Der neue Vauxhall Frontera positioniert sich als SUV für alle, die Platz, Alltagstauglichkeit und einen bezahlbaren Einstieg in die Elektrifizierung suchen. Optisch tritt er mit einer robusten Note auf, technisch spannt er den Bogen vom 48-Volt-Hybrid bis zum vollelektrischen Modell mit bis zu 407 km WLTP-Reichweite. Mit 4.385 mm Außenlänge liegt er genau zwischen Mokka und Grandland und damit mitten im hart umkämpften Kompakt-SUV-Segment – mit deutlich mehr Raumgefühl, als die Zahlen vermuten lassen.
Raues Design, clevere Verpackung
Im Design folgt der Frontera der aktuellen Markenlinie mit dem sogenannten Vizor-Frontlayout: Kühlergrill, Scheinwerfer und Markenlogo verschmelzen zu einer geschlossenen Einheit. Auf Chrom wird bewusst verzichtet, was den robusten Auftritt unterstützt und gleichzeitig den Nachhaltigkeitsgedanken unterstreicht. Eine markante C-Säule erinnert an den Frontera der 1990er-Jahre und trennt den optisch gestreckten Fahrgastraum klar vom Heck.
Die Proportionen sind klassisch SUV: ausgeprägte Radläufe, betonte Seitenschweller und eine erhöhte Sitzposition. Bereits die Basisversion bringt 16-Zoll-Stahlräder, Radlaufverkleidungen, schwarze Skidplates und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger mit. Optional gibt es ein Designpaket mit weißen 16-Zoll-Stahlfelgen, weißem Dach und Dachreling – ein Hinweis auf den Freizeit- und Outdoor-Charakter des Fahrzeugs. In den höheren Ausstattungen kommen 17-Zoll-Leichtmetallräder, schwarze Dächer, LED-Rückleuchten sowie in der Topversion LED-Nebelscheinwerfer und schwarze Dachreling mit 240 kg Dachlast dazu.
Innenraum mit Fokus auf Familie und Alltag
Im Innenraum setzt der Frontera auf eine klare, aufgeräumte Gestaltung. Das Cockpit ist nicht von Tasten überladen, sondern konzentriert sich auf gut erreichbare Bedienelemente und viel nutzbaren Stauraum. Bis zu 23 Liter Ablagemöglichkeiten verteilen sich auf Türtaschen, Fächer und kleine Staufächer im Innenraum – ein Detail, das im Alltag schnell wichtiger wird als jede Ziernaht.
Der Kofferraum fasst im Fünfsitzer 460 Liter bei aufgestellten Rücksitzen. Werden die im Verhältnis 60:40 klappbaren Lehnen umgelegt und bis zum Dach beladen, stehen bis zu 1.600 Liter zur Verfügung – mehr als im Astra Sports Tourer Electric. Die Hybridversion ist auf Wunsch auch als Siebensitzer zu haben; dann schrumpft das Ladevolumen bei voller Bestuhlung auf 370 Liter und bei umgeklappten Sitzen auf 1.400 Liter, bietet dafür aber die Option, gelegentlich eine größere Gruppe mitzunehmen.
Fokus-Schwerpunkt: Intelli-Seat – Komfort auf langen Strecken
Eine Besonderheit, die im dichten SUV-Feld heraussticht, sind die sogenannten Intelli-Seat-Vordersitze. Diese speziellen Sitze sind in GS-Ausstattung serienmäßig und im Ultimate zusätzlich beheizt. Ziel dieser Konstruktion ist es, auf langen Strecken den Druck auf empfindliche Körperregionen zu reduzieren und damit Ermüdung vorzubeugen. Für Vielfahrer oder Familien, die mit dem Frontera regelmäßig in den Urlaub fahren, ist genau dieser Komfortaspekt oft entscheidender als reine Leistungsdaten.
In Kombination mit der erhöhten Sitzposition und der guten Rundumsicht entsteht ein entspannter Fahrarbeitsplatz. Die Kabine bleibt bewusst frei von übertriebener Inszenierung, sondern zielt auf praktische Alltagstauglichkeit: übersichtliche Anzeigen, logisch platzierte Schalter, genügend Beinfreiheit in Reihe zwei und – in der Siebensitzer-Hybridversion – die Option auf eine dritte Reihe mit eigener USB-C-Ladebuchse. Wer Kinder oder Jugendliche im Auto hat, wird den bis zu fünf USB-C-Anschlüssen zu schätzen wissen: zwei vorne, zwei in der zweiten Reihe und optional einer in der dritten.
Digitales Cockpit und Vernetzung auf aktuellem Stand
Das sogenannte Pure-Panel-Cockpit kombiniert zwei jeweils 10 Zoll große Displays: ein zentrales Infotainment-Touchscreen und ein volldigitales Kombiinstrument vor dem Fahrer. Die Bedienoberfläche folgt dem Prinzip moderner Smartphones mit Widgets und klarer Struktur. Serienmäßig an Bord sind kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, dazu induktives Laden des Smartphones.
Navigationssystem, Rückfahrkamera und Sprachbedienung über den Befehl „Hey Vauxhall“ gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Hinzu kommen die Konnektivitätsdienste Vauxhall Connect One mit einer Laufzeit von zehn Jahren, die unter anderem Over-the-Air-Updates, Wartungshinweise und einen SOS-Notrufservice ermöglichen. Vauxhall Connect Plus wird in einem sechsmonatigen Testzeitraum freigeschaltet und erweitert den Funktionsumfang um Fahrtenprotokolle, Fahrzeugortung, Routenversand per App sowie einen integrierten Chatbot. Damit wird der Frontera zu einem vernetzten Alltagsbegleiter, ohne sich in unnötigen Spielereien zu verlieren.
Elektrischer Antrieb: Reichweite ohne Preisaufschlag
Eine der bemerkenswertesten Entscheidungen betrifft die Preisstruktur: Die vollelektrische Version des Frontera startet günstiger als der Hybrid. Damit entfallen die sonst üblichen Preisaufschläge für den Einstieg in die E-Mobilität. Der Frontera Electric leistet 113 PS und 125 Nm und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 142 km/h. Für den Alltag entscheidender sind die Batterien: Zur Wahl stehen 44 kWh und eine Extended-Range-Variante mit 54 kWh.
Mit der 44-kWh-Batterie sind bis zu 299 km WLTP möglich. Die 54-kWh-Version ermöglicht bis zu 407 km WLTP. Der Verbrauch liegt bei etwa 16,1 kWh pro 100 km. Für einen kompakten SUV mit familientauglichem Platzangebot ist das ein respektabler Wert. Drei Fahrmodi – Eco, Normal und Sport – erlauben es, je nach Situation zwischen maximaler Effizienz und spontanem Ansprechverhalten zu wechseln.
Laden im Alltag und auf Langstrecke
Beim Laden zeigt sich der Frontera Electric vielseitig. Ein 11-kW-Onboard-Lader ermöglicht an einer dreiphasigen AC-Wallbox das Nachladen von 20 auf 80 Prozent in rund 2 Stunden 55 Minuten beim 44-kWh-Akku und etwa 3 Stunden 25 Minuten bei 54 kWh. An einer einphasigen 7,4-kW-Ladestation dauert dieselbe Ladung rund 4 Stunden 10 Minuten (44 kWh) beziehungsweise etwa 5 Stunden 5 Minuten (54 kWh).
Für die Langstrecke ist die Schnellladefähigkeit entscheidend: Mit bis zu 100 kW Gleichstrom geht es im Optimalfall von 20 auf 80 Prozent in rund 26 Minuten (44 kWh) oder 28 Minuten (54 kWh). Diese Werte passen gut in den Alltag eines typischen Pendler- oder Familienfahrzeugs. Hinzu kommen ein Batteriegarantiepaket über acht Jahre oder 100.000 Meilen (ca. 161.000 km) sowie ein „Electric All In“-Angebot mit Ladeguthaben und acht Jahren Mobilitätsgarantie inklusive Pannenhilfe.
Hybrid als Alternative mit Siebensitz-Option
Wer lieber beim Verbrenner bleibt, bekommt im Frontera einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, kombiniert mit einem 48-Volt-System. Ein 21-kW-Elektromotor ist in ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe integriert. Zur Wahl stehen 110 PS (81 kW, 205 Nm) und 145 PS (107 kW, 230 Nm). Im urbanen Bereich kann der Frontera Hybrid bei Geschwindigkeiten unter 29 km/h bis zu 1 km rein elektrisch rollen und laut Hersteller bis zur Hälfte der Stadtfahrten elektrisch unterstützen.
Der Normverbrauch liegt bei etwa 5,2 l/100 km, die CO₂-Emissionen bei 118 bis 119 g/km. Rekuperation beim Bremsen lädt die 48-Volt-Batterie wieder auf, Fahrmodi wie Eco, Normal und Sport passen Ansprechverhalten und Effizienz an. Ein entscheidender Vorteil des Hybrids: Nur hier ist die Siebensitz-Konfiguration bestellbar, was den Frontera für größere Familien oder Nutzer mit flexiblen Transportanforderungen besonders interessant macht.
Assistenzsysteme und Sicherheit
Beim Thema Fahrerassistenz bewegt sich der Frontera auf aktuellem Niveau. Serienmäßig sind unter anderem ein automatischer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Spurhalteassistent mit Kamerabasis, Verkehrsschilderkennung, Müdigkeitswarner, Berganfahrhilfe, Vorwärtskollisionswarnung und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer an Bord. Eine Rückfahrkamera unterstützt beim Rangieren, dazu kommen Parksensoren hinten (Design) beziehungsweise vorne und hinten (GS und Ultimate).
Die serienmäßigen Intelli-LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent verbessern die Sicht bei Nachtfahrten deutlich. Zusammen mit der erhöhten Sitzposition, der robusten Karosseriestruktur und dem umfangreichen Elektronikpaket richtet sich der Frontera klar an Fahrer, die einen unkomplizierten, sicheren Begleiter im Alltag suchen – ohne den Anspruch, ein Offroad-Spezialist zu sein.
Nachhaltigkeit, Garantie und Preise
Auch unter dem Blech spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Laut Hersteller besteht der Frontera zu 95 Prozent aus wiederverwendbaren und zu 85 Prozent aus recycelbaren Materialien. Die Serviceintervalle sind auf niedrige Betriebskosten ausgelegt: Beim Hybrid liegt das Intervall bei 25.750 km oder einmal jährlich. Beim Electric-Modell ist der erste Service nach 12.875 km oder einem Jahr fällig, danach alle 25.750 km oder alle zwei Jahre. Nach jedem Service gibt es ein Jahr Pannenhilfe inklusive Abschleppen, Reifenpannenservice, Hilfe bei falscher Betankung, Schlüsselproblemen und Startunterstützung zuhause.
Preislich startet der Frontera Hybrid in der Design-Ausstattung mit 110 PS bei 24.855 Pfund. Die 145-PS-Design-Version kostet 26.365 Pfund, der GS mit 110 PS 27.255 Pfund und mit 145 PS 28.765 Pfund. In der Topausstattung Ultimate liegt der 110-PS-Hybrid bei 28.055 Pfund, der 145-PS-Hybrid bei 29.565 Pfund. Der Frontera Electric beginnt bei 23.995 Pfund und liegt damit unter den Hybridmodellen. Durch den staatlichen Electric Car Grant reduziert sich der Einstiegspreis des Elektro-Frontera um 1.500 Pfund auf 22.495 Pfund – ein Schritt in Richtung bezahlbarer Elektromobilität im Kompakt-SUV-Segment.
Bilder: Vauxhall



