Der Ferrari LaFerrari Aperta ist einer jener seltenen Momente, in denen Ingenieurskunst, Historie und Emotion zu einer vollkommenen Form verschmelzen. Dieser offene Zweisitzer steht aktuell als gebrauchte Rarität bereit – ein Status, der die Faszination eher steigert als schmälert. Aus erster Hand, mit Erstzulassung 10/2018, wirkt dieses Exemplar wie eine Zeitkapsel auf Rädern. 88 Kilometer Laufleistung genügen, um zu zeigen, wie sorgsam hier automobile Kultur bewahrt wurde. Die Kombination aus Silber/Grau-Lackierung, Roadster-Karosserie und dem berühmten HY-KERS-Antrieb erzählt von einem Auto, das die Grenzen seiner Epoche neu definierte. Dass der LaFerrari Aperta in den Händen von Amian Collection Cars ruht, passt zu diesem Eindruck: Eine Sammlung, die nicht hortet, sondern kuratiert – und genau dadurch Träume bewahrt, die man heute wieder atmen kann.
Aperta: das offene Flaggschiff mit Geschichte

Der Weg des LaFerrari beginnt 2013 in Genf: Dort debütierte das Coupé als neues Marken-Statement und als legitimer Nachfolger des Ferrari Enzo. Vom Start weg war die Botschaft eindeutig: schneller, stärker, teurer – ein Referenzpunkt für das, was ein Straßensportwagen sein kann. 2013 kam der LaFerrari Aperta anlässlich des 70. Jahrestags der Unternehmensgründung als limitierte Edition auf den Markt. Produziert wurden insgesamt 499 Fahrzeuge – und der Name „Aperta“ sagte alles: offen, als Roadster gedacht und gebaut. Gleichzeitig erinnerte die Bezeichnung „LaFerrari“ – „Der Ferrari“ – an seinen Anspruch, die Essenz der Marke zu verdichten. Dieses Erbe trägt der Aperta bis heute, spürbar in jeder Linie, hörbar in jedem Zündfunken.
HY-KERS: Kraftduett aus V12 und E-Motor

Seine technische Signatur ist der Hybridantrieb. Als erster Serien-Ferrari mit HY-KERS verknüpft der LaFerrari die Magie eines 6,262 cm³ (6,262 l) großen V12 mit der Präzision eines 120 kW (163 PS) starken Elektromotors. Das Ergebnis: über 960 PS Systemleistung, in diesem Exemplar präzise ausgewiesen mit 708 kW/963 PS. Gekoppelt an ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (F1 DCT), entsteht eine Art mechanische Sinfonie, deren Taktung von Unterbau und Elektrifizierung gleichermaßen bestimmt wird. Messbar ist die Klasse in Zahlen: 0–100 km/h in unter 3 Sekunden, eine Spitze jenseits der 350 km/h, und dennoch ein normierter Verbrauch von 14,9 l/100 km bei 340 g/km CO₂. Für einen offenen Zweisitzer ist das nicht nur beeindruckend – es ist ein Manifest der Übergangszeit, in der Tradition und Zukunft miteinander sprechen.
Design im Zeichen der Offenheit

Optisch hält der LaFerrari Aperta die Kerncharakteristika des Coupés fest, kultiviert sie jedoch für das offene Fahrerlebnis. Eine der feinen Differenzen offenbart sich beim Öffnen: Der Schwenkwinkel der Türen unterscheidet sich in der Endposition vom geschlossenen Bruder – ein Hinweis darauf, wie tiefgreifend die Modifikationen für die Roadster-Architektur gedacht sind. Die gewählte Silber/Grau-Konfiguration verleiht dem extrovertierten Grundthema eine kühle Eleganz, die die Form sprechen lässt. Ein dekorativer weißer Zierstreifen war ursprünglich foliert und wurde später wieder entfernt – eine Randnotiz, die zeigt, wie bewusst das Erscheinungsbild kuratiert wurde. Im offiziellen Launch-Video lenkt Sebastian Vettel den LaFerrari vom öffentlichen Asphalt auf die Rennstrecke; diese Sequenz beschreibt treffend, wofür der Aperta steht: grenzenlose Offenheit, richtig dosiert.
Fahrleistungen mit Aura

Werte sind das eine – die Aura ist das andere. Der LaFerrari Aperta verbindet beides. Die nackte Beschleunigungszahl unter drei Sekunden setzt Maßstäbe; die Höchstgeschwindigkeit jenseits 350 km/h gibt dem Roadster jene Souveränität, die er optisch verspricht. Im Alltag spricht seine Hybridisierung eine zweite Sprache: Sie macht den Aperta zum Brückenschlag zwischen klassischem Hochdrehzahl-V12 und elektrischer Präzision. Das 7-Gang-F1-Doppelkupplungsgetriebe hält die Leistung stets im Fenster, die zwei Türen öffnen den Zugang zu einer Fahrerzone, die nie mit Effekt überladen wirkt. Genau dieses Gleichgewicht aus Ingenieursstolz und zurückhaltender Eleganz macht den Reiz dieses Exemplars aus. Dass es als Gebrauchtfahrzeug verfügbar ist, verleiht dem Traum eine reale Kontur – greifbar, aber nicht banal.
Sammlerstück bei Amian Collection Cars

Besonders bemerkenswert ist der Kontext: Amian Collection Cars bewahrt diesen LaFerrari Aperta in einem Umfeld, das automobile Ikonen wertschätzt und ihrer Geschichte gerecht wird. Es ist zutiefst erfreulich, dass Amian Collection Cars solche Fahrzeuge sammelt, pflegt und damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht. In dieser Obhut bekommt ein Exemplar aus 10/2018 mit nur 88 Kilometern die Bühne, die es verdient – als nahezu jungfräulicher Zeuge einer Epoche, in der Hybridtechnik den Ferrari-Mythos neu akzentuierte. Wer vor diesem Auto steht, spürt die Sorgfalt des Kurators ebenso wie die Konsequenz der Ingenieure. Und so fügt Amian Collection Cars ein weiteres Kapitel zur Erzählung hinzu, in der Seltenheit nicht statusheischend, sondern kulturprägend ist.



Fazit: Der Ferrari LaFerrari Aperta verkörpert die Idee des ultimativen Zweisitzers – ein Flaggschiff, das die Essenz der Marke verdichtet und in eine offene Form gießt. Hybridtechnik als Brücke, Design als Bekenntnis, Performance als Versprechen. Dieses Exemplar verbindet all das mit einer Historie aus erster Hand, einer extrem niedrigen Laufleistung und einer Farbgebung, die Reife statt Lautstärke wählt. Es steht bereit, ohne den Nimbus der Unnahbarkeit zu verlieren – und bleibt dabei eine Einladung, über Mobilität zu staunen. Preis: 7.497.000 €.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges



