Schwarzer Jaguar XJS V12 2+2 Cabriolet mit Arden-Alufelgen und geöffnetem Dach im Studio
Klassischer Jaguar XJS 2+2 Cabriolet V12 mit Arden-Veredelung, deutsche Erstzulassung, Note 2 (Foto: hassoun-automobile-nord.de)

Jaguar XJS – Cabrio mit britischer Noblesse

Der Jaguar XJS V12 als 2+2 Cabriolet mit Arden-Paket war nie ein Auto für schnelle Effekte. Er ist der klassische britische Grand Tourer mit langer Haube, viel Laufruhe und einer Eleganz, die nicht aufdringlich werden muss. Dieses Exemplar hat deutsche Erstzulassung und Note 2. Gepflegt, stimmig und aktuell zu verkaufen. Genau der Wagen, bei dem man sofort überlegt, wie gut er auf einer Sommerstrecke durch den Schwarzwald oder entlang der Mosel liegen würde.

Hier steht die offene, kraftvoll motorisierte Variante des XJS mit individueller Arden-Note. Dezente Veredelungen wie exklusive Arden-Alufelgen und eine Vierrohr-Abgasanlage geben ihm deutlich mehr Präsenz. Keine Verfälschung des ursprünglichen Wesens, sondern eine gelungene Zuspitzung. Der ohnehin eigenständige XJS gewinnt an Kontur und Selbstbewusstsein, ohne seine britische Zurückhaltung zu verlieren.

Der lange Weg vom E-Type zum souveränen XJS

Heckansicht eines schwarzen Jaguar XJS V12 Cabriolets mit geöffnetem Verdeck, Arden-Alufelgen und Vierrohr-Abgasanlage in einer Ausstellungshalle.
Jaguar XJS V12 Cabriolet mit exklusiven Arden-Alufelgen und Vierrohr-Abgasanlage in einer modernen Ausstellungshalle. (Foto: hassoun-automobile-nord.de)

Jaguar stellte den XJ-S im September 1975 vor. Die Nachfolge des E-Type war eine undankbare Aufgabe. Statt eines weiteren puristischen Sportwagens wählte Jaguar den anderen Weg: Reife, Komfort und echte Gran-Turismo-Qualitäten. Ab Modelljahr 1976 saß der 5,3-Liter-V12 unter der langen Haube und definierte den Charakter des Wagens von Beginn an.

Im Juli 1981 kam der High-Efficiency-V12. Die Leistung stieg auf 295 PS, gleichzeitig wurde die Optik behutsam überarbeitet – neue Räder, geänderte Stoßfänger, feinere Details. Jaguar hat die Baureihe nie revolutioniert, sondern konsequent verfeinert. Genau diese Haltung macht den Reiz bis heute aus. Kein Auto für den schnellen Applaus. Eines für Menschen, die Laufruhe, ausgewogene Linien und Langstreckentauglichkeit zu schätzen wissen.

Ein Cabriolet mit eigener Ausstrahlung

Die offene Version kam schrittweise. 1983 gab es zunächst den XJ-SC als Targa ohne hintere Notsitze. Erst ab Modelljahr 1989 brachte Jaguar das vollwertige 2+2 Cabriolet in Serie. Damit passte die Karosserieform endlich perfekt zum Wesen des Wagens. Ein offener V12-GT bleibt bis heute eine seltene Kombination.

Warum gerade das 2+2 Cabriolet so begeistert

Innenansicht eines Jaguar XJS V12 2+2 Cabriolets mit Arden-Paket, Leder-Ausstattung und Holzapplikationen.
Cockpit und Fond eines gepflegten Jaguar XJS 2+2 Cabriolets mit Arden-Veredelung, Ledersitzen und edlen Holzeinlagen. (Foto: hassoun-automobile-nord.de)

Als 2+2 Cabriolet verbindet er offenes Fahren mit einem Schuss Alltagstauglichkeit. Die vorderen Sitze sind der eigentliche Arbeitsplatz, die hinteren Notsitze taugen für Gepäck oder gelegentliche Mitfahrer. Genau das unterstreicht den Gran-Turismo-Gedanken. Kein kompromissloser Roadster, sondern ein luxuriöser Reisewagen mit offenem Himmel.

1991 erfolgte die große Überarbeitung, danach hieß die Baureihe nur noch XJS. Konstruktive Änderungen, neue Motoren und eine stärkere Positionierung des 2+2 Cabriolets folgten. 1994 rundeten aerodynamisch geformte Stoßfänger das Gesicht ab. 1996 war nach 21 Jahren Produktion Schluss, der XK8 übernahm. Der XJS bleibt das wichtige Bindeglied zwischen der alten V12-Opulenz und der Jaguar-Welt der späten Neunziger.

Die Faszination des V12

Der V12 ist das Herz des Wagens. Zwölfzylinder stehen für eine Laufkultur und Leistungsentfaltung, die sich kaum in Prospektwerten einfangen lässt. Der Motor schiebt souverän und seidig, ohne je hektisch zu werden. Im Cabriolet mit offenem Verdeck wird diese Charakteristik noch deutlicher – der Klang, das mühelose Ziehen, die Gelassenheit bei hohen Autobahntempi. Der XJS will nicht hetzen. Er will tragen und gleiten.

Arden verleiht dem Klassiker zusätzliche Schärfe

Schwarzer Jaguar XJS V12 2+2 Cabriolet mit geschlossenem Verdeck und exklusiven Arden-Alufelgen in Seitenansicht im Fotostudio.
Seltenes Jaguar XJS 2+2 Cabriolet, V12, Arden-Felgen und Vierrohr-Abgasanlage, deutscher Erstzulassung, gepflegter Zustand. (Foto: hassoun-automobile-nord.de)

Das Arden-Paket hebt dieses Exemplar heraus. Exklusive Arden-Alufelgen und die Vierrohr-Abgasanlage machen den Auftritt entschlossener und straffer. Es ist keine optische Spielerei, sondern eine stimmige Verschärfung des ohnehin starken Auftritts. Der Jaguar bleibt Jaguar – nur mit deutlich mehr Aura.

Hinzu kommt die deutsche Erstzulassung, die vielen Sammlern wichtig ist. Der ausgewiesene Note-2-Zustand unterstreicht, dass hier kein vernachlässigtes Fahrzeug steht. Große Baureihentradition, offene Karosserie, V12 und Arden-Handschrift ergeben ein rundes Gesamtpaket. Ein Auto aus einer Zeit, in der Reisen noch zelebriert wurde.

Wer klassische Reisewagen schätzt, erkennt in diesem XJS sofort das Potential. Er definiert sich nicht über rohe Leistung, sondern über Haltung und Langstreckenqualitäten. Davon besitzt er reichlich. Dass ein solches Exemplar heute verfügbar ist, kommt nicht alle Tage vor.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges

FAQ

1) Für wen ist ein Jaguar XJS 2+2 Cabriolet mit V12 (und Arden-Veredelung) heute wirklich interessant?
Für Menschen, die Autofahren als Reisekultur verstehen. Der XJS liefert Komfort und Langstreckenruhe bei gleichzeitig zurückhaltender Eleganz. Das 2+2-Konzept macht ihn praktischer als einen reinen Zweisitzer – man hat Platz für Gepäck oder gelegentliche Mitfahrer, ohne den GT-Charakter zu opfern. Die Arden-Optik spricht Käufer an, die Individualität wollen, aber ein stimmiges Gesamtbild brauchen. Ein klassisches Kennerauto, kein Trendobjekt.

2) Was macht den V12 im XJS so besonders – und warum passt er gerade zu einem offenen Grand Tourer?
Der V12 glänzt nicht durch brutale Beschleunigung, sondern durch seine Art, Leistung zu entfalten: souverän, kultiviert und extrem rund. Das frühe Drehmoment und die seidige Laufkultur passen perfekt zum Gran-Turismo-Konzept. Im Cabriolet wird das Erlebnis noch intensiver, weil Wind, Klang und das mühelose Gleiten direkt erlebbar werden. Der Motor dominiert nicht, er begleitet. Genau das gibt dem XJS seine gelassene, reife Ausstrahlung.

3) Welche Fragen sollte man sich vor dem Kauf eines Zustands-„Note 2“-Klassikers wie diesem stellen?
Note 2 klingt gut, ersetzt aber keine eigene Untersuchung. Wie lückenlos ist die Wartungshistorie, besonders beim V12? Kühlung, Dichtungen, Elektrik und regelmäßige Servicearbeiten sind entscheidend. Bei der Arden-Veredelung prüfen, ob alles zeitgenössisch und sauber ausgeführt ist und ob Eintragungen und Unterlagen vollständig vorliegen. Und die wichtigste Frage: Was soll das Auto wirklich leisten – reines Sammlerstück, sonntägliche Ausfahrt oder echte lange Reisen? Danach richtet sich, wie viel Originalität versus Komfort man priorisiert.