. Der Snapdragon 8155 Achtkern-Chip sorgt für flüssige Menüs und kurze Reaktionszeiten. Android Auto und Apple CarPlay sind selbstverständlich an Bord.
Verfügbarkeit, Garantie und Fazit
In Deutschland ist der Jetour T1 i-DM aktuell nicht erhältlich. Der Marktstart erfolgte in den VAE und Südafrika, weitere Länder könnten folgen. Die Garantien sind üppig: bis zu 10 Jahre oder 1.000.000 km auf den Verbrenner, 200.000 km auf das Fahrzeug für den Erstbesitzer und 8 Jahre oder 160.000 km auf die Hybridbatterie. Je nach Markt gibt es ein 3-Jahres-/30.000-km-Wartungspaket und Serviceintervalle von 15.000 km oder einem Jahr.
Unterm Strich liefert der T1 i-DM kantige Optik, niedrige Betriebskosten und alltagstauglichen Komfort. Ein stimmiges Angebot für alle, die ein vielseitiges Auto mit vernünftigen Unterhaltskosten suchen.
Ein offizieller Preis steht noch nicht. Eine Umrechnung in Euro ist daher nicht möglich.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Wie alltagstauglich ist die elektrische Reichweite – und was bedeuten NEDC, „E‑Modus“ und Gesamtreichweite in der Praxis?
140 km nach NEDC klingen stark, sind aber Laborwerte. In der Realität beeinflussen Tempo, Temperatur, Topografie, Beladung und Reifen die E-Reichweite deutlich. Für viele Pendelstrecken reicht es trotzdem, um den Großteil ohne Benzin zu fahren – vorausgesetzt, es wird regelmäßig geladen. Die angegebenen 800 km Gesamtreichweite machen ihn auch ohne Lademöglichkeit langstreckentauglich. In Südafrika nennen sie teils andere Werte.
2) Wie funktionieren Laden und Schnellladen beim T1 i‑DM, und für wen ist ein Plug‑in‑Hybrid wirklich sinnvoll?
Am 220-Volt-Anschluss dauert die Vollladung vier bis sechs Stunden. Auf Reisen geht es von 30 auf 80 % in unter 30 Minuten per Schnelllader. Der T1 i-DM ist ideal für alle, die überwiegend kurze bis mittlere Strecken fahren und regelmäßig laden können. Dann sinken Verbrauch und Kosten spürbar. Wer dagegen kaum lädt und viel Autobahn fährt, nutzt die 26,7-kWh-Batterie kaum und schleppt im Grunde nur Zusatzgewicht mit.
3) Was bringt V2L (Vehicle‑to‑Load) mit 6,6 kW im Alltag – und wo liegen Grenzen oder typische Einsatzfälle?
Mit 6,6 kW wird der T1 zur mobilen Stromquelle. Kühlschrank beim Camping, Monitore beim Outdoor-Dreh, Werkzeuge auf der Baustelle oder E-Bike-Laden – alles ohne Generator. Der Vorteil ist echt. Die Grenze liegt in der Batteriekapazität. Wer zu viel entnimmt, reduziert die elektrische Reichweite merklich. Wer das managt, bekommt ein starkes Feature, das für viele ein echter Kaufgrund sein dürfte.



