Die GASGAS EC 300 GP des Modelljahres 2025 ist mehr als nur eine besonders auffällige Variante der bekannten EC 300. Dieses Zweitakt-Enduro-Motorrad greift die Handschrift eines historischen Erfolgsmodells aus dem Jahr 1994 auf und verbindet diesen Verweis auf die eigene Geschichte mit moderner Technik für den harten Offroad-Einsatz. Genau darin liegt ihr Reiz: Sie will nicht bloß nostalgisch wirken, sondern auf dem Trail funktionieren.
Schon optisch setzt die Maschine ein klares Zeichen. Schwarzer Rahmen, schwarze Felgen sowie rote, schwarze und gelbe Akzente geben der EC 300 GP einen eigenständigen Auftritt. Dazu kommen praktische Details wie der rot eloxierte Vorderradachsen-Zug und das Supersprox-Stealth-Kettenrad mit Stahlzähnen und Aluminiumkern. Solche Bauteile sind nicht nur Dekor, sondern passen zum Anspruch eines Motorrads, das für anspruchsvolle Enduro-Tage gedacht ist.
Technik für harte Etappen

Im Mittelpunkt steht ein Einzylinder-Zweitaktmotor mit 293,15 Kubikzentimeter Hubraum. Die Gemischaufbereitung übernimmt eine elektronische Keihin-Einspritzung mit 39-Millimeter-Drosselklappe, gesteuert von einem Motormanagement von Vitesco Technologies. Für die Praxis bedeutet das: Die Leistung soll sauber und kontrollierbar bereitstehen, während die Elektronik permanent Temperatur, Druck, Drehzahl und Drosselklappenstellung überwacht, um das Luft-Kraftstoff-Gemisch passend zu regeln.
Zwei Kennfelder für zwei Charaktere
Besonders spannend ist der Mapping-Schalter mit zwei Motorabstimmungen. Map 1 ist auf eine sanfte, technische Leistungsentfaltung ausgelegt, Map 2 auf volle Leistung etwa bei schlammigen Bedingungen. Gerade im Enduro-Bereich ist das mehr als ein nettes Extra. Wer zwischen engen Auffahrten, rutschigen Wurzeln und offenen Passagen wechselt, bekommt damit ein Motorrad, das seinen Charakter spürbar an den Untergrund anpassen kann.
Zum Gesamtpaket passen der Elektrostarter, die DDS-Mehrscheibenkupplung im Ölbad mit Braktec-Hydraulik sowie ein Kühlerlüfter, der die Dauerleistung des Motors unterstützen soll. Ein Motorschutz gehört ebenfalls zur Serienausstattung.
Fahrwerk, Ergonomie und Alltag im Gelände

Beim Fahrwerk setzt die GASGAS EC 300 GP auf bewährte Zutaten. Der Doppelschleifen-Zentralrohrrahmen aus 25CrMo4-Stahl wird von einem Aluminium-Heckrahmen ergänzt. Vorne arbeitet eine WP-XPLOR-Gabel mit 48 Millimeter Durchmesser, hinten ein WP-XACT-Federbein, jeweils mit 300 Millimeter Federweg. Das verspricht reichlich Reserven für Steine, Kanten und ausgefahrene Spurrinnen. Mit 354 Millimeter Bodenfreiheit und einem fahrfertig trocken angegebenen Gewicht ohne Kraftstoff von 107,9 Kilogramm bringt die Maschine beste Voraussetzungen für ernsthaften Geländeeinsatz mit.
Auf Kontrolle ausgelegt
Große Kontaktflächen an der Verkleidung sollen den Knieschluss verbessern, die griffige Sitzbank unterstützt die Kontrolle zusätzlich. Größere Fußrasten mit offener Bauweise helfen bei Halt und sollen Schlamm besser abwerfen. Ergänzt wird das durch einen schlanken, transparenten Tank mit rund 9 Liter Volumen, einen werkzeuglos montierbaren Luftfilter und Metzeler-6-Days-Extreme-Reifen. So ergibt sich ein sehr konsequent aufgebautes Gesamtbild: eine sportliche Enduro für Fahrer, die im Gelände nicht nur Stil, sondern vor allem Substanz suchen.
Der Preis steht am Ende dennoch mit im Fokus: Die GASGAS EC 300 GP 2025 kostet 10.949 Euro (inkl. 19 % MwSt., zzgl. 495 Euro Überführungs- und Nebenkosten).
Bilder: Hersteller


