Mit dem YangWang U9 betritt ein batterieelektrischer Supersportwagen die Bühne, der mit Zahlen um sich wirft, die selbst eingefleischte Verbrenner-Fans kurz innehalten lassen. Das im Februar 2024 vorgestellte BEV setzt auf vier Elektromotoren, Allradantrieb und eine Leistung von beeindruckenden 960 kW – das entspricht rund 1.305 PS. Dazu kommen 1.680 Nm Drehmoment, die ohne Umwege direkt an die Räder gehen. Dass ein solcher Wert im Alltag kaum je vollständig abgerufen wird, ist klar. Aber für Enthusiasten ist allein das Wissen darum ein Teil der Faszination.
Der U9 ist klar als Zweisitzer-Supercar gezeichnet: 4.966 Millimeter Länge, 2.029 Millimeter Breite und nur 1.295 Millimeter Höhe lassen ihn flach auf der Straße liegen. Die 2.900 Millimeter Radstand und eine Spur von 1.719 Millimetern vorn sowie 1.676 Millimetern hinten sorgen für eine breite, stabile Standfläche – ein wichtiger Faktor, wenn so viel Leistung im Spiel ist.
Viermotor-Allrad und brutal schnelle Fahrleistungen

Die Eckdaten zur Performance lesen sich wie aus der Welt der Hypercars: Der YangWang U9 sprintet in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Ein konventionelles Getriebe fällt weg, die vier Motoren übernehmen die Kraftverteilung individuell. Für Fahrerinnen und Fahrer, die präzise Traktion und blitzschnelle Reaktionen des Antriebs schätzen, ist das ein klares Argument zugunsten eines solchen Konzepts.

Mit einem Leergewicht von 2.475 Kilogramm ist der U9 gewiss kein Leichtgewicht, doch im Kontext eines Elektro-Supercars mit 80‑kWh-Batterie ist das kaum überraschend. Entscheidend ist, wie das Gewicht genutzt wird: tief im Fahrzeugboden untergebracht, senkt der Akku den Schwerpunkt und trägt so zur Fahrstabilität bei, speziell in schnellen Kurven und bei abrupten Lastwechseln.

Die Reichweite liegt nach CLTC bei 450 Kilometern. Für ein extrem leistungsorientiertes Fahrzeug ist das ein durchaus praxistauglicher Wert – genug für eine ausgedehnte Ausfahrt über Landstraßen oder für die Anreise zu Trackdays, ohne permanent nach der nächsten Ladesäule Ausschau halten zu müssen.

Butterfly-Türen und Schnellladen als Schlüsseldetails

Optisch unterstreicht der U9 seinen Anspruch mit einer klassischen Supercar-Architektur: zwei Türen, zwei Sitze, niedrige Silhouette. Ein besonderes Detail sind die Butterfly-Türen, die nach oben aufschwingen. Sie erleichtern nicht nur den Einstieg bei breiten Seitenschwellern, sondern schaffen auch jenen Auftritt, den viele Fans dieser Fahrzeugkategorie lieben – gerade auf Parkplätzen von Rennstrecken oder bei Szene-Treffen.

Technisch sticht vor allem die DC-Ladefähigkeit hervor. Von 30 auf 80 Prozent soll der Akku in nur 0,2 Stunden geladen werden können – also in etwa zwölf Minuten. Für ein Elektro-Supercar ist das ein Schlüsselfaktor: Wer den Wagen auf der Landstraße oder der Autobahn intensiv nutzt, kann ihn in kurzer Zeit wieder für die nächste schnelle Etappe vorbereiten. Diese Schnellladefähigkeit macht den U9 im Alltag deutlich unkomplizierter und reduziert Wartezeiten auf ein Minimum.

Beim Preis positioniert sich der YangWang U9 klar im exklusiven Segment: Zum Marktstart lag er bei 1.680.000 chinesischen Yuan, knapp 200.000 Euro.
Bilder: Hersteller



