Der Bugatti Veyron 16.4 gilt als Meilenstein der automobilen Moderne – ein Coupé, das die Idee von Leistung, Luxus und technischer Kühnheit neu definiert hat. Dieses Exemplar, erstmals im 06/2007 zugelassen, steht in klassischem Weiß und zeigt, wie konsequent Ingenieurskunst in Form gegossen werden kann. Der Antrieb ist von einer 7‑Gang‑DSG verwaltet, die zwei Türen rahmen eine Karosserie, die auch heute noch wie ein Manifest wirkt. Als Teil der erlesenen Amian Collection Cars erinnert dieser Veyron daran, dass Sammelleidenschaft mehr sein kann als Besitz: Sie bewahrt Ikonen. Dezent, aber erwähnenswert: Das Fahrzeug ist derzeit verfügbar – eine Nachricht, die eher träumen als handeln lässt. Schon die Laufleistung von 27.610 Kilometern erzählt, wie würdevoll ein Auto altern kann, wenn es mit Verstand bewegt wurde. Drei Vorbesitzer ergänzen die greifbare Lebensgeschichte.
W16, vier Turbos: die Essenz des 16.4

Die Ziffern 16.4 stehen für ein Aggregat, das zwei VR8‑Bänke zu einem kompakten W16 vereint – aufgeladen von vier Turboladern. Aus 8,0 Litern Hubraum entstehen 1.001 PS, unterstützt von ungefähr 1.250 Nm Drehmoment; Werte, die den Sprint auf 100 km/h in etwa 2,5 Sekunden erlauben. Rund 407 km/h Spitze markieren die Liga, in der sich der Bugatti Veyron 16.4 bewegt. Dass der Motor seine Gewalt per 7‑Gang‑DSG verteilt, ist dabei kein Zufall, sondern eine Notwendigkeit, um Traktion und Stabilität souverän zu ordnen. Faszinierend ist die Ruhe, mit der diese Technik ihren Dienst verrichtet: Das große Ganze wirkt wie ein Uhrwerk, dessen Zeiger aus Ladedruck, Drehzahl und Gangwechseln bestehen – präzise, berechenbar, aber immer mit dem Versprechen des Außergewöhnlichen. So fühlt sich Ingenieursromantik an, wenn sie Tempo in Kultur verwandelt.
Bugatti Veyron 16.4: Zahlen, Daten, Gefühl

Seine Geschichte beginnt 2005, als die Serienfertigung anläuft und bis 2011 fortgesetzt wird. Die Coupé‑Baureihe war auf 300 Fahrzeuge limitiert; gebaut wurde bis zum Sommer 2011 in Dorlisheim bei Molsheim im Elsass. Ungefähr 300 Coupés entstanden, insgesamt etwa 450 Veyron über alle Varianten hinweg – eine Verknappung, die dem Mythos stattliche Tiefe verleiht. Rund 2.040 Kilogramm Leergewicht sind dabei nicht Ballast, sondern Ausdruck eines Entwicklungsauftrags, der Stabilität, Kühlung und Langstreckentauglichkeit mit Superlativ‑Leistung vereinen wollte. Mobilität wird hier zur Inszenierung von Reichweite, Geschwindigkeit und Vertrauen in Technik: Der Bugatti Veyron 16.4 zeigt, wie sich Extreme domestizieren lassen, ohne ihre Magie zu verlieren. Diese Balance macht ihn zu einer Ikone, die auch im heutigen Straßenbild eine eigene Zeitrechnung behauptet. Jede Begegnung wirkt wie ein Déjà‑vu mit der Zukunft auf Rädern.
Gebaut in Dorlisheim: limitierte Coupé‑Ikone

Zu dieser Erzählung gehören Varianten, die den Rahmen weiter verschoben haben. 2009 kam der offene Grand Sport, doch die spektakulärste Steigerung wurde 2010 präsentiert: der Veyron 16.4 Super Sport. Er mobilisiert 1.200 PS und 1.500 Nm, beschleunigt in 2,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht bis zu 415 km/h – Zahlen, die 2010 in einem Weltrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge kulminierten. Der Super Sport steht in einer Markentradition, die leistungsstärkere Ausprägungen als eigenständige Kapitel versteht. Spannend bleibt, dass die Grundidee identisch ist: ein W16 mit vier Turboladern, ausbalanciert von einem Getriebe, das Kräfte ordnet, bevor sie die Straße erreichen. So entsteht keine rohe Eskalation, sondern eine kultivierte Verdichtung – ein Lehrstück darüber, wie Spitzenleistung sinnvoll geerdet werden kann. Und doch bleibt der Bugatti Veyron 16.4 das prägende Bezugssystem für diese Familie.
Varianten: Grand Sport und Super Sport im Kontext

Zurück zum charakterstarken Coupé, das hier begegnet: ein gebrauchtes Fahrzeug mit drei Vorbesitzern, zwei Türen und jener klaren Linienführung, die Weiß so eindrucksvoll trägt. Die 7‑Gang‑DSG passt perfekt zum Temperament, weil sie die 1.001 PS ohne Zögern sortiert. 18,8 Liter auf 100 Kilometer und 459 g/km CO₂ sind Zahlen eines Supersportlers, der seine Prioritäten offenlegt – Effizienz ist nicht der Punkt, verlässliche Performance sehr wohl. Die Angabe verfügbar bleibt bewusst leise im Hintergrund, aber sie lässt Raum für Tagträume. In der Amian Collection Cars entfaltet dieses Exemplar genau jene Aura, die Sammlungen so besonders macht: Sie geben Technikgeschichte ein Zuhause, ohne ihr Beweglichkeit zu nehmen. Denn jeder Kilometer kann zur Erinnerung werden, wenn ein Automobil Reisen in Erlebnisse verwandelt. 27.610 Kilometer erzählen davon auf unaufdringliche, fast poetische Weise.
Charakter, Effizienzwerte und verfügbare Träume

Wer Mobilität als Kultur versteht, findet im Bugatti Veyron 16.4 ein Panorama der Möglichkeiten. Benzin treibt hier nicht nur einen Motor, sondern eine Idee an: das Zusammenspiel aus 8,0 Litern W16, vier Turboladern und einem Getriebe, das Kraft in Gelassenheit verwandeln kann. Die Erstzulassung 06/2007 verankert dieses Exemplar fest in der klassischen Ära der Baureihe, zugleich wirkt es zeitlos. Dass es in der Amian Collection Cars beheimatet ist, sagt viel über den Respekt vor wegweisenden Automobilen. Und ja, es steht zum Verkauf – eine Feststellung, die mehr Sehnsucht weckt, als sie Entscheidungen verlangt. Denn am Ende sind es Geschichten, die bleiben: von Technik, Mut und jener Stille, die sehr schnelle Autos umgibt. Ein weißes Coupé, drei Vorbesitzer, bereit für neue Erinnerungen. Ganz ohne Eile. Preis, nüchtern und klar: 1.800.000 €.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges



