Grauer Maserati Grecale Folgore 2026 vor moderner Glasfassade, seitliche Ansicht.
Der vollelektrische Maserati Grecale Folgore vereint sportliche Leistung und modernen SUV-Komfort. (Foto: Hersteller)

Maserati Grecale Folgore: Elektro-SUV mit 557 PS im Alltag

Mehrere Maserati Grecale Folgore SUV in unterschiedlichen Lackierungen vor einem gläsernen Gebäude
Verschiedene Maserati Grecale Folgore in verschiedenen Farben vor einem modernen Gebäude (Foto: Hersteller)

Der Maserati Grecale Folgore Modelljahr 2026 will eine Frage beantworten, die viele sportlich orientierte Autofans beschäftigt: Kann ein vollelektrischer SUV Emotion, Reichweite und Alltagstauglichkeit wirklich unter einen Hut bringen? Die technischen Daten deuten darauf hin. Der Antrieb ist konsequent batterieelektrisch ausgelegt, zwei E-Motoren – je einer pro Achse – sorgen für Allradantrieb. Zusammen liefern sie 410 kW, also 557 PS, und ein Drehmoment von 820 Nm. Für ein Fahrzeug der 5-Türer-SUV-Klasse ist das eine Ansage, die man in dieser Form vor einigen Jahren noch reinen Sportwagen zugetraut hätte.

Beim Standardsprint von 0 auf 100 km/h meldet Maserati 4,1 Sekunden. In der Praxis bedeutet das: Überholmanöver auf der Landstraße oder der schnelle Spurt auf die Autobahnauffahrt gelingen mit Gelassenheit, ohne dass der Antrieb gequält wirkt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h – genug, um auf der linken Spur mitzuschwimmen, ohne ständig im Begrenzer anzuliegen. Wer Fahrdynamik schätzt, wird die Spontanität des Elektroantriebs bemerken: kein Turboloch, keine Schaltpausen, sondern unmittelbarer Schub, der den knapp 2,5 Tonnen schweren SUV leichtfüßig erscheinen lässt.

AWD-Disconnect: Wenn der Allrad leise verschwindet

Innenraum mit Lenkrad und Touchscreen des Maserati Grecale Folgore 2026
Digitales Cockpit und luxuriöse Ausstattung im Maserati Grecale Folgore Modelljahr 2026 (Foto: Hersteller)

Eine der spannendsten technischen Lösungen im Grecale Folgore ist das sogenannte AWD-Disconnect-System. Im Alltag wird nicht permanent die maximale Traktion eines Allradlers benötigt. An dieser Stelle setzt die Technik an und trennt die Vorderachse automatisch ab, sobald die Bedingungen es erlauben. Dann läuft der Maserati rein als Hecktriebler, was nicht nur die Effizienz verbessert, sondern das Fahrgefühl für Enthusiasten interessanter macht. Der Übergang von Allrad- zu Hinterradantrieb geschieht in nur 500 Millisekunden, also praktisch unmerklich.

Im Hintergrund arbeiten zahlreiche Sensoren: Sie erfassen unter anderem Drehmomentanforderung, Bremstemperatur, Straßenneigung und Geschwindigkeit. Auf dieser Basis entscheidet die Regelung permanent, wann der zusätzliche Grip an der Vorderachse nötig ist und wann der Antrieb mit der Hinterachse allein besser fährt. Auf trockener Autobahn bei konstantem Tempo reduziert der Grecale Folgore so seinen Energiebedarf, während er auf regennasser Landstraße oder bei flotter Kurvenfahrt wieder zur vollwertigen Allradmaschine wird. Wer ein Faible für saubere Heckantriebscharakteristik hat, dürfte dieses System als faszinierendes Detail schätzen.

Reichweite und Verbrauch im Alltagseinsatz

Die Diskussion um Elektro-SUVs dreht sich oft um Reichweite und Effizienz. Maserati begegnet dieser Sorge mit einer großen Lithium-Ionen-Batterie auf Nickel-Mangan-Kobalt-Basis und einem intelligenten Energiemanagement. Die Bruttokapazität beträgt 105 kWh. Im optimalen Heckantriebsmodus sind bis zu 580 km Fahrstrecke möglich. Auf dem WLTP-Prüfzyklus gibt der Hersteller 501 km kombinierte Reichweite an. Damit bewegt sich der Grecale Folgore in einem Bereich, der nicht nur für Pendler, sondern auch für lange Autobahnetappen ausreichend Reserven bietet, sofern man regelmäßig lädt.

Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt bei 23,6 kWh pro 100 km. Zur Einordnung: Das entspricht einem theoretischen Kraftstoffäquivalent von rund 2,6 Litern pro 100 km. Dieser Wert verdeutlicht, wie effizient ein leistungsstarker Elektro-SUV im Vergleich zu klassischen Verbrennern sein kann – vor allem, wenn das AWD-Disconnect-System den Energiebedarf im Hintergrund senkt. Hinzu kommt: Lokale CO₂-Emissionen am Fahrzeug fallen mit 0 g/km weg, was in vielen Innenstädten zunehmend zur Eintrittskarte in Umweltzonen wird. Wer also Leistung sucht, aber mit dem Zeitgeist gehen möchte, findet hier ein Gesamtpaket.

Ladeleistung, Batterie-Management und Alltagskomfort

Zur Alltagstauglichkeit eines Elektroautos gehört schnelles und unkompliziertes Laden. Der Maserati Grecale Folgore bringt einen 22-kW-Onboard-Lader für Wechselstrom mit, was ihn an entsprechend dimensionierten Wallboxen im heimischen Umfeld oder am Arbeitsplatz flexibler macht als viele Wettbewerber mit schwächeren AC-Ladern. An Schnellladesäulen mit Gleichstrom sind bis zu 150 kW möglich, gespeist wird über einen CCS-Anschluss hinten links. So lässt sich die große Batterie auf Langstrecken mit ausreichend hoher Geschwindigkeit wieder auffüllen, solange die Ladeinfrastruktur mitspielt.

Eine wichtige Rolle spielt das automatische Batterie-Preconditioning. Das System temperiert den Akku bereits vor dem Stopp an einer Schnellladesäule auf das optimale Fenster. Dadurch verkürzt sich die Standzeit, weil der Energiespeicher von Beginn an im idealen Temperaturbereich geladen wird. In der Praxis bedeutet das: Wer seine Route mit Hilfe des Navigationssystems und der EV-Routing-Funktion plant, kann sich darauf verlassen, dass der Grecale Folgore die Batterie im Hintergrund für den geplanten Schnellladehalt vorbereitet. Gerade Vielfahrer werden diesen Komfort zu schätzen wissen, weil Ladepausen öfter mit einer festen Zeitplanung abgestimmt werden müssen.

Navigation, Konnektivität und Reichweitenplanung

Im digitalen Alltag moderner Fahrerinnen und Fahrer spielt die Vernetzung des Fahrzeugs eine zentrale Rolle. Der Grecale Folgore setzt hier auf das Maserati-Connect-System mit Funktionen, die speziell auf die Elektromobilität zugeschnitten sind. Über die App lässt sich die Klimatisierung aus der Ferne steuern: Während das Auto noch am Ladekabel hängt, wird der Innenraum vorgeheizt oder gekühlt. So bleibt im Akku mehr Energie für die eigentliche Fahrt, und der Komfort steigt spürbar – besonders im Winter oder an heißen Sommertagen.

Die integrierte Routenführung berücksichtigt nicht nur klassische Parameter wie Ziel und Verkehrslage, sondern plant auf Basis des Batteriestands, des Fahrstils und der Topografie die notwendigen Ladestopps ein. Ergänzt wird dies durch eine dynamische Reichweitenkarte, die auf dem Display anzeigt, wie weit sich mit dem aktuellen Energieinhalt realistisch fahren lässt. Diese Funktionen nehmen die Unsicherheit aus längeren Touren und helfen, die Möglichkeiten des 105-kWh-Akkus im Alltag optimal auszunutzen – ohne permanent selbst Reichweitenrechnungen anstellen zu müssen.

Designfreiheit: Farben, Felgen und Individualisierung

Ein Maserati definiert sich nicht nur über Zahlen, sondern auch über Stil. Der Grecale Folgore macht hier keine Ausnahme. Über das Fuoriserie-Programm stehen insgesamt 32 Außenfarben zur Verfügung, davon sechs neue für das Modelljahr 2026. Zusätzlich zu den bis zu 11 Standardlackierungen wartet eine breite Palette an Fuoriserie-Finishes: neun Uni- und Metallic-Töne, 13 Mehrschicht-Varianten sowie vier matte Optionen. Für einen Liebhaber individueller Fahrzeuge eröffnet sich damit ein großer Spielraum, um das eigene Auto optisch von der Masse abzuheben.

