Grüner Ford Model A Baujahr 1928 mit schwarzem Dach und Speichenrädern steht vor einem Haus in der Einfahrt.
Ein liebevoll gepflegter, grün lackierter Ford Model A von 1928 mit originalen Speichenrädern und ledergenarbtem Dach, präsentiert vor einem Wohnhaus. (Foto: Hersteller)

1928 Ford Model A: Ein Klassiker mit Kinoglamour

Der 1928 Ford Model A bleibt ein Symbol für den Moment, in dem das Automobil vom mechanischen Werkzeug zur Haltung des Lebensstils wurde. Dieses grün lackierte Exemplar strahlt genau jene Mischung aus handwerklicher Robustheit und elegantem Auftreten aus, die Sammler, Historiker und Liebhaber gleichermaßen fasziniert. Das Model A war mehr als eine technische Aktualisierung des Vorgängers Model T: Es war eine komplette Neuentwicklung, die Komfort, Bedienbarkeit und Alltagstauglichkeit spürbar nach vorn brachte. Für viele Enthusiasten ist gerade die Kombination aus sichtbarer Patina und sorgfältiger Pflege das, was ein solches Fahrzeug so begehrenswert macht. Dieses Fahrzeug trägt zudem eine filmische Aura, die seine Geschichte noch poetischer erscheinen lässt; in den Details des Chassis und der Karosserie lässt sich ein ganz eigenes Kapitel automobilen Designs lesen.

Eine Ikone der Zwischenkriegszeit

Grünes Ford Model A Baujahr 1928, Frontalansicht, vor Einfahrt eines Hauses geparkt
Das legendäre Ford Model A von 1928 in Grün, frontal fotografiert vor einem Wohnhaus. (Foto: Hersteller)

Die Bedeutung des Model A liegt nicht nur in seiner Technik, sondern in seinem gesellschaftlichen Auftritt. Eingeführt als Modelljahr 1928, war das Fahrzeug Fords Antwort auf das Bedürfnis nach moderner Bedienung und mehr Fahrkomfort nach fast zwei Jahrzehnten des Model T. Das Model A brachte zahlreiche Neuerungen, die den Alltag veränderten: ein dreigängiges Getriebe statt der einfachen Übersetzungsarten, ein erstmals bei Ford verwendetes Triplex-Sicherheitswindschutzglas und hydraulische Stoßdämpfer, die das Fahrgefühl deutlich glätteten. Diese Kombination machte das Auto alltagstauglich und zugleich würdig, auf Ausstellungen und zu besonderen Anlässen gefahren zu werden.

Charakter und Pflegezustand

Das grüne Ford Model A von 1928 mit originalem Ersatzrad und „No Signals“-Schild, fotografiert in einer Einfahrt. (Foto: Hersteller)
Original Speichenrad eines grünen Ford Model A von 1928 mit gut erhaltenem Reifen
Detailaufnahme eines originalen Speichenrads am 1928 Ford Model A in gutem Zustand (Foto: Hersteller)
Innenansicht des Ford Model A von 1928 mit grünem Armaturenbrett, Lenkrad und originalgetreuer Ausstattung
Blick auf das gepflegte Interieur und das Lenkrad eines grünen Ford Model A, Baujahr 1928 (Foto: Hersteller)
Innenansicht des Ford Model A von 1928 mit beiger Polsterbank, Lenkrad und Türverkleidung in sehr gutem Zustand.
Gut erhaltener Innenraum eines grünen Ford Model A aus dem Jahr 1928 mit originalen Details und Polsterung. (Foto: Hersteller)
Innenansicht des gepflegten Fondbereichs eines Ford Model A von 1928, braune Polster, originale Details sichtbar
Gut erhaltener Innenraum mit originalgetreuer Polsterung des Ford Model A von 1928 (Foto: Hersteller)
Pedale und Innenraum eines Ford Model A von 1928 in grünem Lack
Detailaufnahme der Pedalerie im Innenraum eines grünen Ford Model A, Baujahr 1928. (Foto: Hersteller)

Das vorliegende Exemplar präsentiert sich in einem strahlenden, kräftigen Grün; Lack, Chrom und Glasscheiben werden als in sehr gutem Zustand beschrieben. Die ledergenarbte Dachhaut ist in gutem Zustand, und die Speichenräder treten als charmantes, originales Gestaltungselement hervor. Im Innenraum finden sich keine erkennbaren Risse oder Löcher in der Polsterung, und sowohl Lenksäule als auch Schalthebel sind in gutem Zustand — ein Hinweis auf sorgfältige Nutzung und regelmäßige Pflege. Solche Details entscheiden oft darüber, ob ein Fahrzeug lediglich als Ausstellungsstück taugt oder auch für repräsentative Einsätze wie Hochzeiten und Filmproduktionen in Frage kommt. Dieses Model A hat beides erlebt: regelmäßige Präsenz auf Klassikertreffen und die Nutzung als Hochzeitsfahrzeug.

Eine Anekdote aus dem Rampenlicht

Manche Autos tragen Geschichten, die ihre Form und ihren Lack verwandeln. Dieses Model A ist als „Crowd car“ in der Filmwelt aufgetaucht und verleiht ihm dadurch eine zusätzliche, romantische Patina: Kinoglamour, der sich mit dem Alltagsschick eines gepflegten Oldtimers verbindet. Solche Auftritte verstärken die Vorstellung, dass ein historisches Fahrzeug nicht nur museal ist, sondern eine Rolle im kulturellen Gedächtnis spielen kann. Auf klassischen Treffen, wo Zuschauende neugierig die Linien und Details studieren, wirkt ein Auto wie dieses fast wie ein bewegtes Denkmal — ein Objekt, das Technik, Handwerk und soziale Erinnerung simultan trägt.

Technik, die überrascht

Unter der Haube sitzt ein L‑head‑Vierzylinder, eine Motorenbauweise, die für ihre Einfachheit und Zuverlässigkeit geschätzt wird. Historisch wird der Model A-Motor oft mit etwa 3,3 Litern Hubraum (201 ci) assoziiert; auf diesem Exemplar ist zudem eine Hubraumangabe von 2.560 cm³ vermerkt, was die klassische Vielfalt und gelegentliche Uneindeutigkeit historischer Daten widerspiegelt. Die Getriebeausstattung ist ein robustes Handschaltgetriebe mit drei Gängen, mechanisch standardisiert und bewusst wartungsfreundlich ausgelegt. Der Wagen lässt sich nach Berichten gut fahren und läuft zuverlässig, was ihn sowohl für Ausstellungen als auch für repräsentative Fahrten prädestiniert — und damit zu einem Fahrzeug, das Mobilitätsgeschichte fühlbar macht.

Erhaltungszustand und Nutzungshistorie

Dieses Model A wurde 1993 aus den USA nach Großbritannien importiert und seitdem von einem einzigen Besitzer in der Region Lancashire gehalten. Eine so lange Einzelbesitzzeit schafft Kontinuität in der Pflege und erklärt oftmals die guten Substanzwerte an Karosserie und Interieur. Regelmäßige Ausstellungen auf Oldtimertreffen und Einsätze als Hochzeitsfahrzeug sind Belege dafür, dass der Wagen nicht nur konserviert, sondern auch gelebt wurde. Die Kombination aus Dauerbesitz, sorgfältiger Aufbereitung und öffentlicher Präsenz lässt vermuten, dass an diesem Fahrzeug sowohl emotionale als auch technische Sorgfalt angelegt wurde.

Faszination eines Details: Triplex und Stoßdämpfer

Ein besonders faszinierendes Merkmal des Model A ist die Einführung des Triplex‑Sicherheitswindschutzglases in Verbindung mit hydraulischen Stoßdämpfern. Diese beiden Elemente verändern das Fahrerlebnis grundlegend: Triplex sorgt für deutlich mehr Sicherheit bei Steinschlag und Unfällen, während hydraulische Stoßdämpfer Unebenheiten der Straße für die Insassen abmildern. Für Liebhaber historischer Technik ist dies ein Lehrstück: Wie ein vermeintlich kleines Detail den Umgang mit dem Auto und die Wahrnehmung von Mobilität komplett verändern kann.

Odometer und kultureller Wert

Als konkretes Zeichen seines Gebrauchszustandes trägt der Tacho dieses Fahrzeugs 10.012 Meilen — das entspricht ungefähr 16.113 Kilometern — und wirkt angesichts der Bauart und des Alters geradezu erstaunlich niedrig. Diese Laufleistung lässt den Wagen als ein Geschichtsträger erscheinen, dessen Kilometerzahl nicht nur technischen Wert, sondern auch Nähe zur Vergangenheit markiert. Fahrbereit, präsentabel und filmisch belegt, steht dieses Fahrzeug für ein Kapitel automobilen Wandels: vom einfachen Nutzgegenstand zum Objekt kultureller Wertschätzung.

Träumen vor der Auktion

Dass dieses Auto im Rahmen einer Auktion angeboten wird, verleiht der Vorstellung, es zu besitzen, einen besonderen Reiz: der Gedanke, mit einem Klassiker wie diesem durch die Landschaft zu gleiten oder ihn bei besonderen Anlässen strahlen zu lassen, ist fast ein romantisches Versprechen. Wer die Eleganz vergangener Tage schätzt, empfindet bei einem Model A nicht nur Nostalgie, sondern auch eine Verbindung zur Handwerkskunst einer Ära, in der Autos noch mit klar sichtbaren Linien und mechanischer Ehrlichkeit gebaut wurden. Ein aktueller Gebotsstand wird auf der Auktionsseite geführt; am Ende bleibt das Bild eines gepflegten, grünen Model A — fahrbereit, präsentabel und reich an Geschichten.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges