Frontansicht der blauen Tesla Cure Zero mit LED-Feld hinter Schutzscheibe, davor ein Makita-Ladegerät, auf der SEMA Motorshow 2026.
Die Tesla Cure Zero härtet mit 30 Quarz-LEDs, die eine bruchfeste Linse und Glasschutzscheiben schützen. · Foto: autorini.de

Tesla Cure Zero: Kabellose UV-Härtungslampe für die Lackwerkstatt läuft mit Makita-Akkus

Wer in der Lackwerkstatt Smart-Repair macht, kennt das Problem: Die Stelle ist klein, aber Spachtel, Füller und Klarlack brauchen trotzdem ihre Trocknungszeit. Tesla Cure bietet dafür die Zero an, eine Handlampe zum UV-Härten. Sie hängt an keinem Kabel, sondern läuft mit den 18-Volt-Akkus von Makita, die in vielen Werkstätten ohnehin schon im Regal liegen.

Ein Spezialist für UV-Härtung, kein Autohersteller

Tesla Cure Zero mit aufgestecktem Makita-Akku in einer Schale, links daneben das Makita-Ladegerät mit aufgerolltem Netzkabel.
Die Tesla Cure Zero läuft mit Makita-18-Volt-Akkus, geladen wird mit dem Makita-Ladegerät DC18SD. (Foto: autorini.de)

Tesla Cure hat sich auf Geräte zum UV-Härten in der Unfallinstandsetzung spezialisiert. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Europa mit Sitz im irischen County Wexford, in Asien mit Singapur und Thailand und in den USA mit Philadelphia. Seine Zielgruppe sind Karosserie- und Lackbetriebe, die schneller reparieren wollen. Das Prinzip dahinter ist in der Branche etabliert: UV-härtende Grundierungen, Spachtel und Klarlacke vernetzen unter UV-Licht innerhalb von Minuten. Mit Infrarotstrahler oder Lackierkabine dauert das deutlich länger, und die Kabine verbraucht dabei viel Energie. Gerade bei kleinen Schäden, für die man ungern die ganze Kabine aufheizt, spielt eine Handlampe diesen Vorteil aus.

Geschützte Optik: 30 LEDs hinter bruchfester Linse und Glasschutz

Offener Koffer mit der blauen UV-Härtungslampe Tesla Cure Zero, zwei Makita-Akkus, einem Makita-Ladegerät und einer gelben Schutzbrille.
Die Tesla Cure Zero wird mit zwei Makita-Akkus (je 3,0 Ah, 18 Volt) geliefert und geladen wird mit dem Makita-Ladegerät DC18SD. (Foto: autorini.de)

Das Licht erzeugen 30 Quarz-LEDs. Eine bruchfeste Linse und zusätzliche Glasschutzscheiben schützen sie. Das ist mehr als Kosmetik, denn in einer Werkstatt fällt ein Handgerät früher oder später vom Wagen oder schlägt gegen eine Kante, und die Lichtaustrittsfläche ist dabei der empfindlichste Teil. Das Gehäuse ist aus eloxiertem Aluminium in Perlblau gefertigt. Aluminium leitet die Wärme der LEDs gut ab, und eine Eloxalschicht ist härter als eine Lackierung und damit unempfindlicher gegen Kratzer.

Auch der Griff ist für den Werkstattalltag ausgelegt. Tesla Cure beschreibt ihn als ergonomisch geformt, mit strukturierter Oberfläche und beständig gegen Lösemittel. Weil in der Lackvorbereitung ständig mit Verdünnung und Reiniger hantiert wird, ist das eine sinnvolle Eigenschaft.

Zeit einstellen, loslassen, fertig

Die kabellose UV-Härtungslampe Tesla Cure Zero mit blauem Gehäuse steht auf einem Makita-Akku, daneben liegt ein Makita-Ladegerät.
Die Tesla Cure Zero läuft mit Makita-18-Volt-Akkus, hier mit einem 4,0-Ah-Akku, der laut Hersteller kompatibel ist. (Foto: autorini.de)

Bedient wird die Zero über einen Touch-Taster. Man muss also keinen Abzug gedrückt halten, solange gehärtet wird. Die Härtezeit stellt man vorab ein, ein großes Digitaldisplay zählt sie herunter, und danach schaltet sich die Lampe selbst ab. Diese Kombination hat praktischen Nutzen: Die Härtezeit eines UV-Materials ist vom Lackhersteller vorgegeben, und eine Abschaltautomatik verhindert, dass zu kurz oder unnötig lange belichtet wird. Wer mehrere Stellen nacheinander bearbeitet, hat außerdem eine Hand frei.

Makita-Akkus statt Kabeltrommel

Der Kern des Konzepts ist die Stromversorgung. Ab Werk gehören zur Zero zwei originale Makita-Akkus mit je 3,0 Ah im 18-Volt-System. Das entspricht rechnerisch jeweils rund 54 Wh. Laut Tesla Cure lassen sich auch die Makita-Akkus mit 2,0, 4,0, 5,0 und 6,0 Ah verwenden, die es bei jedem Makita-Händler gibt. Die Akkus werden aufgesteckt und haben eine eingebaute Ladestandsanzeige. Geladen wird mit dem Makita-Ladegerät DC18SD für Li-Ionen-Akkus von 14,4 bis 18 Volt.

Diese Entscheidung halten wir für klug. Ein proprietärer Akku wäre bei einem kleinen Spezialanbieter ein Risiko für den Kunden, denn Ersatz wäre teuer und schwer zu bekommen, wenn der Akku nach einigen Jahren nachlässt. Makitas 18-Volt-Plattform ist dagegen weit verbreitet. Wer schon Schrauber, Schleifer oder Lampen von Makita besitzt, kann deren Akkus weiterverwenden. Ohne Kabel lässt sich die Lampe außerdem auch an Stellen einsetzen, an denen eine Zuleitung über frischem Lack stören würde, etwa am Dach oder an der Heckklappe.

Durchdachtes Werkzeug für kleine Schadstellen

Die Tesla Cure Zero ist ein Werkzeug für Karosserie- und Lackbetriebe sowie Smart-Repair-Spezialisten, die mit UV-härtenden Materialien arbeiten und kleine Schadstellen ohne Kabine und Infrarotstrahler fertigstellen wollen. Uns überzeugt, wie konsequent die Lampe für die Praxis gebaut ist: Sie ist kabellos, läuft mit einem verbreiteten Akkusystem, die Elektronik übernimmt die Belichtungszeit, der Griff hält Lösemittel aus, und die Optik ist geschützt. Ob sich die Lampe rechnet, hängt davon ab, wie viele kleine Reparaturen ein Betrieb hat und was er heute pro Stelle an Energie und Zeit für das Trocknen aufwendet.

Die Daten

  • Gerät: kabellose Handlampe zum UV-Härten
  • Lichtquelle: 30 Quarz-LEDs, bruchfeste Linse, Glasschutzscheiben
  • Bedienung: Touch-Taster, Digitaldisplay mit Countdown-Timer, Abschaltautomatik
  • Gehäuse: eloxiertes Aluminium, Perlblau; lösemittelbeständiger Griff
  • Akku: Makita 18 V, im Lieferumfang 2 × 3,0 Ah, kompatibel mit 2,0 bis 6,0 Ah
  • Ladegerät: Makita DC18SD

Quelle: eigene Recherche vor Ort, SEMA Motorshow 2026 Las Vegas, Tesla Cure