Heckansicht eines blauen Bugatti Creation Cabriolet von 1971 mit Speichenrädern und zwei Edelstahlauspuffendrohren, aufgenommen in einer Halle.
Das seltene Bugatti Creation Cabriolet von 1971 in tiefblauer Lackierung, Ansicht des Hecks mit Edelstahlauspuffanlage und Speichenrädern. (Foto: Hersteller)

Bugatti Creation 1971: Ein blauer Traum

Der Anblick eines Cabrios aus den frühen 1970er-Jahren besitzt eine eigentümliche Magie: klare Linien, mechanische Ehrlichkeit und die Versprechen offener Straßen. Dieses Bugatti Creation Cabriolet von 1971 trägt all diese Eigenschaften in sich. In einem tiefen Blau lackiert und mit niederländischen Ausfuhrpapieren registriert, wirkt das Fahrzeug wie ein beinahe unberührtes Relikt einer Ära, in der Autofahren noch ein sinnliches Ritual war. Chassisnummer 1112574135 und das Kennzeichen 10-85-RG verweisen auf eine konkrete Identität, die das Auto als greifbares Stück Automobilgeschichte kennzeichnet. Die Erstzulassung datiert auf den 07.05.1971 – ein Datum, das das Fahrzeug in eine Zeit einbettet, in der Design und Ingenieurskunst eng verwoben waren. 

Erhaltungszustand und Technik

Seitenansicht eines blauen Bugatti Creation Cabriolets von 1971 mit schwarzen Ledersitzen, Speichenrädern und markantem Chromkühlergrill in einer Ausstellungshalle
Klassisches Bugatti Creation Cabriolet von 1971 mit originalen Speichenrädern und markanter Front (Foto: Hersteller)

Der Erhaltungszustand des Wagens fällt sofort ins Auge: Die Lackierung wird als ausgezeichnet beschrieben, was dem Cabriolet sein präsentables Erscheinungsbild verleiht. Unter der Karosserie arbeitet ein Benzinmotor mit manuellem Getriebe; der linkslenkende Wagen bietet damit das direkte Fahrgefühl klassischer Sportwagen. Die Kilometeranzeige gibt 1.027 km an — ein Detail, das auf eine geringe Nutzung hinweist. Ergänzt wird das technische Paket durch eine Edelstahlanlage als Auspuff, die optisch und klanglich Charakter verleiht. Die Kombination aus handgeschalteter Präzision und gepflegter Mechanik macht das Fahrzeug zu einem Beispiel für fahrerorientierte Mobilität. 

Interieur und Fahrkomfort

Innenraum eines Bugatti Creation Cabriolet von 1971 mit klassischem Holzlenkrad, analogen Instrumenten und Lederausstattung.
Das Armaturenbrett mit originalen Rundinstrumenten und Holzlenkrad des Bugatti Creation Cabriolet von 1971. (Foto: Hersteller)

Im Innenraum dominieren Lederpolster, die in Kombination mit einem verstellbaren Lenkrad für angenehme Ergonomie sorgen. Alte Handwerkskunst zeigt sich in der Materialwahl: Leder vermittelt eine zeitlose Eleganz. Authentische Instrumente auf dem Armaturenbrett runden das Interieur ab und sind mehr als bloße Anzeigen: Sie sind kommunikative Elemente zwischen Fahrer und Maschine. Die spürbare Nähe zur Technik, die das manuelle Schalten und die klar ablesbaren Rundinstrumente ermöglichen, unterstreicht den Reiz klassischer Fortbewegung — ein Moment, in dem Mobilität als Erlebnis wahrgenommen wird.

Die Faszination originaler Instrumente

Armaturenbrett mit VDO-Rundinstrumenten für Öltemperatur und Öldruck im Bugatti Creation Cabriolet von 1971.
Vergoldete VDO-Öltemperatur- und Öldruckanzeigen im Armaturenbrett des Bugatti Creation Cabriolets, Baujahr 1971. (Foto: Hersteller)

Ein besonderes Merkmal dieses Bugatti ist die Erwähnung authentischer Zeigerinstrumente. Solche Anzeigen sind mehr als Retro-Ästhetik: Sie sind Zeugen präziser Ingenieursarbeit und liefern unmittelbares Feedback. Wenn die Nadel ausschlägt, ist das eine physische Bewegung, die Motorzustand, Drehzahl und Stimmung des Fahrzeugs zusammenfasst. Bei Fahrzeugen aus dieser Epoche entscheidet oft die Originalität der Instrumente über Authentizität und Sammlerwert. Darüber hinaus erlauben sie dem Fahrer eine direkte Kommunikation mit dem Antriebsstrang — eine sensorische Erfahrung, die digitale Anzeigen nicht ersetzen können.

Exterieur: Räder, Leuchten, Auspuff

Heckansicht eines blauen Bugatti Creation Cabriolets von 1971 mit klassischen Speichenrädern, offenem Cockpit und Auspuffanlage.
Rückansicht des Bugatti Creation Cabriolet, Baujahr 1971, mit klassischer blauer Lackierung und Speichenrädern. (Foto: Hersteller)

Die äußere Erscheinung besticht durch große Speichenräder, die dem Wagen ein klassisches, sportliches Profil verleihen. Solche Felgen sind bildprägend für Fahrzeuge der Epoche und verstärken die Verbindung zwischen Eleganz und Funktionalität. Dazu kommen spezielle Scheinwerfer, die nicht nur der Optik dienen, sondern das Gesicht des Fahrzeugs prägen und ihm Charakter verleihen. Die Edelstahlanlage sorgt für eine glänzende, langlebige Optik am Heck und für einen Klang, der bei jeder Beschleunigung Vergangenheit und Gegenwart zusammenführt. All diese Elemente machen das Cabriolet zu einem Blickfang.

Der Reiz des Cabriofahrens

Frontalansicht eines Bugatti Creation Cabriolet von 1971, tiefblau lackiert, mit Speichenrädern und offenem Cockpit bei Classic Car Auctions.
Das seltene Bugatti Creation Cabriolet von 1971 in tiefblauer Lackierung präsentiert sich im exzellenten Originalzustand. (Foto: Hersteller)

Als Cabriolet bietet das Fahrzeug die pure Freude des offenen Fahrens: Wind, Licht und Landschaft werden unmittelbar erlebbar. In Kombination mit manueller Schaltung und einem fein abgestimmten Fahrwerk entsteht ein Erlebnis, das Fahrdynamik und ästhetisches Vergnügen verknüpft. Die linksgelenkte Konfiguration entspricht vielen klassischen Sportwagen-Vorstellungen und erleichtert das Fahren auf internationalen Straßen. Die geringe Laufleistung von 1.027 km lässt die Vorstellung zu, wie dieses Auto seinen Charakter bewahrt hat — ein Zeugnis für schonende Nutzung oder sorgfältige Restaurierung.

Kontext und Geschichte

Detailansicht eines goldfarbenen Typenschilds von Ettore Bugatti mit Chassisinformationen, daneben ein klassisches Rundinstrument
Originales Typenschild und Instrument des Bugatti Creation Cabriolet von 1971, Detailaufnahme (Foto: Hersteller)

Fahrzeuge aus dem Jahr 1971 stehen für eine Übergangsphase: klassische Linienführung traf auf beginnende Technologieentwicklungen. Dieses Bugatti Creation Cabriolet fasst diese Epoche kompakt zusammen. Die niederländischen Ausfuhrdokumente und die dokumentierte Erstzulassung schaffen eine nachvollziehbare Historie, die Sammler und Enthusiasten schätzen. Solche Details geben einem Auto nicht nur Legitimationsmerkmale, sondern auch Geschichten, die sich hinter Nummernschild und Typenbezeichnung verbergen.

Erlebnis beim Fahren

Innenansicht des Bugatti Creation Cabriolets von 1971: Holzlenkrad, originale Armaturen und Details des Armaturenbretts.
Originales Lenkrad und klassische Instrumente des Bugatti Creation Cabriolets, Baujahr 1971, mit Detailansicht des Innenraums. (Foto: Hersteller)

Wer sich auf das Fahrzeug einlässt, erlebt mehr als Transport: Es ist ein sensorischer Dialog aus Leder, Metall, Klang und Blick. Der manuelle Schaltknüppel, die Drehzahlen auf den analogen Zifferblättern und der helle Schimmer des blauen Lacks schaffen ein Zusammenspiel, das moderne Technik so selten bietet. Die Kombination aus verstellbarem Lenkrad und komfortablen Sitzen erlaubt längere Touren mit hohem Genussfaktor.

Ein Traum für Sammler — Preisangabe

Frontansicht des Kühlergrills eines blauen Bugatti Creation Cabriolets von 1971 mit Boyce Motometer und Bugatti-Emblem.
Nahaufnahme des Kühlergrills und Emblems eines Bugatti Creation Cabriolets aus dem Jahr 1971 mit Boyce Motometer. (Foto: Hersteller)

Dieses Bugatti Creation Cabriolet tritt als Lot Nr. 253 – 29 in Erscheinung und lädt zu Träumereien ein: ein elegantes, handwerklich geprägtes Cabriolet mit unverwechselbarem Charakter. Für jene, die davon träumen, ein solches Stück automobilen Erbes zu besitzen, bietet die Schätzung eine Orientierung: €37.000 bis €42.000. Für Enthusiasten bleibt es vor allem eines — ein Fenster in die Vergangenheit der Mobilität, ein blaues Versprechen offener Straßen und mechanischer Schönheit. 

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges