Peugeot 9X8 Hypercar auf der Rennstrecke mit auffälliger Art-Car-Lackierung in Grau, Gelbgrün und Schwarz, seitlich aufgenommen.
(Foto: peugeot.de)

Peugeot 9X8 Hypercar: Hybrid-Pionier für die Langstrecke

Mit dem Peugeot 9X8 wagt sich die Marke in eine neue Ära des Langstreckensports. Seit Juli 2022 ist der Hybrid-Hypercar-Starter im FIA World Endurance Championship (WEC) unterwegs und bestreitet auch die 24 Stunden von Le Mans. Die Basis ist ein komplett von Peugeot Sport entwickelter Antriebsstrang, der klassische Verbrennertechnik und moderne Elektropower in einem kompromisslosen Rennfahrzeug verbindet – ein Technologieträger, der auch Straßenfahrern zeigt, wohin sich Performance im Zeitalter der Elektrifizierung bewegt.

Design, Lichtsignatur und Abmessungen des Peugeot 9X8

Peugeot 9X8 Hybrid-Hypercar mit auffälliger Art-Car-Lackierung und Lichtsignatur, präsentiert für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans
Peugeot 9X8: Das Hybrid-Hypercar im Design von Le Mans 2023. (Foto: peugeot.de)

Optisch knüpft der 9X8 an die aktuellen Serienmodelle an und treibt deren Formensprache auf die Spitze. Die Lichtsignatur mit der typischen Drei-Krallen-Grafik vorne und hinten sorgt selbst im dichten Rennfeld für hohen Wiedererkennungswert. Dazu kommt das neue Löwenemblem an der Front – ein Detail, das im Nachtrennen eine ganz eigene Faszination entwickelt. Die Lackierung in Grau Selenium mit Giftgrün-Gelb-Akzenten in Kryptonite lehnt sich an die Farbwelt der Peugeot Sport Engineered-Modelle 508 und 508 SW an und übersetzt sie direkt auf die Rennstrecke.

Peugeot 9X8 Hypercar von hinten mit leuchtender Lichtsignatur in einem schalltoten Raum
Das innovative Design und die charakteristische Lichtsignatur des Peugeot 9X8 Hypercar. (Foto: peugeot.de)

Mit 4,995 Metern Länge, 2,000 Metern Breite und nur 1,145 Metern Höhe wirkt der 9X8 flach wie ein Prototyp aus dem Windkanal – was er letztlich auch ist. Das Trockengewicht liegt bei lediglich 1.030 Kilogramm. In Verbindung mit dem Hybridantrieb ergibt sich ein Leistungsgewicht, das puristische Rennsportfans anspricht, aber auch Technik-Enthusiasten fasziniert, die sich für Effizienz und Energierückgewinnung interessieren.

Hybridantrieb, Allrad und 900-Volt-Technik im Peugeot 9X8

Peugeot 9X8 Art Car Version, Seitenansicht mit auffälliger Lackierung und Sponsorenlogos in grün-gelber Studiokulisse.
Der Peugeot 9X8 in der Art-Car-Version wurde mit auffälligem Rennsport-Design gestaltet von J. Demsky. (Foto: peugeot.de)

Herzstück des Peugeot 9X8 ist ein 2,6-Liter-V6-Biturbo, der die Hinterachse mit bis zu 520 kW (rund 707 PS) antreibt. Ergänzt wird der Verbrenner von einem 200-kW-Elektromotor an der Vorderachse, was den Hypercar zum Allradfahrzeug macht. Diese Aufteilung bietet nicht nur Traktionsvorteile beim Herausbeschleunigen aus langsamen Kurven, sondern erlaubt auch eine fein dosierbare Leistungsabgabe über beide Achsen – ein Thema, das für alle relevant ist, die sich für Fahrdynamik und smarte Torque-Verteilung interessieren.

Rennfahrer in Peugeot-Montur beim Boxenstopp am Peugeot 9X8 Hypercar in der FIA WEC
Rennfahrer am Peugeot 9X8 beim Boxenstopp während der FIA World Endurance Championship. (Foto: peugeot.de)

Strom liefert ein Hochvoltbatteriesystem mit 900 Volt, das zusammen mit TotalEnergies und Saft entwickelt wurde. Damit zeigt der 9X8, wohin sich die Spannungsebenen im Hochleistungsbereich bewegen können, um Lade- und Entladeströme zu optimieren. Marelli steuert den Hochleistungs-Elektromotor an der Vorderachse sowie einen Siliziumkarbid-Wechselrichter bei, der die Effizienz des Systems erhöht – eine Technologie, die in ähnlicher Form zunehmend auch in sportlichen Serien-Elektrofahrzeugen ankommt.

Faszinierendes Detail: Der Art-Car-Auftritt des 9X8

Peugeot 9X8 Hypercar im Boxenstopp bei Nacht mit leuchtenden LED-Scheinwerfern und Löwenemblem
Der Peugeot 9X8 Hypercar während eines nächtlichen Boxenstopps auf der Rennstrecke. (Foto: peugeot.de)

Ein besonderes Kapitel im Leben des Peugeot 9X8 ist die Art-Car-Version, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler J. Demsky entstanden ist und im Juni 2023 bei den 24 Stunden von Le Mans vorgestellt wurde. Hier verschmelzen Renntechnik und Kunst zu einem rollenden Statement. Für Autoliebhaber, die Design weit über die reine Funktion hinaus schätzen, wird der 9X8 damit zum fahrbaren Ausstellungsstück. Zugleich zeigt dieses Projekt, wie ernst Peugeot die emotionale Seite des Motorsports nimmt – abseits von Rundenzeiten und Stints.

Peugeot 9X8 Hypercar mit Team vor der Boxengasse bei einem Langstreckenrennen
Das Peugeot Sport Team mit den beiden 9X8 Hypercars in der Boxengasse während der FIA WEC. (Foto: peugeot.de)

Rund um das Fahrzeug steht ein Netzwerk aus Partnern: TotalEnergies begleitet Peugeot als technischer Hauptpartner; die Hochvoltbatterie entstand in Zusammenarbeit mit der TotalEnergies-Tochter Saft. Hinzu kommt die Kooperation mit Marelli, die den Elektromotor für die Vorderachse sowie einen Siliziumkarbid-Wechselrichter liefert. Ein offizieller Preis für den Peugeot 9X8 Hypercar wird nicht genannt – als reines Rennfahrzeug steht er ohnehin außerhalb klassischer Marktlogik.

Bilder: Hersteller