Das Angebot an Felgendesigns umfasst fünf Varianten, von denen eine exklusiv dem Elektro-Modell vorbehalten ist. Auch bei den Bremssätteln gibt es vier Farboptionen, ebenfalls mit einer speziellen Farbe allein für den Folgore. Drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl, wobei eine Version exklusiv für die batterieelektrische Ausführung reserviert ist. Wer die Marke schätzt, aber ein modernes E-SUV im eigenen Stil auf die Straße bringen will, findet in diesem Baukasten zahlreiche Stellschrauben für einen sehr persönlichen Auftritt.

Innenraum, Komfort und Nutzwert im E-SUV

Sportsitze aus schwarzem Leder mit roter Ziernaht und roten Maserati-Logos im Innenraum eines Maserati Grecale Folgore
Hochwertige Sportsitze mit Maserati-Logo im Grecale Folgore, Modelljahr 2026 (Foto: Hersteller)

Der Innenraum des Maserati Grecale Folgore wirkt klar auf eine Verbindung aus Sportlichkeit und Komfort ausgelegt. Neue Serienausstattungen umfassen etwa Premium Pelle Ghiaccio oder sportliche Lederkombinationen in Nero/Rosso und Nero/Giallo. Darüber hinaus stehen im Fuoriserie-Programm insgesamt acht exklusive Sitzdesigns zur Verfügung. Damit lässt sich der Charakter des Fahrzeugs von dezent-elegant bis hin zu extrovertiert-sportlich präzise an den eigenen Geschmack anpassen. Fünf Sitzplätze machen den Grecale Folgore familientauglich, ohne den Anspruch an eine hochwertige Anmutung zu vernachlässigen.

Mit Außenabmessungen von 4865 mm Länge, 1948 mm Breite und 1651 mm Höhe positioniert sich der Wagen klar im Segment der mittelgroßen Premium-SUV. Der Radstand von 2903 mm verspricht ausreichende Beinfreiheit in der zweiten Reihe, der Kofferraum fasst 535 Liter. Damit bleibt genügend Platz für Urlaubsgepäck oder den Großeinkauf, ohne dass Fahrspaß und Performance darunter leiden müssen. Das Leergewicht von 2480 kg zeigt zwar, dass viel Batterie und Technik an Bord sind, zugleich verdeutlichen die Fahrleistungen, dass die beiden E-Motoren mit dieser Masse umgehen können.

Fazit zum Maserati Grecale Folgore Modelljahr 2026

Der Maserati Grecale Folgore Modelljahr 2026 präsentiert sich als Elektro-SUV für Fahrerinnen und Fahrer, die nicht zwischen Emotion und Effizienz wählen möchten. 557 PS, 820 Nm und 4,1 Sekunden auf 100 km/h bedienen das Bedürfnis nach dynamischer Fortbewegung, während bis zu 580 km Reichweite im Heckantriebsmodus und ein kombinierter WLTP-Verbrauch von 23,6 kWh/100 km die Alltagstauglichkeit unterstreichen. Besonders interessant ist das AWD-Disconnect-System, das Allradtraktion mit der Fahrcharakteristik eines klassischen Hecktrieblers und Effizienzvorteilen verbindet.

Die Kombination aus schneller DC-Ladung mit bis zu 150 kW, 22-kW-AC-Lader, automatischer Batterie-Vorkonditionierung und intelligenter Routenplanung nimmt dem Elektroalltag viele Sorgen. Gleichzeitig bietet das Fuoriserie-Programm mit seiner Auswahl an Farben, Innenraumausführungen und eigenen Details für das BEV-Modell Raum zur Individualisierung. Wer ein sportliches, vollwertiges Elektro-SUV mit klarer Designhandschrift sucht, findet im Maserati Grecale Folgore Modelljahr 2026 eine Option im gehobenen Segment. Der Preis wird dem Premiumanspruch entsprechend ausfallen und richtet sich an Käufer, die für Technik, Performance und Exklusivität eines italienischen Elektro-SUVs investieren.

Bilder: Hersteller