Citroën DS21 Cabriolet aus dem Jahr 1966 in Grau, seitliche Frontansicht, geparkt vor einem Haus
Das seltene Citroën DS21 Cabriolet, gebaut von Henri Chapron. (Foto: cars.bonhams.com)

Citroën DS21 Cabriolet: Eleganz unter freiem Himmel

Es gibt Automobile, die wie eine Vision auf Rädern wirken. Das Citroën DS21 Cabriolet aus dem Jahr 1966 gehört in diese Kategorie. Seine Linienführung verleiht ihm eine Aura, die über das hinausgeht, was man mit einem klassischen offenen Reisewagen verbindet. Dieses zweitürige Cabriolet steht für eine Zeit, in der technischer Mut und stilistische Kühnheit zusammenfanden. Wer sich für die Geschichte außergewöhnlicher Mobilität interessiert, findet in diesem Citroën ein Fahrzeug, das bis heute faszinierend ist.

Besonders reizvoll ist die Herkunft dieser offenen Version. Das Werkscabriolet wurde von Henri Chapron gebaut, dessen Name mit den elegantesten offenen DS-Versionen verbunden ist. Gerade deshalb besitzt dieses Modell einen besonderen Rang innerhalb der DS-Familie. Dieser Wagen ist derzeit zu kaufen. Ein Citroën DS21 Cabriolet ist ein Auto für Menschen, die automobile Kultur schätzen.

Eine Ikone der Moderne auf vier Rädern

Citroën DS21 Cabriolet von 1966 mit offenem Verdeck, geparkt auf einem gepflasterten Hof vor einem Haus
Das seltene Citroën DS21 Cabriolet von 1966 mit Chapron-Karosserie – eine Design- und Technikikone ihrer Zeit. (Foto: cars.bonhams.com)

Als die Citroën DS 1955 vorgestellt wurde, war sie ihrer Zeit in fast jeder Hinsicht voraus. Die Baureihe brachte technische Lösungen auf die Straße, die damals wie ein Blick in die Zukunft wirkten. Selbstnivellierende hydropneumatische Federung, servounterstützte Bremsen, Kupplung und Lenkung machten die DS zu einem Automobil, das sich von den Konventionen seiner Epoche abhob. Während andere Hersteller an traditionellen Konzepten festhielten, setzte Citroën auf Fortschritt.

Das DS21 Cabriolet von 1966 führt diese Idee in einer offenen Variante weiter. Hier trifft die technische Avantgarde der DS auf die Offenheit eines Cabrios. Das Ergebnis ist ein luxuriöser Klassiker. Im offenen Aufbau kommt die skulpturale Formensprache zur Geltung. Die lange, fließende Silhouette, kombiniert mit dem Chapron-Karosserieaufbau, verleiht dem Wagen Leichtigkeit.

Der Schritt zur DS21 brachte mehr Kraft

Citroën DS21 Cabriolet von 1966 in Grau mit geöffnetem Dach, geparkt auf einer Einfahrt vor einem Haus.
Ein originales Citroën DS21 Cabriolet aus dem Jahr 1966 mit geöffnetem Verdeck, gebaut von Henri Chapron – eich echter Traumwagen. (Foto: cars.bonhams.com)

Mit der Einführung der DS21 im Jahr 1965 erhielt die Baureihe einen stärkeren Motor. Unter der Haube arbeitet ein Reihenvierzylinder mit 2,175 Liter Hubraum. Seine Leistung liegt bei rund 109 PS, also etwa 80 Kilowatt. Für die Mitte der 1960er-Jahre war das ein überzeugender Wert, zumal die DS21 damit eine Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 175 Kilometer pro Stunde erreichte. Das zeigt, wie fortschrittlich dieses Fahrzeug konstruktiv und fahrdynamisch angelegt war.

Zum Charakter dieses Citroën passt die halbautomatische, hydraulisch gesteuerte 4-Gang-Schaltung. Sie unterstreicht den Reisecharakter des Wagens und harmoniert mit dem Anspruch, Fortbewegung kultiviert zu gestalten. In einem DS21 Cabriolet geht es um fließendes Gleiten. Dieses Auto lädt dazu ein, Straßen bewusst zu erleben – mit geöffnetem Verdeck und Blick für Landschaften.

Die Magie der Hydropneumatik bleibt unvergessen

Innenansicht eines Citroën DS21 Cabriolets von 1966 mit Blick auf Lenkrad, Armaturenbrett und schwarze Ledersitze.
Das Cockpit des DS-Cabriolets mit charakteristischem Armaturenbrett und halbautomatischer Schaltung am Lenkrad. (Foto: cars.bonhams.com)

Wenn ein Merkmal dieses Fahrzeugs herausragt, dann ist es die hydropneumatische Federung. Sie machte die DS berühmt und prägt ihren Ruf. Die selbstnivellierende Konstruktion sorgte für einen Fahrkomfort, der in den 1950er- und 1960er-Jahren ungewöhnlich war. Gerade im Cabriolet entfaltet diese Technik eine besondere Wirkung. Offen zu fahren bedeutet hier Veredelung: Der Wagen verbindet frische Luft mit einer Fahrkultur, die auf ihrer Zeit voraus war.

Hinzu kommt, dass die DS technisch anspruchsvoll war. Unterstützte Bremsen, Kupplung und Lenkung formten ein Gesamterlebnis, das sich vom Üblichen abhob. In einer Ära, in der viele Fahrzeuge kompromissreich konstruiert waren, zeigte Citroën, wie sich Technik in den Dienst des Fahrgefühls stellen kann. Genau deshalb wirkt die DS21 bis heute wie ein Meilenstein automobiler Entwicklung.

Seltenheit mit großer historischer Strahlkraft

Nahaufnahme des Armaturenbretts und Schalthebels eines Citroën DS21 Cabriolet von 1966
Das charakteristisches Armaturenbrett mit der Uhr seinen klassischen Schaltern und Drehreglern. (Foto: cars.bonhams.com)

Auch die Stückzahlen erzählen von der Exklusivität dieses offenen Franzosen. Insgesamt entstanden 1.365 ab Werk über das Citroën-Händlernetz vertriebene Cabriolets, sämtlich bei Henri Chapron in Levallois-Perret gebaut; davon entfielen 483 auf die DS21. Allein diese Zahlen machen deutlich, wie besonders ein solches Fahrzeug heute ist. Es handelt sich um eine Rarität mit kulturhistorischer Ausstrahlung. Umso interessant ist, dass ein Exemplar mit der Fahrgestellnummer 4376059 und der Motornummer 0574000392 erhalten geblieben ist.

Historisch interessant ist auch sein Platz innerhalb der Entwicklung der Baureihe. 1967 stellte Citroën alle DS-Modelle von der ursprünglichen roten Hydraulikflüssigkeit auf die neue grüne LHM-Flüssigkeit um. 1968 folgten die abgedeckten, mitlenkenden Scheinwerfer. 1970 kam die DS21 IE mit 139 PS. Das hier gezeigte Fahrzeug stammt also aus einer spannenden Phase: Es verbindet die klassische frühe Erscheinung der DS21 mit dem technischen Reifestand dieser Modellgeneration.

Ein offener Citroën für Kenner und Träumer

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Detailaufnahme der Instrumententafel im Citroën DS21 Cabriolet von 1966 mit Ganganzeuge der halbautomatischen Gangschaltung. (Foto: cars.bonhams.com)

Die DS-Baureihe blieb bis 1975 in Produktion, die DS21 wurde vor allem zwischen 1965 und 1972 gebaut. Doch die offene Chapron-Version nimmt innerhalb dieser Geschichte eine Sonderrolle ein. Sie steht für die seltenere und emotionalere Ausprägung einer legendären Konstruktion. Das macht dieses Cabriolet zu einem Fahrzeug für Kenner – und für solche, die in einem Automobil mehr sehen als nur Technik und Design.

Detailaufnahme des Armaturenbretts im Citroën DS21 Cabriolet von 1966 mit Tachometer und analoger Uhr von Jaeger.
Der Tachometer der DS war nicht rund, wie üblich sondern rechteckig und breit. (Foto: cars.bonhams.com)

Dass dieses Citroën DS21 Cabriolet im Rahmen einer Auktion in Paris angeboten wird, ist ein Detail seiner Geschichte. Es bleibt das Auto selbst: ein 1966 gebautes offenes Modell mit 2,175-Liter-Motor, rund 109 PS, hydropneumatischer Federung und zeitloser Eleganz. Ein solches Auto zu besitzen, wäre für Enthusiasten eine Möglichkeit, ein Stück europäischer Automobilkultur unter freiem Himmel zu erleben.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges

FAQ

1) Was macht das Citroën DS21 Cabriolet von 1966 zu einer automobilen Ikone – über sein Design hinaus?
Die Faszination entsteht aus der Kombination von Form und Technik. Die DS war ein modernes Konzept: hydropneumatische Federung mit selbstnivellierendem Komfort sowie unterstützte Bremse, Lenkung und Kupplung schufen ein Fahrgefühl, das damals fortschrittlich wirkte. Im Cabriolet verstärkt sich dieser Eindruck, weil Offenfahren hier kultiviertes Gleiten bedeutet. Das Auto wirkt dadurch wie eine fahrende Design-Studie mit alltagstauglicher Ingenieurskunst.

2) Welche Rolle spielt Henri Chapron für den Wert und die Bedeutung dieses DS21 Cabriolets?
Henri Chapron ist entscheidend, weil das Werkscabriolet von einem renommierten Karossier mit Qualitäts- und Stilanspruch umgesetzt wurde. Dadurch ist das Cabriolet innerhalb der DS-Familie eine eigene Klasse: seltener, eleganter und historisch zuzuordnen. Chapron steht für handwerkliche Exklusivität, die sich in Proportionen, Details und der Gesamtwirkung zeigt. Genau diese Herkunft macht das Fahrzeug für Sammler interessant.

3) Worauf sollte man achten, wenn man ein DS21 Cabriolet wie dieses tatsächlich kaufen möchte?
Neben dem emotionalen Reiz zählen Nachweise und technische Plausibilität. Wichtig sind identifizierbare Daten (Fahrgestell- und Motornummer), eine nachvollziehbare Historie sowie der Zustand der hydropneumatischen Anlage, denn sie ist Herzstück und Komplexitätsfaktor zugleich. Auch die zeitliche Einordnung ist relevant: Ein 1966er Modell steht vor der Umstellung auf die grüne LHM-Flüssigkeit (1967) und vor den späteren Technik- und Designänderungen (ab 1968). Wer kauft, sollte Originalität, Wartungsstand und fachkundige Betreuung einplanen.